Erste Saisonniederlage für S04-Frauen in Bielefeld

Team I muss erste Saisonniederlage hinnehmen: Die Schalkerinnen haben ihr Auswärtsspiel bei Arminia Bielefeld mit 1:2 (0:2) verloren. Nach einem 0:2-Rückstand zur Pause verkürzte Jolina Opladen im zweiten Durchgang auf 1:2. Trotz einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit gelang den Königsblauen der Ausgleich nicht mehr.

Pia Rybacki treibt den Ball

Die Partie begann zunächst ausgeglichen, beide Teams schenkten sich wenig. Den ersten Torschuss des Tages verbuchten die Schalkerinnen: Nach einer schönen Kombination kam Mariella Münster in der 14. Minute zum Abschluss. Ihr Schuss geriet allerdings zu zentral und stellte Bielefelds Torhüterin Johanna Wende vor keine Probleme. In der Folge fand S04 zunehmend weniger Zugriff auf die Partie. Vor allem in den Zweikämpfen fehlte es an Präsenz, sodass die Schalkerinnen viele Duelle verloren und den Gastgeberinnen zu viel Raum ließen. Das nutzte Arminia Bielefeld in der 17. Minute zur Führung: Marie Glose eroberte im Mittelfeld den Ball und setzte Emelie Klingen in Szene. Klingen ließ Lilly Stojan stehen und traf über Josefine Osigus hinweg zum 1:0. 

Die Schalkerinnen ließen sich davon aber nicht entmutigen und suchten direkt den Weg nach vorne. Nach einer Flanke von Maike Berentzen kam Bonny Lammers zum Abschluss, verfehlte das Tor jedoch knapp (22.). Nur drei Minuten später ergab sich die nächste Möglichkeit: Lea Wilting eroberte den Ball und bediente Jolina Opladen auf dem Flügel. Die Angreiferin zog nach innen und schloss ab, doch Wende parierte den Versuch (25.). 

Doch statt des möglichen Ausgleichs mussten die Schalkerinnen in der 37. Minute den nächsten Gegentreffer hinnehmen: Sophia Pauli zog aus der Distanz ab. Der Ball senkte sich sehenswert ins Tor, Osigus kam zwar noch mit den Fingerspitzen heran, konnte den Treffer zum 2:0 für Bielefeld aber nicht mehr verhindern. 

Kurz vor der Pause bewahrte Keeperin Osigus ihre Mannschaft vor einem höheren Rückstand. Sophia Thiemann lief in der 39. Minute allein auf das Schalker Tor zu, legte sich den Ball jedoch zu weit vor. Die Torhüterin reagierte aufmerksam, kam rechtzeitig aus ihrem Tor und nahm den Ball auf. Anschließend ging es mit einem Zwei-Tore-Rückstand aus Schalker Sicht in die Kabinen. 

Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die S04-Frauen deutlich verbessert und hielten in den Zweikämpfen besser dagegen. Zwar blieben größere Torchancen in den ersten 15 Minuten zunächst aus, doch die Schalkerinnen fanden zunehmend besser ins Spiel. In der 64. Minute setzte Lilly Stojan ein offensives Zeichen: Nach einem Ballgewinn trieb die Verteidigerin den Ball durch die gegnerische Hälfte bis in den Strafraum und schloss ab. Ihr Abschluss wurde aber zur Ecke geklärt. 

Fünf Minuten später belohnten sich die Königsblauen dann für ihre Bemühungen. Opladen erlief einen zu kurz geratenen Rückpass, umkurvte die Torhüterin und schob zum 1:2-Anschlusstreffer ein (69.). Damit war die Partie wieder offen und die Schalkerinnen witterten die Chance, doch noch etwas Zählbares mitzunehmen. 

In der Schlussphase kamen aber auch die Gastgeberinnen noch einmal gefährlich vor das Schalker Tor. Lisa Lösch trat in der 81. Minute zu einem Freistoß aus zentraler Position an, doch Osigus parierte den Schuss und hielt ihre Mannschaft damit im Spiel. Die Königsblauen warfen in den letzten Minuten noch einmal alles nach vorne, fanden jedoch nicht mehr die nötige Durchschlagskraft, um den Ausgleich zu erzielen. So blieb es beim 2:1 für Arminia Bielefeld und der ersten Saisonniederlage für die S04-Frauen. 

Chef-Trainer Stefan Colmsee ordnete die Leistung seiner Mannschaft nach der Partie ein: „Wir waren in den Zweikämpfen nicht präsent. Bielefeld hat eine hohe körperliche Präsenz gezeigt und sich voll in die Duelle geworfen. Wir haben zu viele Zweikämpfe verloren und dadurch keinen richtigen Zugriff auf das Spiel bekommen. So liegst du zur Halbzeit mit 0:2 zurück. Im zweiten Durchgang haben wir versucht, dagegenzuhalten. Das ist uns auch gut gelungen. Wir waren besser im Spiel, haben es aber spielerisch nicht geschafft, die nötigen Lösungen zu finden, um noch einmal zurückzukommen und etwas Zählbares mitzunehmen. In der ersten Halbzeit waren wir insgesamt nicht präsent genug, weder in den Zweikämpfen noch im Zusammenspiel. Wir müssen von Beginn an unsere Stärken auf den Platz bringen und uns zunächst auf die Basics konzentrieren. Das ist die Grundlage, um ins Spiel zu finden und unsere Qualität zeigen zu können.“ 

Am kommenden Sonntag (18.11.) steht für die Schalkerinnen das nächste Heimspiel an. Um 15 Uhr empfängt Team I den SSV Rhade. 

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