Comeback gegen Stahnsdorf geglückt

Am 9. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProB waren die Basketballer des FC Schalke 04 zum ersten Mal in dieser Saison in einer ungewohnten Situation. Nach der Niederlage in der Vorwoche in Rostock war das Team von Coach Raphael Wilder gefordert nach einem verlorenen Spiel zurück in die Spur zu kommen. Gegen den RSV Eintracht Stahnsdorf bewiesen die Königsblauen Moral und gewannen ihr Heimspiel am Samstagabend souverän mit 81:56.

Vor 413 Zuschauern in der Halle an der Mühlbachstraße stellte Coach Raphael Wilder seine Starting Five im Vergleich zu den Vorwochen noch einmal um. Für Coheen Kalondji rückte erstmalig Salman Manzur in die erste Fünf und sollte mit seiner Verteidigung den Stahnsdorfer Topscorer Joshua Smith unter dem Korb stoppen.

Den besseren Beginn erwischten dann allerdings die Gäste aus Stahnsdorf. Durch einen Korbleger von Michael Holton ging das Tabellenschlusslicht nach 4:20 Minuten mit 11:7 auf Schalke in Führung. Doch binnen 1:30 Minuten konterten die Schalker und konnten sich durch einen And-One von Niclas Sperber mit 14:13 die erste Führung des Abends erarbeiten. Zum Ende des Viertels konnten die Gäste allerdings über den starken Joshua Smith und Holton zurück in die Partie kommen und eine 19:23-Führung an der Mühlbachstraße behaupten. „Wir sind richtig schlecht in die Partie gekommen, da uns anzumerken war, dass wir nach der Niederlage in der Vorwoche verunsichert waren. Stahnsdorf hat dies zu anfangs gut genutzt und konnte sich eine Führung im ersten Viertel erarbeiten“, hielt Coach Wilder nach der Partie fest.

Im zweiten Viertel drehten die Schalker dann das Spiel. Die Knappen trotzten der hohen Trefferquote der Gäste mit einem guten Insidespiel unter dem Korb. Zudem schmissen sich die Königsblauen in der Defense in jeden Ball und konnten sich über diese Energieleistung zurück in die Partie arbeiten. Jonas Peters traf per Dreier aus der Ecke zum 33:28 und RJ Slawson legte mit einem Korbleger plus Bonusfreiwurf zum 36:28 nach. Bis zum Halbzeitgong konnten die Gäste aus Stahnsdorf dann noch per Freiwurf zum 36:29 verkürzen. „Wir haben die Intensität in der Defense zum zweiten Viertel steigern können, während es offensiv bei uns noch nicht rund lief. Daher konnten wir uns so in die Partie kämpfen und die Führung auf unsere Seite bewegen“, so Coach Wilder.

Starkes drittes Viertel liefert die endgültige Entscheidung

Nach der Pause drehten die Schalker dann so richtig auf. Durch einen 7:0-Run zu Viertelbeginn über Salman Manzur, Courtney Belger und Niclas Sperber konnten sich die Hausherren auf 43:29 absetzen, ehe die Gäste aus Stahnsdorf zu den ersten Punkten in der zweiten Halbzeit kommen konnten. Im Anschluss folgte der nächste 8:0-Run der Knappen, die sich nun vor eigenem Publikum in einen Lauf spielten. Salman Manzur und Courtney Belger übernahmen das Kommando auf Seiten der Schalker und konnten bis zum Viertelende den Vorsprung vorentscheidend zum 59:37 ausbauen. „Ich habe meiner Mannschaft zur Halbzeit gesagt, dass wir die Defense weiter aufrechterhalten müssen, da wir offensiv nicht im Stande waren, hoch zu scoren. So hatten wir im dritten Viertel Smith absolut unter Kontrolle und konnten langsam anfangen, in der Offensive zu scoren“, berichtete Wilder.

Im Schlussabschnitt bauten die Schalker durch einen Szewczyk-Dreier die Führung bei noch sechs zu spielenden Minuten auf 30 Punkte zum 69:39 aus. Der RSV versuchte nun die Schalker noch einmal mit einer Ganzfeldpresse aus der Konzentration zu bringen, doch Patrick Carney, Courtney Belger und Jonas Peters trugen das Spiel in der Schlussphase für die Knappen nach Hause. Am Ende gewannen die Schalker mit 81:56 souverän gegen den RSV Eintracht Stahnsdorf und fuhren den achten Saisonsieg im neunten Spiel ein. „Ich habe bis zum Ende konsequent durchgewechselt, da ich wollte, dass wir bis zur letzten Sekunde mit voller Intensität verteidigen und Stahnsdorf nicht noch einmal die Möglichkeit geben, das Ergebnis zu verkürzen“, so Wilder.

„Der Sieg war nach der Niederlage in Rostock sehr wichtig für die Köpfe der Spieler. Wir sind heute sehr stark aufgetreten. Ich hebe zwar ungerne einzelne Spieler heraus, doch heute gehört ein Sonderlob Lenny Weichsel, der uns mit seiner Defense einen ungemeinen Push gegeben hat. Zudem hat Salman Manzur heute sein bestes Spiel im Schalker Trikot gemacht und eine starke Leistung unter dem Korb gegen Smith abgeliefert. Jetzt müssen wir in Cuxhaven zeigen, dass wir auch auswärts eine souveräne Partie abliefern können“, resümierte Wilder.

Punkteverteilung

Patrick Carney 16, RJ Slawson 15, Courntey Belger 15, Salman Manzur 12, Jonas Peters 5, Thomas Szewczyk 4, Niclas Sperber 3, Timo Volk 3, Shawn Gulley 3, Leon Friederici 3, Coheen Kalondji 2, Lennart Weichsel

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