Tim Reichert: Rücken ins Rampenlicht

Tim Reichert ist Chief Gaming Officer beim FC Schalke 04. Nach dem Einzug in die League of Legends Championship Series (LCS) spricht er über den jüngsten sportlichen Erfolg und die wirtschaftliche Perspektive, die der Aufstieg in die Königsklasse mit sich bringt.

Tim Reichert, was bedeutet der Aufstieg in die LCS für einen Traditionsverein wie Schalke 04?
Wir haben uns riesig über den Aufstieg gefreut. Mehr als 100.000 Menschen haben unser finales Spiel im Livestream verfolgt, darunter viele Mitarbeiter, die anschließend ihre Glückwünsche geschickt haben. Mittlerweile trifft man auch den einen oder anderen Kollegen auf unseren Fan-Viewings. Das ist ein gutes Gefühl. Im vergangenen Jahr haben wir viel gelernt und sind heute auf einem guten Weg. Mit dem Einzug in die Championship Series haben wir einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Zielerfüllung und Nachhaltigkeit getan. Wir wollen im Esport ganz oben mitspielen. Durch den Aufstieg in die Königsklasse ist uns das gelungen. Jetzt geht es darum, sich dort festzusetzen und als feste Größe zu etablieren. Der wirtschaftliche Erfolg bestätigt unseren positiven Eindruck.

Sie sprechen es an: Der Einzug in die LCS ist nicht nur aus sportlicher Sicht ein Gewinn…
League of Legends gehört weltweit zu den beliebtesten Titeln. Zu Beginn unseres Engagements haben wir uns deutlich positioniert. Wir haben den Esport nie als etwas gesehen, das wir aus Marketingaspekten instrumentalisieren wollen. Wir haben einen klaren Business-Plan erstellt und sind strukturiert an die Sache herangetreten. Mit dem Ziel, eher mittel- als langfristig Geld zu verdienen, das dann wiederum auch dem Fußball zugutekommt. Fußball ist und bleibt unser Kerngeschäft. Wir können den Verein aber mit unserem Einsatz im Esport unterstützen. Mit dem Einzug in die Championship Series gewinnen wir an Aufmerksamkeit – national und international. Dadurch rücken wir ins Scheinwerferlicht für neue Partner. Der Aufstieg ist also auch wirtschaftlich von großer Bedeutung – für uns, aber auch für den gesamten Verein.

Wie verdient der FC Schalke 04 Geld mit dem Esport?
Im Esport entwickeln sich Strukturen, die vergleichbar sind mit dem Fußball. Eine Haupteinnahmequelle ist das Sponsoring. Mehr als 100.000 Menschen haben allein unser jüngstes Spiel in den Livestreams verfolgt. In der LCS sind es noch einmal ganz andere Größenordnungen. Esport-Veranstaltungen finden inzwischen wahnsinnig viele Zuschauer. Viele Unternehmen haben diesen Markt erkannt und nutzen die große Bühne, um für ihre Produkte oder Dienstleistungen zu werben. Eine andere Möglichkeit Geld zu verdienen erschließt sich für uns durch die Produktion von digitalem Content. Außerdem erhalten wir finanzielle Kompensationen durch die Betreiber der Esport-Ligen. Das lässt sich sehr gut mit dem Fußball vergleichen: Dort erhalten Mannschaften wie Schalke 04 Beteiligungen an TV- und Vermarktungseinnahmen von den Verbänden.

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