Jahresrückblick: Abteilungsleiter Tobias Steinert blickt zurück

Das Jahr 2018 war für die Basketballer des FC Schalke 04 eines der erfolgreichsten Jahre der Vereinsgeschichte. Zum Jahreswechsel lässt Abteilungsleiter Tobias Steinert die Entwicklung der Abteilung im vergangenen Jahr Revue passieren.

Toby, das Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Zeit zurück zu blicken auf ein überaus erfolgreiches Jahr 2018. Was waren Deine persönlichen Highlights?

Hinter uns liegt das mit Abstand erfolgreichste Jahr der jüngeren Abteilungsgeschichte. Das größte Highlight war sicher der Aufstieg in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA, allerdings lässt sich dieser nicht an einem Spiel oder einem Moment festmachen. Die Playoffs 2018 waren für alle Beteiligten ein absolutes Spektakel und werden vielen Fans noch lange in Erinnerung bleiben. Wir haben uns souverän, aber für alle Experten überraschend, als Tabellenzweiter für die Playoffs qualifiziert und hatten uns als Ziel gesetzt, möglichst besser abzuschneiden als in der Vorsaison. Im Achtelfinale haben wir dann mit den Dresden Titans einen starken Gegner in nur zwei Spielen nach Hause geschickt und im Viertelfinale die Herzöge Wolfenbüttel nach drei packenden Duellen ausgeschaltet. Im Halbfinale wartete dann mit Elchingen eine Über-Mannschaft, die wir vor ausverkauftem Haus in ein drittes Spiel gezwungen haben. Auch, wenn wir dieses am Ende verloren haben, erinnere ich mich gern daran zurück, weil die Mannschaft es bis zuletzt spannend gemacht hat und für den Verein, sowie für die Fans, alles gegeben und weit über ihren Möglichkeiten gespielt hat.

 

Nach dem Aus im Halbfinale, folgte einige Wochen später dann der überraschende Aufstieg in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Wie hast Du diese Zeit erlebt?

Wir haben natürlich relativ früh mitbekommen, dass es in Elchingen Probleme mit der Halle gibt und sie den Aufstieg womöglich nicht wahrnehmen würden. Da wir der Halbfinalist mit dem besten Hauptrundenergebnis waren, wussten wir, dass uns in diesem Fall das Aufstiegsrecht zustehen würde. Als wir dann die Nachricht von der Liga erhalten haben, dass wir sowohl die Lizenz, als auch das sportliche Teilnahmerecht für die ProA erhalten, war die Freude natürlich groß und ich bin sehr stolz, dass wir unseren Fans dieses Geschenk machen konnten. Man darf allerdings auch nicht vergessen, dass der Aufstieg für unsere Abteilung ein Kraftakt war und wir in kürzester Zeit die Voraussetzungen für die zweithöchste Spielklasse Deutschlands schaffen mussten. Hinzu kam ja, dass wir uns erst kurz vorher als neuer Vorstand zusammengefunden hatten.

 

Dann folgte der unerwartete Umzug nach Oberhausen.

Wir hatten immer geplant in unserer Heimatstadt Gelsenkirchen zu spielen, aber als dann feststand, dass wir umziehen müssen, blieb uns nichts anderes übrig als eine alternative Heimspielstätte zu suchen. In Oberhausen haben wir, unter den gegebenen Umständen, die bestmögliche Lösung gefunden – auch rückblickend. Was wir an Zuspruch, Akzeptanz und Unterstützung von der Stadt Oberhausen und den ortsansässigen Vereinen in den vergangenen Monaten erhalten haben, war wirklich überwältigend. Dafür sind wir sehr dankbar! Ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer wäre das alles nur schwer möglich gewesen. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich bedanken.

 

Wie zufrieden bist Du mit dem bisherigen Verlauf der Saison?

