Ein Schalker aus Berlin – Steven Skrzybski bei „Anne Theke“

Bei der ersten Ausgabe von „Anne Theke“ in der laufenden Saison konnte die Abteilung Fanbelange mit Steven Skrzybski einen Neuzugang des S04 begrüßen. Das Interesse der Fans an einer Teilnahme am Talk in kleiner Runde war besonders groß, denn vom Ex-Unioner aus Berlin ist allgemein bekannt, dass er Schalker ist und so hatten sich zahlreiche Interessenten dafür beworben.

So lautete wenig verwunderlich eine der ersten Fragen, wie denn seine Gefühle waren, als er von der Anfrage seines Herzensvereins erfuhr. Skrzybski berichtete augenzwinkernd: „Ich war mit meiner Freundin in London im Urlaub, als ich davon erfahren habe. Die Gespräche waren vorher schon geführt worden. Da meine Berater wussten, wie ich zu dem Verein stehe, haben sie es mir erst relativ spät gesagt, als alles fix war. Ich hätte eh „alles“ unterschrieben, weil ein Traum für mich in Erfüllung gegangen ist.“

In der Folge entspannte sich eine lockere Gesprächsrunde, in der kaum ein Thema ausgelassen wurde. So berichtete Skrzybski vom Pokalfinale 2001, als er mit blau-weißer Gesichtsfarbe mitten im Union-Block war. „Ein bisschen war es schon ein komisches Gefühl, aber einem Achtjährigen tut ja keiner was“, konnte er sich noch gut erinnern. Ebenso gut im Kopf hatte er noch den ersten Spielernamen auf seinem Trikot: „Das war Olaf Thon, den fand ich damals cool, zumal er wie ich auch nicht so die große Körpergröße hatte.“

Kontakt mit einem Prominenten hatte er dann später in der C-Jugend, denn Sänger Tim Bendzko war dort sein Co-Trainer. „Er konnte schon immer besser singen als kicken. Im Trainingslager hat er dann in jedem Zimmer sein Morgenlied gesungen, er ist als Typ sehr lustig“, meinte Skrzybski lachend.

In der Folge ging es um die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Berlin und dem Ruhrgebiet, eigene Rituale, die aktuelle sportliche Situation und wie er sich auf Spiele vorbereitet. Hierbei ist der Offensivmann sehr akribisch, er erzählte: „Ich beschäftige mich vorher immer mit den Gegenspielern und ganz besonders mit den Stärken und Schwächen der Torhüter. Welcher besonders schnell? Welcher ist vielleicht etwas leichter zu tunneln?“

Die Frage, ob er jetzt in Gelsenkirchen erkannt wird und prominent sei, konnte Skrzybski humorvoll beantworten: „Mich erkennt hier kein Schwein, ich habe echt ein ruhiges Leben.“ Nach einem Spiel sei einmal ein Fan zu ihm gekommen, habe ein Autogramm bekommen und gesagt: „Danke, Herr Schöpf.“ So verging über eine Stunde wie im Flug und der Abend klang mit zahlreichen Erinnerungsfotos und einer Portion leckerer Currywurst aus.

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