Was in der Sommerpause geschah... Teil 2

Warum eine sechsköpfige Delegation der Schalker Tischtennisabteilung nach Cottbus reiste und was es mit 100.000 Schalkern an einem Tischtennistisch auf sich hat, erfahrt Ihr in diesem Teil unserer Reihe "Was in der Sommerpause geschah...".

Das ITAC (Internationales Tischtennis-Turnier Automation 86 Cottbus)

Anlässlich des 50. Jubiläums der Tischtennis-Abteilung von Automation 86 Cottbus und des 30. Jubiläums des ITAC lud Organisator Klaus Lehmann wieder Vereine aus ganz Europa und Deutschland ein. Die Schalker durften zum ersten Mal an diesem Turnier teilnehmen, die Knappen repräsentierten damit Gelsenkirchen als Cottbusser Partnerstadt.

Angereist am Mittwoch erwarteten Abteilungsleiter Pascal Krusch, Trainer Marcel Krusch sowie die Spieler Andreas Mahl, Lukas Karmann, Kevin Braun und Teepagorn Saengjan vier spannende Tage voller Programm. Der Donnerstag stand ganz im Zeichen des Kennenlernens und Austausch der verschiedenen Teams und Nationalitäten. Mannschaften aus Finnland, Schweden, Bulgarien, Polen, der Slowakei, Österreich, Frankreich und Deutschland waren nach Cottbus gereist, um Klaus Lehmanns Ruf zu folgen. Bei der Besichtung des Braunkohlekraftwerks Jänschwalde sollten die Teilnehmer des Turniers einen kleinen Einblick in Methodik der Stromerzeugung und sogar einen kleinen Rückblick in die bewegte Geschichte der Region bekommen. Anschließend ging es für alle in Richtung Spree, wo schon drei Boote auf die Gruppe warteten. Bei tollem Wetter und bester Bewirtung genossen alle die Fahrt durch den schönen Spreewald.

Wirklich ernst wurde es dann am Freitag. Der Mannschafts-Wettkampf des ITAC stand an. Schalke in der Aufstellung Mahl, Karmann, Braun und Saengjan starteten in einer Gruppe mit Teams aus Schweden, Bulgarien (mit Gastspielern aus Saarbrücken, Cottbus und vom S04 – Marcel Krusch -), Frankreich und dem All-Star-Team des 96er Regionalliga-Meisters Automation 86 Cottbus (Automation 96). Gespielt wurden jeweils zwei Doppel und 4 Einzel. Eine verkürzte Version des Bundessystems also. Die Schalker starteten mit einem 4:2 Sieg gegen das schwedische Team ins Turnier, es folgten jedoch gleich drei deutliche Niederlagen 1:5 vs. Montreuil, 0:6 vs. Košice und 1:5 vs. Automation 96). Im abschließenden Spiel gegen das bulgarische Team aus Momtschilgrad (mit Marcel Krusch als Ersatz). Ein Unentschieden hätte den Schalker genügt, um den vierten Platz zu sichern. Leider sollte es anders kommen. Den Ausschlag gab schlussendlich das Spiel zwischen zwei Schalkern, dass der für Bulgarien aushelfende Marcel Krusch gegen Teepagorn Saengjan gewann. Ausgerechnet ein Schalker vermieste es dem eigenen Team. Der fünfte Platz in der Gruppe führt dazu, dass die Knappen nun um den 9. Platz der Gesamtwertung spielen sollten. Dieses Spiel gewannen die Königsblauen souverän mit 5:1 gegen die Mannschaft aus dem schönen Wien.

In den beiden darauffolgenden Tagen wurden die Einzel- und Doppelwettbewerbe ausgetragen. Außer stand am Samstagabend noch etwas ganz Besonderes auf dem Plan. Aber erst einmal zum Sportlichen: Aufgrund einiger Absagen anderer Teams waren noch Plätze im Teilnehmerfeld frei geblieben, so dass auch Pascal und Marcel Krusch an den Wettkämpfen teilnahmen. Sechs Schalker traten nun also Samstag an, um es möglichst weit zu schaffen. Doch nur zweien sollte der Sprung aus der Gruppe gelingen. Andreas Mahl und Kevin Braun zogen in die erste KO-Runde ein. Für beide Schalker sollte aber die erste Runde gleich das Ende des Einzelwettbewerbes bedeuten. Sowohl Braun als auch Mahl bekamen gleich zu Beginn recht hoch eingeschätzte Gegner zu gelost und musste diesen schlussendlich zum Sieg gratulieren.

Marcel Krusch, Teepagorn Saengjan, Pascal Krusch und Lukas Karmann mussten den Gang in die Trostrunde antreten. Dort war nur für Saengjan schon in der ersten Runde Schluss, die übrigen drei Königsblauen erreichten jeweils das Viertelfinale. Während für Lukas Karmann dort knapp seinem französischen Widersacher unterlag, stand im Brüder-internen Duell schon ein Schalker als Halbfinalist fest. Marcel Krusch bezwang seinen Bruder Pascal in drei Sätzen und konnte auch das Halbfinale gewinnen. Im Finale der Trostrunde gegen den früheren Regionalliga-Spieler Holm Kirsten blieb er allerdings chancenlos, konnte sich aber über den zweiten Platz freuen.

Im Doppel standen die Knappen ebenfalls kurz vor Medaillen, Mahl/Karmann mussten sich erst im Viertfinale den Zweitplatzierten Slowaken geschlagen geben. Braun/Saengjan verloren im Achtelfinale gegen die späteren Sieger aus Finnland. Die Krusch-Brüder musste bereits in der ersten Runde mit ihren Partnern die Segeln streichen.

Ein weiteres Highlight des Turniers sollte am Samstag nach dem ersten Teil des Einzelturniers auf alle Teilnehmer sowie weitere Mitglieder von Automation Cottbus und sogar hochrangige Gäste warten. Unter den Augen des DTTB-Präsidenten, dem Präsidenten des Brandenburger Landessportbund und weiteren hochkarätigen Gästen luden die Tischtennis-Abteilung von Automation 86 Cottbus und Klaus Lehmann alle Anwesenden zur 50-Jahr Feier ein. Ein Abend im Zeichen des Tischtennis-Sports und ganz besonders auch Klaus Lehmanns.

An dieser Stelle gilt noch einmal ein ganz besonderer Dank an Klaus Lehmann, der Tischtennis-Abteilung von Automation Cottbus und allen beteiligten Helfern und Sponsoren, die dieses außergewöhnliche Turnier monatelang geplant und vorbereitet haben.

 

Hinweis: Eine Bildergalerie befindet sich am Ende des Artikels

Schalke-Tag 2019

Am 11.08. zog es wieder rund 100.000 Schalker in den Schatten der Arena. Grund war der jährliche Schalke-Tag, an dem sich der Verein seinen Mitgliedern vorstellt. Auch die Tischtennis-Abteilung des S04 durfte sich mit einem eigenen Stand präsentieren. An 2 Tischen und 3 Mini-Tischen, sowie einem Roboter, konnte sich jedermann mal mit dem kleinen, weißen Ball ausprobieren. Auch die Profis Ozan Kabak und Salif Sane, sowie Co-Trainer Christoph Bühler, besuchten den Tischtennis-Stand, schrieben fleißig Autogramme und zeigten ihr Talent am Tischtennistisch. Nach 6 Stunden im strahlenden Sonneschein und tausenden gespielten Bällen am TT-Roboter endete ein gelungener Saisonauftakt.

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