Ich bin sehr zufrieden mit dem bisherigen Abschneiden. Natürlich waren einige knappe Niederlagen dabei, welche wir gerne in Siege umgemünzt hätten, aber für das erste Jahr nach dem Aufstieg haben wir uns mit bereits sechs Siegen auf unserem Konto beachtlich geschlagen. Man darf nicht vergessen, dass der Leistungsunterschied zwischen der ProB und der ProA schon ein Quantensprung ist. Zudem hatten wir ein unfassbares Verletzungspech in dieser Saison. Leistungsträger wie Shawn Gulley vor der Saison und Lars Wendt nach noch nicht einmal einem Drittel der Saison zu verlieren, steckt man nicht so einfach als Aufsteiger weg. Dazu kamen noch die Abgänge von Dominique Collier und Tibor Taras, welche wir kompensieren mussten. Uns allen war von Anfang an klar, dass es eine schwierige erste Spielzeit in der ProA wird, aber die Folgen der Verletzungen machten die Umstände noch weitaus schwieriger. Daher habe ich einen großen Respekt vor unserer Mannschaft, die sich auf dem Feld Woche für Woche aufopfert und wichtige Punkte eingefahren hat. Unser Coach Raphael Wilder hat es einmal mehr geschafft, ein Team bis an das Optimum vorzubereiten und das wirkt sich auf dem Feld auch aus.

 

Ein wichtiger Bestandteil der Abteilung ist der Jugendbereich. Was hat sich diesem Jahr in der S04 Basketball Academy getan?

Auch in der Academy standen wir, nach der letzten Mitgliederversammlung, als neu gewählter Vorstand, vor großen Herausforderungen. Während wir die Voraussetzungen für die ProA geschaffen haben, mussten wir gleichzeitig auch im Jugendbereich die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft stellen. Damit sind wir personell an unsere Grenzen gestoßen. Leider sind uns Anfang des Jahres einige Trainer im Jugendbereich weggebrochen, weil es ihnen aus hauptberuflichen Gründen nicht mehr möglich war, sich bei uns zu engagieren oder weil sie sich nebenberuflich verändern wollten. Unser Fokus lag also zunächst einmal darauf, dies in kürzester Zeit zu kompensieren und den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. Tiefgreifende strategische Veränderungen mussten bisher hintenanstehen. Dennoch konnten wir mit Alexander Osipovitsch einen hauptamtlichen Jugendkoordinator installieren, der die Academy mittelfristig voranbringen wird. Darüber hinaus ist es uns gelungen, mit Safet Hasanovic einen Trainer zurück zu holen, der viele Jahre lang ein prägendes Gesicht der Academy war und sich bereits vor der Vorstandswahl entschlossen hatte, den Verein zu wechseln. Im Jahr 2019 und in den Planungen für die kommende Saison, wird es den nötigen Raum für Veränderungen geben, um uns auch in der Academy spürbar weiterzuentwickeln. Uns ist bewusst, dass Veränderungen notwendig sind und gerne hätten wir diese auch schon früher angestoßen. Ich bin allerdings zuversichtlich, dass uns dies im kommenden Jahr gelingen wird.

Was erwartet uns im Jahr 2019?

Ich denke, dass wir uns sportlich eine sehr gute Ausgangsposition geschaffen haben um unser Ziel, den Klassenerhalt, zu erreichen. Wir haben eine Mannschaft, die in jedem Spiel an ihre Grenzen geht und bereit ist, alles für den Verein zu geben. Es wird auch im neuen Jahr Spiele geben, die verloren gehen und wahrscheinlich wird es bis zum letzten Spieltag spannend bleiben. Wichtig wird, dass Fans und Mannschaft weiterhin so eng zusammenstehen und in den entscheidenden Momenten an einem Strang ziehen. Dabei kommt es wirklich auf jeden Einzelnen an, der sich ein Ticket kauft und uns vor Ort in der Halle supportet. Mit der Unterstützung unserer Fans, bin ich optimistisch, dass wir das schaffen können.

 

Deine abschließenden Worte für das Jahr 2018?

Ich kann mich nur von Herzen bei allen bedanken, die dazu beigetragen haben, dass das Jahr 2018 so erfolgreich für unsere Abteilung verlaufen ist. Bei unseren Hauptsponsoren, der Stölting Service Group und der Amevida SE, die wir in diesem Jahr für uns gewinnen konnten und mit denen wir langfristig zusammenarbeiten wollen. Bei unseren langjährigen Partnern Volksbank Ruhr Mitte und ELE, die uns seit vielen Jahren die Treue halten und bei allen anderen Partnern und Sponsoren, ohne die das Jahr nicht so erfolgreich verlaufen wäre. Natürlich bei den vielen ehrenamtlichen Helfern, bei unseren Mitarbeitern, den Eltern unserer Jugendspieler und selbstverständlich bei unseren Mitgliedern und Fans, die uns auch bis nach Oberhausen begleiten und uns so großartig unterstützt haben. Danke für ein grandioses Jahr 2018!

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