„Anne Theke“ mit Thomas Kruse und Mathias Schipper

Am Dienstagabend (29.9.) begrüßte die Abteilung Fanbelange im ehemaligen Tabakladen der beiden Fußballidole Ernst Kuzorra und Stan Libuda zwölf ausgewählte Fans, um einen lustig-launigen Abend mit den beiden Ur-Schalkern Thomas Kruse und Mathias Schipper zu verbringen und diese mit allen erdenklichen Fragen zu löchern.

„Anne Theke“ mit Thomas Kruse und Mathias Schipper

Zu Beginn wurde die damalige Jugendarbeit vorgestellt und mit der heutigen Knappenschmiede verglichen. Bereits vor der Knappenschmiede gab es eine gute Ausbildung im Jugendbereich, immerhin konnten Mathias Schipper und Thomas Kruse 1976 mit der A-Jugend Deutscher Meister werden. Wie wurden die beiden entdeckt, gab es einen Fahrdienst oder gar wie heute ein Internat? Wie waren der Trainingsumfang und die Intensität zu den Vorgängervereinen? Wie gestalteten sich die Betreuung und der Austausch mit der damaligen Profiabteilung?

Natürlich wurde auch über das Endspiel gegen RWE im Stadion Schloss Strünkede in Herne gesprochen. Im Zuge des Finales sinnierte Thomas Kruse: „Ich weiß gar nicht, ob die nach der Anfangsphase mal am Ball waren“. Sämtliche Themen aus der Jugendzeit der beiden Schalker kamen auf den Tisch und immer wieder gab es neugierige Nachfragen.

Danach standen der Wechsel in die Profi-Abteilung sowie die Anfangsjahre im Fokus. Mathias Schipper verzeichnete bereits als A-Jugendlicher seinen ersten Einsatz (1976 gegen den HSV) und erzählte von seiner unglaublichen Nervosität. In der Saison 1978/1979 spielte er in jedem Bundesligaspiel, umso verwunderlicher der Wechsel im Anschluss nach Aachen. Kruse war zu Beginn seiner Karriere abgeklärter und gut auf die Situation vorbereitet. Er debütierte 1978/1979 auf dem Bökelberg.

Im weiteren Verlauf thematisierten beide Schalker sowohl ihre persönlichen Highlights, vom legendären 6:6 gegen die Bayern 1984, von den Aufstiegen und der Euphorie im Schalker Umfeld, als auch ihre Enttäuschungen bei den Abstiegen oder Schippers Vereinswechsel nach Aachen. Mathias Schipper erzählte interessante Anekdoten von den internationalen Spielen gegen Florenz und Magdeburg. „Hier hätte sich der liebe Charly Neumann das eine oder andere Mal mehr im Hintergrund halten sollen.“, erklärte Mathias Schipper. Kruse und Schipper spielten noch bis zur Saison 1987/88 gemeinsam auf Schalke.

In über 90 Minuten verrieten die ehemaligen Spieler einige lustige und interessante Geschichten von Vorständen, Trainern und Mitspielern. Am Ende blieben keine Fragen mehr offen. Im Anschluss blieb noch genügend Zeit für Erinnerungsfotos und Autogramme. Bei dem einen oder anderen Kaltgetränk und leckeren Frikadellen klang der Abend dann locker aus.

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