Glückauf-Kampfbahn

Für viele Schalker ist sie immer noch die Heimat des Vereins: die Glückauf-Kampfbahn. Auf einem Zechengelände in den 1920er-Jahren in Eigenarbeit errichtet, versinnbildlicht sie immer noch das „alte Schalke“, den Knappenverein, der von den Funktionären aus den umliegenden Großstädten als „Polacken- und Proletenverein“ verachtet wurde und dann in den 1930er- und 1940er-Jahren innerhalb kürzester Zeit sechs Meistertitel ins Revier holen konnte.

Obwohl eigentlich nur für knapp 35.000 Zuschauer ausgelegt, drängten sich teilweise bis zu 70.000 Menschen in der Glückauf-Kampfbahn. Beispielsweise beim 1:0 in einem Freundschaftsspiel (!) gegen Fortuna Düsseldorf im Jahr 1931, als die Schalker Mannschaft nach einer Verbandssperre erstmals wieder in Originalbesetzung spielen konnte. Sämtliche deutsche Meistertitel wurden in der Glückauf-Kampfbahn errungen. Und ihr Name ist untrennbar mit dem Begriff des „Schalker Kreisels“ verbunden, der Europas Fußballexperten begeisterte.

Mit dem Umzug ins Parkstadion endete die ruhmreiche Zeit der Glückauf-Kampfbahn. Nach dem letzten Bundesligaspiel 1973 gegen den HSV wurde das Stadion nur noch für Amateur- und Jugendspiele genutzt. Die Tribünen verfielen zusehends. Die Idee, in der Glückauf-Kampfbahn ein Fußballmuseum einzurichten, konnte aus Geldmangel nicht realisiert werden, und Ende der 1980er-Jahre wurden die Tribünen mit Ausnahme der denkmalgeschützten Haupttribüne abgetragen und in Erdwälle verwandelt.

Anlässlich der WM 2006 wurde die Glückauf-Kampfbahn teilrenoviert und diente fürs „Public Viewing“ als Großveranstaltungsstätte. Anschließend wurde auf dem Hauptspielfeld ein Kunstrasenplatz errichtet.

Heutzutage ist die Glückauf-Kampfbahn feste Station, wenn der Verein neue Spieler oder Trainer auf den Spuren der Vereinsgeschichte durch das „alte Schalke“ führt, um sie auf den Mythos des Kumpel- und Malocherclubs einzustimmen.