0:1 gegen Frankfurt - S04 verpasst Einzug ins Pokalfinale

Das Endspiel des DFB-Pokals findet ohne den FC Schalke 04 statt. Im Halbfinale unterlag die Mannschaft von Chef-Trainer Domenico Tedesco am Mittwoch (18.4.) mit 0:1 gegen Eintracht Frankfurt, die nach 2017 erneut das Ticket für das Finale in Berlin lösen konnte. Das goldene Tor für die Hessen, die am 19. Mai im Olympiastadion auf Bayern München treffen, erzielte Luka Jovic eine Viertelstunde vor dem Schlusspfiff.

Pjaca beginnt für Konoplyanka

Nach dem überzeugenden 2:0-Erfolg im Derby gab es in der Startelf lediglich einen Wechsel. Yevhen Konoplyanka, der gegen die Schwarz-Gelben das erste Tor erzielt hatte, nahm auf der Bank Platz. Für den Ukrainer, der im Verlauf der zweiten Hälfte eingewechselt wurde, begann Marko Pjaca.

Kaum Abschlüsse im ersten Durchgang

Beide Mannschaften starteten hochmotiviert und suchten die Zweikämpfe, gingen dabei im Angriffsspiel aber noch nicht das ganz große Risiko. Daher spielte sich ein Großteil des Geschehens im ersten Durchgang vorrangig im mittleren Drittel des Platzes ab. Defensiv standen beide Teams sehr stabil, sodass kaum Strafraumszenen notiert werden konnten.

Ihre beiden besten Möglichkeiten hatten die Knappen in der 32. Minute. Nachdem die Eintracht eine Hereingabe von Leon Goretzka vor die Füße von Daniel Caligiuri abgewehrt hatte, schloss der Deutsch-Italiener aus 22 Metern ab. Frankfurts Kapitän David Abraham fälschte die Kugel dabei gefährlich gegen die Laufrichtung von Lukas Hradecky ab, letztlich landete der Ball aber wenige Zentimeter neben dem linken Pfosten. Die daraus resultierende Ecke, getreten von Daniel Caligiuri, landete auf dem Kopf von Guido Burgstaller, dessen Abschluss der SGE-Keeper mit den Fäusten über die Latte lenkte. Die Hessen schafften es vor dem Pausenpfiff indes nicht, Ralf Fährmann wirklich ernsthaft zu prüfen.

Jovic trifft mit der Hacke

Am Geschehen änderte sich auch nach Wiederanpfiff zunächst nicht viel. Allerdings erspielten sich die Frankfurter in den ersten Minuten des zweiten Spielabschnitts ein leichtes optisches Übergewicht. Nach rund einer Stunde Spielzeit erhöhten die Königsblauen dann aber die Schlagzahl. Binnen kürzester Zeit kamen Guido Burgstaller (67.) und Yevhen Konoplyanka (68.) aus aussichtsreichen Positionen im Sechzehner zum Abschluss, beide Male aber war Lukas Hradecky mit starken Reaktionen zur Stelle.

Die Eintracht hatte in der 75. Minute mehr Glück. Luka Jovic kam nach einem Eckstoß von Jonathan de Guzman mit der Hacke an den Ball und bugsierte das Leder zur Frankfurter Führung in die Maschen. Beinahe wäre Guido Burgstaller keine 120 Sekunden später die perfekte Antwort gelungen. Bei seinem vermeintlichen Ausgleichstreffer stand der Österreicher allerdings im Abseits, sodass das Tor nicht zählte. Eine korrekte Entscheidung von Schiedsrichter Robert Hartmann.

Wenig später stand der Unparteiische aus Wangen erneut im Mittelpunkt, als er dem gerade einmal 33 Sekunden zuvor eingewechselten Gelson Fernandes nach Rücksprache mit dem Videoassistenten die Rote Karte zeigte. Der Frankfurter hatte ein hartes Foulspiel an Leon Goretzka begangen (81.). In Überzahl drückte Schalke auf den Ausgleich und traf in Person von Franco Di Santo in der vierten Minute der Nachspielzeit in die Maschen. Doch das Tor zählte nicht. Robert Hartmann hatte bei der Ballannahme vor dem Abschluss des Argentiniers ein Handspiel erkannt. Eine ganz knifflige Entscheidung. Kurz danach ertönte der Schlusspfiff, bei dem Frankfurts Spieler jubelnd die Fäuste hoben, während die Knappen enttäuscht zu Boden sanken.

In der Liga geht’s in Köln weiter

Für Naldo und Co. gilt es nun, nach der Enttäuschung über den verpassten Einzug ins Finale schnellstmöglich zu regenerieren. Denn bereits am Sonntag (22.4.) um 18 Uhr wartet mit dem Auswärtsspiel beim 1. FC Köln die nächste Aufgabe in der Bundesliga, die es erfolgreich zu bewältigen gilt.

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