Warum fliegen die Schalker Profis eigentlich nach China?

Bereits zum dritten Mal besucht der FC Schalke 04 in diesem Jahr das Land der aufgehenden Sonne. Vom 2. bis zum 12. Juli weilt unsere Mannschaft erst mehrere Tage im chinesischen Kunshan, bevor es weiter in die Hauptstadt Peking geht. Doch warum engagieren sich die Knappen überhaupt im Fernen Osten? Der Versuch einer Erklärung.

China ist das bevölkerungsreichste und gemessen an seiner Gesamtfläche das viertgrößte Land der Erde. 1,4 Milliarden (oder ausgeschrieben 1.400.000.000) Menschen leben in der Volksrepublik. Das sind knapp 17-mal so viele Einwohner, wie Deutschland sie hat. Doch China ist nicht nur groß, sondern auch politisch und wirtschaftlich sehr bedeutend. Und es wächst – in allen Bereichen.

Das chinesische Volk ist fußballverrückt

Der rasende Fortschritt macht sich zunehmend auch im Fußball bemerkbar. Das Spiel mit dem runden Leder wird in China immer beliebter, wie unsere Profis beim begeisterten Empfang am Flughafen selbst erlebt haben. Doch der chinesische Fußball tut sich noch schwer. Vielerorts mangelt es zum Beispiel am notwendigen Fachwissen, um junge Talente früh zu erkennen und effektiv zu fördern. Viele chinesische Vereine suchen sich deshalb Hilfe aus dem fußballerfahrenen Europa.

Kicken lernen mit Asamoah

Deshalb hat auch Hebei China Fortune FC eine „strategische Partnerschaft“ mit dem FC Schalke 04 abgeschlossen. Das heißt, die Knappen helfen dem Club aus der höchsten chinesischen Liga dabei, eine neue Jugendabteilung nach dem Vorbild der Schalker Knappenschmiede aufzubauen. Die Königsblauen schicken zum Beispiel eigene Trainer nach China oder bieten Trainingscamps an. An einem solchen hat auf der Reise Gerald Asamoah mitgewirkt. Dafür bekommen die Schalker im Gegenzug Geld, das wir wieder in unseren eigenen Verein investieren können. Eine Win-Win-Situation.

Wie eine große Klassenfahrt

Doch auch unsere eigenen Profis können noch viel während der China-Reisen lernen. Sie sammeln viele neue Eindrücke von einer fremden Kultur und lernen sich gegenseitig besser kennen. Das ist gerade für unsere mitgereisten Neuzugänge wie Steven Skrzybski oder Omar Mascarell wichtig. Ihr könnt euch das am besten wie eine große Klassenfahrt vorstellen.

Gefühlte Temperaturen wie in der Sauna

Auch aus sportlicher Sicht ist die China-Reise wichtig. So stehen in diesem Jahr neben mehreren Trainingseinheiten wieder zwei Testspiele auf dem Programm: Das erste gegen den FC Southampton in Kunshan, das zweite in Lángfāng gegen Hebei China Fortune FC. Die äußeren Bedingungen sind dabei nicht ideal: In China ist es zu dieser Jahreszeit sehr warm und die Luftfeuchtigkeit sehr hoch. „Das ist so, als wenn du in der Sauna sitzt und einer hält noch den Föhn rein“, hat das Bastian Oczipka letztes Jahr mal beschrieben.

Der Aufwand lohnt sich

Das klingt alles so fürchterlich aufwendig und teuer, denkt ihr euch jetzt bestimmt. Und ihr habt Recht. Doch der große Aufwand lohnt sich: Schalke will weiter wachsen. Und das geht momentan nirgendwo besser als in China. Die Sponsoren Hisense, dem wir unseren großen Videowürfel in der VELTINS-Arena zu verdanken haben, und Huawei, ein großer Smartphone-Hersteller, kommen beispielsweise aus China. Unser neuer Partner KONAMI, von dem einige von euch bestimmt das Fußballspiel „Pro Evolution Soccer“ kennen, hat seinen Sitz im benachbarten Japan.

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