5:0-Heimsieg gegen ungeschlagene Recklinghäuser

Die Schalkerinnen haben sich im Heimspiel gegen den 1. FFC Recklinghausen verdient mit 5:0 durchgesetzt. Ein Tor kurz vor der Halbzeit sowie drei schnelle Treffer nach dem Seitenwechsel ebneten den Weg zum klaren Sieg für S04. Trotz des am Ende ungefährdeten Erfolgs trübten zwei Verletzungen die Freude der Königsblauen.

Dana Salic im Zweikampf

Die Partie begann zunächst ausgeglichen, wobei die Schalkerinnen von Beginn an die spielbestimmende Mannschaft waren. Bereits in der 4. Spielminute setzte Dana Salic Jule von der Laan mit einem verlängerten Ball per Kopf in Szene. Die Flanke der Mittelfeldspielerin landete jedoch in den Armen der Recklinghäuser Torhüterin. Die Gäste kamen in der 14. Minute zu ihrer ersten Möglichkeit: Vanessa Kniszewski zog aus der Distanz ab, setzte ihren Schuss jedoch zu unplatziert an, sodass Julia Matuszek im Schalker Tor keine Probleme hatte. 

Auf der anderen Seite sorgte von der Laan wenig später erneut für Gefahr. In der 20. Minute setzte sie die gegnerische Torhüterin früh unter Druck und zwang sie so zu einem Fehlpass. Salic eroberte den Ball und suchte direkt den Abschluss, scheiterte jedoch ebenfalls an der Recklinghäuser Keeperin. Nur eine Minute später wurde es wieder vor dem Schalker Tor gefährlich: Nele Schmidt klärte einen Angriff der Gäste gerade noch vor der Linie (21.). Wenig später musste Schalke den ersten verletzungsbedingten Wechsel vornehmen. Nach einem Zweikampf im Mittelfeld blieb Mailin Tenhagen verletzt liegen und musste den Platz verlassen. Für sie kam Chaleen Klöß ins Spiel (32.).

Kurz vor dem Halbzeitpfiff erhöhte Königsblau noch einmal den Druck und wurden für ihren Aufwand belohnt. Erneut zwang das Schalker Pressing die Gäste zu einem Fehler. Salic nutzte die Gelegenheit eiskalt, hob den Ball mit ihrem schwächeren Fuß über die herausstürmende Torhüterin und brachte S04 in der zweiten Minute der Nachspielzeit mit 1:0 in Führung (45. +2). 

Mit diesem Erfolgserlebnis im Rücken kamen die Schalkerinnen schwungvoll aus der Kabine. In der 49. Minute bediente Salic Bonny Lammers mit einem Lupfer. Die Stürmerin blieb vor dem Tor eiskalt und erhöhte auf 2:0. Nur vier Minuten später legte die Colmsee-Elf nach: Von der Laan erlief einen langen Ball im Strafraum und legte quer auf Mariella Münster. Die Mittelfeldspielerin zog direkt ab und setzte den Ball über die Torhüterin hinweg zum 3:0 ins Netz (53.). 

Königsblau blieb auch anschließend am Drücker und sorgte nur wenige Minuten später für die Vorentscheidung. Nach einem Eckball in der 56. Minute herrschte im Recklinghäuser Strafraum viel Betrieb. Schmidt behielt den Überblick und drückte den Ball zum 4:0 über die Linie. 

Kurz darauf wurde die Aufgabe für die Schalkerinnen jedoch schwieriger: Klöß, die zuvor bereits Gelb gesehen hatte (50.), foulte in der 58. Minute erneut im Mittelfeld. Die Unparteiische zeigte ihr daraufhin die Gelb-Rote Karte. Team I musste die Schlussphase damit in Unterzahl bestreiten. 

Den anschließenden Freistoß brachte Recklinghausen gefährlich vor das Schalker Tor. Matuszek konnte die Situation zwar entschärfen, verletzte sich dabei jedoch und musste ebenfalls ausgewechselt werden. Für sie kam Josefine Osigus zu ihrem Debüt im Schalke-Trikot (64.).   

Trotz Unterzahl ließ Schalke anschließend nichts mehr anbrennen. Den Schlusspunkt setzte schließlich Alessandra Vogel in der vierten Minute der Nachspielzeit. Lammers setzte sich auf der rechten Seite durch und schickte von der Laan in Richtung Grundlinie. Deren Hereingabe fand Vogel in der Mitte, die nur noch den Fuß hinhalten musste und zum 5:0-Endstand traf. 

Chef-Trainer Stefan Colmsee zeigte sich nach dem Spiel glücklich über die drei Punkte und die Leistung seiner Mannschaft: „Wir haben kämpferisch von der ersten bis zur letzten Minute absolut dagegengehalten. Genau das ist es, was ich immer fordere: über die Basics zu kommen – mit Klarheit in den Zweikämpfen, Bälle zu gewinnen und anschließend sauber weiterzuspielen. Nach der Halbzeit haben wir das Spiel dann schnell auf unsere Seite gezogen. Auch in Unterzahl hatten wir noch sehr gute Spielzüge und richtig gute Laufwege. Das zeigt, welches Potenzial in der Mannschaft steckt. Wir müssen jetzt genau da weitermachen und uns Schritt für Schritt weiter Selbstvertrauen erarbeiten.“

Am kommenden Sonntag (27.9.) steht für die Schalkerinnen die 1. Hauptrunde im DFB-Pokal an: Um 13 Uhr empfängt Team I im Parkstadion die SGS Essen.

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