„Anne Theke“ mit Peter Peters begeistert Fans

Am Dienstagabend (31.5.) begrüßte die Abteilung Fanbelange im ehemaligen Tabakladen der beiden Fußballidole Ernst Kuzorra und Stan Libuda mit Peter Peters erstmals ein Vorstandsmitglied der Königsblauen. Der blendend aufgelegte Finanzvorstand wurde von zwölf ausgewählten Fans mit Fragen zu allen erdenklichen Fragen gelöchert.

Zu Beginn blickte Peters noch einmal auf die vergangene Saison und deren oft als „durchwachsen“ oder gar „schlecht“ empfundene Wahrnehmung in der Öffentlichkeit zurück. Peters erinnerte dabei insbesondere daran, dass der S04 in den letzten Jahren durchgängig international vertreten war und dadurch Punkte für die 5-Jahres-Wertung der UEFA gesammelt hat. „Wir stehen dort vor Vereinen wie Inter Mailand, Liverpool oder Manchester United, die früher als viel größer als Schalke empfundenen wurden – so schlecht können wir nicht gearbeitet haben“, sagte Peters.

Danach betonte er, dass der in den vergangenen Jahren eingeschlagene Weg des sportlichen Erfolges bei gleichzeitiger finanzieller Konsolidierung des Vereins auch zukünftig fortgesetzt werden soll. Peters: „Unser Credo ist: Wir wollen genug Geld für die Mannschaft zur Verfügung stellen und gleichzeitig Verbindlichkeiten abbauen.“ Im Laufe der Jahre könne es immer passieren, dass ein Club mit höherem Etat wie der VfL Wolfsburg hinter den Königsblauen und einer mit geringerem Budget wie Mainz im Wettbewerb mit dem S04 stehen kann.

Ein nicht-sportliches Thema, das die Fans stark interessierte, war der laufende Umbau des Berger Feldes. Dass dieser eine gewisse Zeit benötigt, liegt laut Peters vor allen daran, dass für die Schalker Verantwortlichen Nachhaltigkeit vor Schnelligkeit geht. Deshalb wurde nach ersten Ideen zum Umbau zunächst der Architektenwettbewerb zur Überplanung des gesamten Vereinsgeländes durchgeführt, eine seriöse Abschnittsplanung vollzogen und Anfang 2015 mit den Arbeiten begonnen. Peters: „Wir möchten ja etwas bauen, das lange hält und auch in 15 Jahren noch modern ist.“

Gegen Ende der Diskussion blickte der seit 1993 beim S04 tätige Peters zurück in die Vergangenheit, insbesondere die Zeit der Arena-Planung und -Finanzierung. „Es war schon ein unfassbar großes Wagnis, das wir damals mit der Stadionfinanzierung gestemmt haben, das hat einem schon schlaflose Nächte bereitet“, erinnerte sich der damalige Geschäftsführer. Die Zusammenarbeit mit Rudi Assauer in den Gesprächen mit den Banken habe immer nach dem gleichen Muster funktioniert: „Rudi hat ein paar Dönekes gemacht und ich musste dann die Fakten präsentieren – das war die perfekte Rollenteilung.“ In diesem Zusammenhang betonte Peters: „So ein gigantisches Projekt war nur möglich, weil alle Verantwortlichen und Gremien an einem Strang gezogen haben und sich einig waren. Eine solche Einigkeit ist auch weiterhin für die zukünftige Entwicklung des Vereins enorm wichtig.“

Nach 90 Minuten plus Nachspielzeit blieben keine Fragen mehr offen. Im Anschluss blieb noch genügend Zeit für Erinnerungsfotos, Autogramme und natürlich auch ein wenig Smalltalk. Bei dem einen oder anderen Kaltgetränk und leckerer Currywurst klang der Abend dann locker aus.