Schöner Abend mit ostwestfälisch-fränkischem Duo

Am Mittwoch (28.2.) hatte die Abteilung Fanbelange erneut zum Talk in kleiner Runde mit einem Dutzend Fans "Anne Theke" in den Tabakladen auf der Schalker Meile eingeladen. Diesmal standen mit Alexander Nübel und Cedric Teuchert zwei junge Spieler der Königsblauen im Mittelpunkt.

Zum Einstieg fragte eine Trainingsbesucherin: „Ich muss gestehen, ich bin heute vorzeitig gegangen – wie haltet ihr das bei der Kälte aus?“ Alexander Nübel erklärte: „Wir machen uns erst in der Halle warm, bevor wir rausgehen und versuchen, auf dem Platz in Bewegung zu bleiben. Nach dem Training gehe ich dann auch gerne noch in die Sauna.“

Natürlich wollten die Fans auch wissen, wie der Wechsel von Cedric Teuchert vom 1. FC Nürnberg zum S04 zustande gekommen ist. Der gebürtige Franke zeigte sich auskunftsfreudig: „Domenico Tedesco hat mich Ende letzten Jahres kontaktiert und gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, auf Schalke zu spielen. Danach haben wir uns persönlich getroffen und weiter telefoniert. Ich habe mich natürlich auch bei meinem ehemaligen Mitspieler Alessandro Schöpf erkundigt, wie die Mannschaft, der Trainerstab, das Umfeld und die Fans sind. Danach war es eine leichte Entscheidung. Ich wohne seit drei Wochen in Buer und fühle mich wohl.“

Alexander Nübel ist schon seit Sommer 2015 bei den Königsblauen und war vorher in seiner ostwestfälischen Heimat beim SC Paderborn aktiv. Über seinen eher ungewöhnlichen Weg ins Tor berichtete Nübel: „Ich bin als Feldspieler von meinem Heimatverein nach Paderborn geholt worden und war bis zur U14 im Mittelfeld aktiv. Als dann ein Torwart verletzt war, habe ich das mal ausprobiert, es lief ganz gut. Dann musste ich mich entscheiden und bin im Tor geblieben. Mein späterer Wechsel auf Schalke kam durch Andre Breitenreiter und sein Team zustande, die mir mit der Möglichkeit, zunächst auch in 2. Mannschaft in der Regionalliga zu spielen, eine gute Perspektive geboten haben.“

Auch auf die Frage nach ihren bisher schönsten Fußballererlebnissen hatten die beiden eine Antwort parat. So sagte Nübel: „Das waren für mich die Spiele bei U21-Nationalmannschaft, es ist ein tolles Gefühl, für Deutschland zu spielen.“ In eine ähnliche Richtung ging Cedric Teuchert: „Bei mir waren es die Spiele bei der U19-Europameisterschaft 2016 – und natürlich das fränkische Derby bei Greuther Fürth in der Hinrunde, wo ich das 1:0 vorbereitet und das 2:0 geschossen habe.“

Nachdem die sportlichen Fragen erst einmal geklärt waren, wurde es persönlicher. Für einen Lacher im Raum sorgte erst einmal die Frage, in welcher Fußballbettwäsche die beiden früher geschlafen hätten. Ganz heimatverbunden war dies bei Nübel der SC Paderborn, während Teuchert beichtete: „Ich muss ehrlich sagen, es war als Kind Bayern-Bettwäsche… im Internat in Nürnberg gab es dann natürlich Club-Bettwäsche und ich identifiziere mich auch nach wie vor mit dem FCN.“

Die Fans wollten natürlich auch wissen, ob und welche sportlichen Vorbilder vorhanden waren. Nübel nannte zwei auf Schalke gut bekannte Spieler, er sagte: „Als Torwart war Jens Lehmann mein Vorbild, außerdem Kevin Kuranyi.“ Cedric Teuchert war hingegen außerhalb des Fußballs aktiv: „Ich habe auch erfolgreich Tennis gespielt, deshalb war Roger Federer mein Vorbild.“

Nach zahlreichen weiteren Einblicken und einem regen Austausch zwischen Spielern und Fans ging dann nach gut anderthalb Stunden ein interessanter Abend im Tabakladen mit Fotos, Autogrammen, Currywurst und Kaltgetränken zu Ende.

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