Dimitrios Grammozis: Den Willen mitbringen, in die gefährlichen Bereiche zu gehen

Die Geschehnisse aus der Nachspielzeit des Duells bei Werder Bremen sind mittlerweile abgehakt, auch wenn der späte Ausgleich im Weserstadion noch immer schmerzt. Der Blick der Knappen geht aber nach vorne – und da wartet die anstehende Aufgabe am Samstag (27.11.) um 13.30 Uhr gegen den SV Sandhausen. Im Duell mit den Kurpfälzern peilt Chef-Trainer Dimitrios Grammozis mit seiner Mannschaft einen Sieg an.

Dimitrios Grammozis

„Wir haben ein Heimspiel – und das möchten wir auch gewinnen“, sagt der 43-Jährige. Ein Selbstläufer werde das gegen den aktuellen Tabellensiebzehnten, der sich in einem Nachholspiel am Mittwoch (24.11.) mit 1:3 beim FC St. Pauli geschlagen geben musste, aber nicht, betont der Fußballlehrer. „Wer die Zweite Liga kennt, der weiß, wie schwer jedes Spiel ist, wie sich alle Gegner gegen uns reinknien.“

Wieder mehr Möglichkeiten erarbeiten

Wichtig sei es, im Offensivspiel wieder an die erfolgreiche Phase aus dem September und Oktober anzuknüpfen. „Die Einstellung und die Laufarbeit in Bremen waren gut. Wir wissen aber, dass wir spielerisch und gerade im Kreieren von Torchancen noch Luft nach oben haben“, sagt Grammozis und fügt hinzu: „Wir haben in dieser Saison bereits mehrfach gezeigt, dass wir es besser als zuletzt können.“ Um wieder präsenter in Tornähe zu agieren, haben die Knappen in der laufenden Trainingswoche unter anderem an der Positionierung auf dem Platz gefeilt.

Die Einstellung und die Laufarbeit in Bremen waren gut. Wir wissen aber, dass wir spielerisch und gerade im Kreieren von Torchancen noch Luft nach oben haben.

Dimitrios Grammozis

Den Gegner hat Grammozis ebenfalls analysiert. „Sandhausen hat viele unglückliche Niederlagen kassiert“, sagt der Coach der Königsblauen. Einziger Ausreißer sei die 1:6-Pleite gegen den SV Darmstadt 98 Anfang Oktober gewesen. „Ansonsten hätten viele Begegnungen aber auch zugunsten der Sandhäuser ausgehen können. Alois Schwartz hat der Mannschaft viel Stabilität verliehen“, sagt Grammozis über seinen Kollegen, der vor etwas mehr als zwei Monaten den Posten an der Seitenlinie bei den Kurpfälzern übernommen hat. „Wir müssen 100 Prozent fokussiert sein“, fordert der Chef-Trainer, gleichzeitig betont er: „Ich bin überzeugt davon, dass wir unsere Möglichkeiten bekommen und diese dann auch nutzen werden. Es ist wichtig, dass die Jungs den Willen mitbringen, in die gefährlichen Bereiche zu gehen. Da tut es weh, da werden auch mal Zweikämpfe geführt, die Schmerzen verursachen. Aber diese Bereiche führen zu Torerfolgen.“

Beim Personal wird sich gegenüber dem Spiel in Bremen im Aufgebot nicht viel verändern. Michael Langer schuftet nach seinem Kreuzbandriss weiter in der Reha für sein Comeback, Salif Sané ist nach seinen muskulären Problemen wieder ins Lauftraining eingestiegen, aber noch keine Option für den Kader. Ein Fragezeichen steht noch hinter Darko Churlinov. Der nordmazedonische Nationalspieler war mit leichten Schulterproblemen von den beiden finalen WM-Qualifikationspartien nach Gelsenkirchen zurückgekehrt, weshalb er am vergangenen Spieltag nicht einsatzbereit gewesen ist. Ob es gegen Sandhausen reicht, entscheidet sich nach dem Abschlusstraining.

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