Kurzweiliger Nachmittagstalk mit Fährmann und Goretzka

Zum ersten Mal in der neuen Saison lud die Abteilung Fanbelange am Samstag (30.9.) wieder zur beliebten Talkrunde „Anne Theke“, bei der Fans die Gelegenheit haben, im kleinen Kreis mit Spielern oder Verantwortlichen zu sprechen. Diesmal waren Kapitän Ralf Fährmann und Nationalspieler Leon Goretzka zu Gast, die interessante sportliche und private Einblicke boten und kaum ein Thema ausließen.

Zum Beginn der Runde ging der Blick zunächst zurück auf das Spiel vom Vorabend gegen Bayer Leverkusen. „Es war ein gutes Spiel beider Mannschaften, bei dem es uns leider nicht gelungen ist, uns zu belohnen. Aber ich denke, dass man eine Entwicklung in der Mannschaft gesehen hat“, fasste Ralf Fährmann das 1:1 gegen die Rheinländer zusammen.

Leon Goretzka haderte ein wenig mit der Szene, als die Partie fast drei Minuten unterbrochen war und die ganze VELTINS-Arena eine Elfmeter-Entscheidung zugunsten von Guido Burgstaller erwartete, doch am Ende nur eine Verwarnung für Oczipka stand. „Vor der Saison hat man uns gesagt, dass es den Videoschiedsrichter nur bei spielentscheidenden Situationen gibt. Da wurde dann gestern so viel Zeit für eine Gelbe Karte verschwendet in einer Phase, wo wir eine gute Drucksituation hatten“, so der Mittelfeldspieler.

Dass die Unterstützung der Fans gegen die Farbenstädter wieder gepasst hatte, betonten beide Spieler. Goretzka: „Gestern in unserer Druckphase hat die Arena ja wieder richtig gebebt. Ich habe mich in der Nationalmannschaft und den Jugendnationalmannschaften mit anderen Spielern unterhalten, und für die ist es wegen der Atmosphäre sehr unangenehm auf Schalke zu spielen.“ Ralf Fährmann ergänzte: „Die Unterstützung kann uns richtig Kraft geben, gerade auch in schwierigen Phasen. Wir haben halt richtig echte Heimspiele – in Wolfsburg, Hoffenheim oder Leverkusen kommt ja nicht ganz so viel.“

Ein Thema bei den Anhängern war natürlich auch der Trainerwechsel vor der Saison. So antwortete Ralf Fährmann auf die Frage, ob es für ihn ein Problem sein, dass der Trainer nur drei Jahre älter ist als er selbst: „Das merke ich überhaupt nicht. Wenn man mit dem Trainer über Fußball spricht, dann denkt man, er ist schon 20 Jahre im Geschäft – man merkt gar nicht, dass er noch so jung ist.“ Goretzka fügte hinzu: „Unserem Trainer wurde ja schon vorab eine große soziale Kompetenz bescheinigt, das kann ich auch absolut bestätigen“. Zudem betonte er die Bedeutung der Baumaßnahmen auf Berger Feld: „Es ist auch gut, dass wir jetzt den neuen Kabinenbereich bezogen haben, es ist jetzt alles geschlossener und enger zusammen.“

Bei den Fans ging der Blick dann schon einige Wochen voraus zum Gastspiel bei den Schwarz-Gelben. Auf die Frage, ob diese Partie denn auch für die Spieler etwas Besonderes sei, hatte Ralf Fährmann eine klare Antwort parat. „Das spürt man nicht erst in den Tagen, sondern eher schon Wochen vorher. Während man sich bei anderen Spielen schon mal pushen muss, muss man vorm Derby eher runterfahren, damit man nicht überpaced und schon in den ersten Minuten eine Karte kassiert“, so der Torhüter.

Nach einer guten Stunde mit weiteren Themen und einem interessanten Meinungsaustausch ging die Runde bei Frikadellen, Currywurst und Kartoffelsalat zu Ende – natürlich nicht ohne dass vorher noch zahlreiche Autogramme, Erinnerungsfotos und Videos mit den beiden Spielern gemacht wurden. Am Ende waren sich alle einig: „Anne Theke“ ist eine tolle Veranstaltung, die es in dieser Form bei keinem anderen Verein gibt und die einfach zu Schalke passt.

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