Schalker zu Talentscout ausgebildet

Auf Schalke hält Christian Buchholz für die Knappenschmiede Ausschau nach neuen talentierten Spielern. Nun wurde er vom NRW-Zentrum für Talentförderung zum zertifizierten Talentscout ausgebildet – und kann sein neu errungenes Wissen in den Verein tragen.

Mathias Schober, Christian Buchholz und Peter Knäbel

Weil in Deutschland oftmals nicht die Talente und Fähigkeiten über den Bildungsweg bestimmen, sondern die familiären Hintergründe, werden Schülerinnen und Schüler bei der Studien- oder Berufswahl von sogenannten Talentscouts begleitet.

Einer von ihnen ist nun auch Christian Buchholz. Auf Schalke ist er im Nachwuchsleistungszentrum, der Knappenschmiede, beschäftigt und durch seinen Beruf als Administrator der Scouts im ständigen Austausch mit jungen Nachwuchskickern. Im Zuge dessen nahm er am Ausbildungsprogramm des NRW-Zentrums für Talentförderung teil.

Positives Fazit der Ausbildung

Buchholz zieht ein durchweg positives Fazit zu seiner Ausbildung: „Durch die Talentscout-Ausbildung habe ich noch einmal eine andere Sicht auf das Thema Talente bekommen – vor allem, weil es so unterschiedliche Situationen gibt (z.B. im familiären Bereich), die dem Talent helfen, aber die Entwicklung auch erschweren können. Durch meinen Erstkontakt mit potenziellen Neuzugängen ab der U15 habe ich die Möglichkeit, den Spieler intensiv kennenzulernen und genau für diese Gespräche gab es in den einzelnen Workshops gute Anregungen. Man kann also davon sprechen, dass die Weiterbildung in dem einen oder anderen Bereich nochmal einen Feinschliff gegeben hat.“

Schalker zu Talentscout ausgebildet

Schalke-Vorstand Peter Knäbel ist vom Konzept der Talentscout-Ausbildung überzeugt: „Auf Schalke sind wir immer auf der Suche nach Talenten, nach Nachwuchsspielern, die wir zu Profifußballern ausbilden können. Gleichzeitig sind all diese jungen Kicker Schüler und stecken mitten in der Entwicklung. Wir wissen, wie wichtig es ist, dass sie alle eine gute schulische Ausbildung bekommen, damit sie mit dem Handwerkszeug gerüstet sind, das sie brauchen, wenn sie den Schritt in den Profifußball nicht schaffen. Als Talentscouts können die Mitarbeiter der Knappenschmiede die Jungs auf beiden Wegen begleiten und unterstützen – das ist uns besonders wichtig.“

Mehr als 70 im NRW-Zentrum für Talentförderung weitergebildete und zertifizierte Talentscouts begleiten an rund 400 Berufskollegs, Gesamtschulen und Gymnasien Schüler*innen von der Oberstufe bei ihrem Übergang in die Berufsausbildung oder ein (duales) Studium bis hinein in den Beruf. NRW-Talentscouts sind an jeder dritten öffentlichen weiterführenden Schule in Nordrhein-Westfalen vertreten und orientieren sich bei der Identifizierung von Talenten an der Leistung, die junge Menschen in ihrem jeweiligen Lebenskontext erbringen.

Als Talentscouts können die Mitarbeiter der Knappenschmiede die Jungs auf beiden Wegen begleiten und unterstützen – das ist uns besonders wichtig.

Peter Knäbel

Sie machen den Talenten Mut, entwickeln gemeinsam mit ihnen Visionen für die berufliche Zukunft, zeigen Wege auf, schaffen hilfreiche Netzwerke und eröffnen Zugänge zu existierenden Förderinstrumenten des Bildungssystems. Sie helfen Hürden ab- und Brücken zu Kooperationsbetrieben und Hochschulen aufzubauen. Die Beratung ist ergebnisoffen. Ob für die Talente eine Berufsausbildung, ein duales Studium oder ein klassisches Hochschulstudium das Richtige ist, entscheiden die Jugendlichen selbst.

Hilke Birnstiel und Marcus Kottmann, die das NRW-Zentrum für Talentförderung der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen-Ückendorf gemeinsam leiten, sehen im Engagement von Schalke 04 viel Potenzial für die Zukunft. „Wir verstehen Talentförderung als Breitenförderung und es gibt viele junge Menschen in unserer Region, für die es sich zu engagieren lohnt. Über die Stiftung Schalke hilft! gab es in der Vergangenheit schon zahlreiche gemeinsame Aktivitäten in der Förderung von Talenten in Bildung und Ausbildung. Diese Zusammenarbeit weiter auszubauen, bietet spannende Perspektiven, um noch mehr Jugendliche zu erreichen.“

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