S04 holt verdienten Auswärtssieg in Rostock

Am vergangenen Sonntag (20.10.) trafen die Basketballer des FC Schalke 04 auf die Rostock Seawolves. Nach einem intensiven und kampfbetonten Spiel, gewannen die Königsblauen überraschend aber verdient mit 70:74 in der Hansestadt.

Nach einer suboptimalen Trainingswoche, in der teilweise nur sechs Spieler auf dem Parkett standen, reiste der S04 mit lediglich neun Spielern nach Rostock. Neben Shavar Newkirk, der nach seiner Knie-Blessur noch Fitnessrückstand hat, musste Wilder auch auf Shawn Gulley verzichten, der aufgrund einer Grippe in Gelsenkirchen blieb. S04-Coach Raphael Wilder veränderte seine Starting-Five auf zwei Positionen. Neben Courtney Belger, Jordan Spencer und Adam Touray liefen erstmals Darnell Dunn und Marley Jean-Louis von Beginn an auf.

Die Königsblauen starteten stark in die Partie und machten deutlich, dass sie nach der hohen Niederlage gegen Chemnitz auf Wiedergutmachung aus waren. Wilders personeller Schachzug zeigte gleich von Beginn an Wirkung und überraschte auch die Seawolves. Adam Touray erzielte die ersten Punkte der Partie und startete damit einen 9:0-Lauf der Königsblauen. Thomas Szewczyk, der an diesem Abend eine hervorragende Partie zeigte, erzielte mit einem Dreier nach fünfeinhalb Minuten die zwischenzeitliche 5:16-Führung für den S04. Zum Ende des ersten Viertels führten die Schalker souverän und verdient mit 12:22.

Den besseren Start in das zweite Viertel erwischten die Seawolves. Über Malik Pope und Donte Nicholas kamen die Gastgeber wieder heran und erzielten nach 04 gespielten Minuten erstmals den Ausgleich (22:22). Die Wilder-Truppe ließ sich allerdings nicht verunsichern und konterte den Lauf der Rostocker mit Herz und Leidenschaft. Bis zur Halbzeitpause spielten sich die Blau-Weißen über Darnell Dunn, Johannes Joos und Adam Touray erneut eine 10-Punkte-Führung heraus (27:37).

Intensität als Schlüssel zum Sieg

In der zweiten Hälfte fand dann erstmals in diesem Spiel ein Dreier der Gastgeber den Weg in die Schalker Reuse. Michael Jost traf zum zwischenzeitlichen 32:39 und läutete damit den nächsten Run der Seawolves ein. Zwar gaben die Schalker immer wieder die Richtige Antwort, doch nun fielen die Distanzwürfe des Gegners und so war es Martin Bogdanov, der erneut den Ausgleich erzielte, bevor Adam Touray von der Freiwurflinie den 50:52-Viertelstand besorgte.

Im letzten Viertel war es soweit: Die Rostock Seawolves gingen zum ersten Mal an diesem Abend durch einen Dreier von Grant Sitton in Führung (57:54). Diese bauten die Hanseaten bis auf 6 Punkte aus (64:58), doch der FC Schalke 04 setzte noch einmal zum Endspurt an und kämpfte sich wieder heran. In der Schlussphase übernahmen vor allem Courtney Belger, Lavon Hightower und Thomas Szewczyk Verantwortung und erzielten wichtige Punkte zum absolut verdienten 70:74-Sieg.

„Meine Mannschaft hat heute Großes geleistet! Wir haben den Gegner bei 70 Punkten gehalten und das obwohl sie 10 Wurfversuche mehr hatten als wir. Wir kamen mit viel Intensität in das Spiel und haben am Ende verdient gewonnen, nachdem wir drei Viertel gewonnen und nur eins verloren haben. Als es knapp war, haben wir wichtige Punkte gemacht und dadurch einen Riesen-Sieg geholt“, so ein zufriedener Raphael Wilder nach dem Spiel.

Abteilungsleiter Tobias Steinert: „Ich bin einfach nur stolz auf die Mannschaft und ihre Reaktion nach der Niederlage gegen Chemnitz. Es war wichtig heute ein Zeichen zu setzen, vor allem auch für unsere Fans. Jetzt wollen wir gegen Jena ein ähnlich gutes Spiel machen und setzen dabei auf den Heimvorteil!“

Am kommenden Samstag (26.10.) empfangen die Schalker Basketballer mit Science City Jena den nächsten Hochkaräter in der Oberhausener Willy-Jürissen-Halle. Die Partie beginnt um 19.30 Uhr, Tickets können im Vorverkauf mit Rabatt oder an der Abendkasse erworben werden.

Punkteverteilung:

Hightower (11), Jean-Louis (3), Spencer (3), Joos (10), Dunn (9), Touray (14), Szewczyk (11), Rohwer (2), Belger (11)

Das Spiel im Re-Live