Jonas Peters sucht neue Herausforderung in der Regionalliga

Ein weiterer Abgang steht fest: Jonas Peters verlässt den FC Schalke 04 und wird sich einem Verein in der 1. Regionalliga West anschließen. Der Guard sucht eine neue sportliche Herausforderung und will den nächsten Schritt in seiner Karriere machen.

Jonas Peters war in den letzten Jahren stets der dienstälteste Spieler auf Schalke. Bereits seit 2009 schnürte der gebürtige Gelsenkirchener seine Basketballschuhe für den FC Schalke 04. Peters steuerte in der vergangenen Saison im Schnitt 0.7 Punkte und 0.9 Rebounds in durchschnittlich 5:47 Minuten Spielzeit zum Erfolg der Schalker in der 2. Basketball-Bundesliga ProB bei.

In den letzten Wochen hat Peters dann das Gespräch mit Coach Raphael Wilder gesucht, zu dem er nach vier gemeinsamen Jahren ein enges Vertrauensverhältnis aufgebaut hat. Gemeinsam kam man zu dem Ergebnis, dass der 21-Jährige für seine bestmögliche sportliche Entwicklung vor allem viel Spielzeit benötigt, die er in einem ProA-Team auf Schalke nicht bekommen würde. Daher war die logische Schlussfolgerung, dass der Shooting Guard zu einem Regionalligisten wechselt, der ihm diese Spielzeit garantiert und ihm Verantwortung überträgt.

„Ich habe Jonas als einen tollen Menschen kennen- und schätzen gelernt, der stets loyal, charakterfest und selbstkritisch war. Er war immer ein fantastischer Teamkamerad und es hat mich sehr gefreut, dass wir ihn auf das Level gebracht haben, dass er in fast jedem ProB-Spiel fünf Minuten Spielzeit bekommen hat. Es ist sehr schade, dass er nicht mehr dabei sein wird, aber bei dieser Entscheidung steht die individuelle Entwicklung des Spielers im Vordergrund und für ihn ist es der absolut richtige Schritt. Jonas weiß aber, dass die Türen auf Schalke für ihn immer offenstehen werden und ich persönlich ihm stets mit Rat und Tat zur Seite stehen werde“, so Raphael Wilder über seinen Schützling.

Blau und Weiß ein Leben lang

Nachdem Jonas die FC Schalke 04 Basketball Academy durchlief, stand er zur Saison 2013/2014 zum ersten Mal fest im Kader der ersten Mannschaft. Damals spielten die Knappen noch in der 1. Regionalliga-West und sicherten sich die Vizemeisterschaft. Im Folgejahr gewann man mit Peters den WBV-Pokal und stieg ein weiteres Jahr später in die 2. Basketball-Bundesliga ProB auf. In der vergangenen Saison 2017/2018 folgte dann der Einzug in das Halbfinale der ProB und der Aufstieg in die ProA.

Eine lange Zeit also, die nun ihr Ende findet. Auch bei Peters nicht ohne ein wenig Wehmut: „Schalke 04 wird immer mein Heimatverein sein. Ich werde weiterhin Mitglied bleiben und die Mannschaft so oft unterstützen, wie es mir möglich ist. Es fällt mir nicht leicht den Verein zu verlassen, aber ich bin mir sicher, dass es der richtige Schritt für meine Karriere ist und mir der Sprung in die ProA in meiner Entwicklung zum jetzigen Zeitpunkt nicht weiterhelfen würde.“

Für Abteilungsleiter Tobias Steinert ist eine Rückkehr in den Verein nicht ausgeschlossen: „Jonas Peters ist der Beweis dafür, dass die Ausbildung in unserer Academy bis in den professionellen Basketball führen kann. Für ihn persönlich ist es richtig, eine neue Herausforderung in der 1. Regionalliga zu suchen, aber für uns natürlich auch schade, dass wir ein Eigengewächs abgeben. Wir werden seine Entwicklung selbstverständlich im Auge behalten und weiter in Kontakt bleiben.“

Der FC Schalke 04 wünscht Jonas Peters alles erdenklich Gute für seine sportliche Entwicklung und bedankt sich für neun erfolgreiche Jahre im königsblauen Trikot.

Walhöfer greift wieder an

Erhalten bleiben den Knappen allerdings die beiden Nachwuchskräfte Nils Peters und Lutz Walhöfer. Beide werden weiterhin einen Kaderplatz in der Mannschaft von Raphael Wilder erhalten und gleichzeitig Spielpraxis in der zweiten Mannschaft sammeln. Lutz Walhöfer, der in der vergangenen Saison langfristig ausfiel, kann nach überstandener Knieverletzung wieder beschwerdefrei trainieren.

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