S04 unterliegt Trier durch Buzzer-Beater

Am 24. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA empfing der FC Schalke 04 die Gladiators Trier in der Oberhausener Willy-Jürissen-Halle. Nach einem spannenden Spiel samt Herzschlagfinale entschied ein Buzzer-Beater am Ende zu Gunsten der Trierer. Die Königsblauen unterlagen am Ende mit 64:66.

S04-Coach Raphael Wilder vertraute seiner bewährten Starting-Five um Shavar Newkirk, Brandon Parrish, Adam Touray, Björn Rohwer und Courtney Belger. Verzichten musste er allerdings auf Niclas Sperber, der sich kurzfristig verletzte und für die Partie ausfiel. Jacob Mampuya stand zwar im Kader, konnte aufgrund von Knieproblemen jedoch nicht trainieren und wurde im Laufe der Partie auch nicht eingesetzt.

Die Knappen starteten hellwach in die Partie. Courtney Belger erzielte die ersten Punkte der Partie, ehe Brandon Parrish von jenseits der Drei-Punkte-Linie einnetzte, nachdem Luka Buntic per Sprungwurf für die Gäste traf. Kein Team konnte sich in den ersten 10 Minuten absetzen und die Führung wechselte stetig. Am Ende des ersten Viertels stand es demnach leistungsgerecht 19:19. Auch im zweiten Viertel blieb es ausgeglichen. Die Schalker fanden auf die Treffer der Gladiators stets die richtige Antwort und blieben mit viel Kampf an den starken Trierern dran. Zur Halbzeit setzten sich die Gäste mit 33:37 ab.

S04 mit Wahnsinnsviertel

Coach Wilder schien in der Halbzeitpause die richtigen Worte gefunden zu haben, denn sein Team kam mit viel Energie auf das Feld zurück. In einem Wahnsinns-Viertel, in dem die Gäste 7:40 Minuten lang aus dem Spiel heraus nicht trafen. Lediglich ein Freiwurf von Jermaine Bucknor landete im Korb des S04. Angetrieben vom starken US-Amerikaner Courtney Belger, spielten sich die Königsblauen in einen regelrechten Rausch und schraubten die Führung zum Ende des dritten Viertels auf 10 Punkte. Mit 53:43 ging es in das entscheidende letzte Viertel.

Dort zeichnete sich zunächst ein ähnliches Bild ab. Der S04 ließ weitere drei Minuten keinen Korb der Gladiators zu und baute die Führung, erneut über Treffer von Courtney Belger, auf 15 Punkte aus. Beim Stand von 58:43 war es dann Toll Gloger, der die Durststrecke von Trier beendete. In der Folge kippte das Spiel. Die bis dato so souveränen Knappen leisteten sich unnötige Turnover und brachten das Team von Christian Held damit wieder zurück ins Spiel. Jermaine Bucknor und Kelvin Lewis bestraften dies mit zwei in Folge getroffenen Dreiern und plötzlich stand es 04:10 Minuten vor dem Ende nur noch 61:59. Raphael Wilder nahm daraufhin ein Timeout, doch nach zwei weiteren Turnovern gelang Till Gloger bei verbleibenden 1:55 Minuten auf der Uhr der viel umjubelte Ausgleich zum 63:63.

Buzzer-Beater mitten ins Herz

Brandon Parrish brachte die Königsblauen noch einmal von der Freiwurflinie in Führung, doch das Spiel sollte sich mit dem letzten Wurf der Gäste aus Trier entscheiden. Es folgte eine Geschichte, die nur der Sport schreiben kann, denn Simon Schmitz war es, der den finalen Wurf auf Trierer Seite nehmen sollte. Jener Simon Schmitz, der auch bereits im Hinspiel den Sieg für sein Team auf den Fingern hatte, den Ball jedoch auf den Ring setzte und damit den Schalker Sieg besiegelte.

Dieses Mal sollte es allerdings anders kommen und so verwandelte Schmitz seinen Dreier in allerletzter Sekunde und gewann das Spiel für seine Gladiators (64:66). Während auf Trierer Seite Matchwinner Schmitz umjubelt wurde, sah man auf Schalker Seite natürlich nur lange Gesichter. Das Team von Raphael Wilder hatte sich 40 Minuten lang zerrissen und gegen eine starke Mannschaft, wie die Gladiators Trier, auf Augenhöhe mitgehalten und diese über 10 Minuten nicht zum Zug kommen lassen.

Raphael Wilder sah den Grund für die Niederlage in den eigenen Offensivaktionen: „Wir halten Trier bei 66 Punkten, da geht es dann am Ende nur um unsere Offense. Treffen wir in der entscheidenden Phase nur einen Dreier, dann gewinnen wir das Spiel am Ende, davon bin ich überzeugt.“

Abteilungsleiter Tobias Steinert: „Wir haben sind Trier auf Augenhöhe begegnet und haben ein sehr starkes drittes Viertel auf das Parkett gelegt. So ein Buzzer-Beater tut immer sehr weh und reißt einem das Herz aus der Brust. Ich habe allerdings eine Mannschaft gesehen, die bis zum Schluss gekämpft hat und das lässt mich zuversichtlich auf das Spiel am kommenden Freitag gegen Hamburg blicken. Dort wollen wir erneut ein gutes Spiel abliefern und am Ende die Punkte auf Schalke behalten! Dafür brauchen wir erneut den Support unserer Fans, die uns gegen Trier wirklich toll unterstützt haben.“

Doppelspieltag: Am Freitag (1.3.) zuhause gegen Hamburg

Bereits am kommenden Freitag (1.3.) empfangen die Knappen die Hamburg Towers in der Oberhausener Willy-Jürissen-Halle. Um 20 Uhr bietet sich dann die nächste Gelegenheit, vor heimischer Kulisse einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen. Am Sonntag (3.3) treffen die Schalker dann auswärts auf die Kirchheim Knights.

Punkteverteilung:

Newkirk (11), Parrish (4), Haucke (-), Touray (9), Szewczyk (6), Rohwer (2), Carney (4), Belger (19), Arians (9), Mampuya (-)

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