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Mit Herzblut für den Nachwuchs: Schalker Urgesteine übernehmen das U17-Internat
Seit Anfang Mai haben mit Stephan Jansen und Tanja Keine zwei bekannte Gesichter die Betreuung des U17-Internats von zwei echten Schalker Institutionen übernommen. Ende April wurden schweren Herzens Elke und Peter Nahke in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Die Nahkes haben sich über fast ein Jahrzehnt unermüdlich mit Liebe, Leidenschaft und großem Engagement um den königsblauen Nachwuchs gekümmert. Dafür gebührt ihnen ein riesiges Dankeschön.
Für Stephan und Tanja ist das Berger Feld quasi wie ein zweites Zuhause geworden. Stephan ist bereits seit 2006 auf Schalke im Sicherheitsdienst aktiv und war bis zuletzt als Ordnungsdienstleiter für die Sicherheit der Profimannschaft rund um Trainer Miron Muslic verantwortlich. Seine Partnerin Tanja ist ebenfalls seit vielen Jahren ein fester Bestandteil des Berger Feldes. Seit 2017 war sie im Ordnungsdienst aktiv, zuletzt als Stellvertreterin Stephans. Gemeinsam wagen die beiden nun den Schritt in die Knappenschmiede. Im Internat wohnen und arbeiten sie überwiegend mit den Talenten der Altersklassen von zwölf bis 17 Jahren und begleiten sie auf ihrem Weg in den erwachsenen Fußball.
knappenschmiede.de hat Tanja und Stephan 04 Fragen gestellt:
Ihr übernehmt die Betreuung im Doppelpack. Nehmt uns mal mit: Wer seid ihr und was bringt ihr jeweils mit ins Internat?
Stephan: „Ich bin von Geburt an Schalker. Jahrelang war ich als Leiter für die Sicherheit der Profis zuständig. Früher habe ich neben meinem Job selbst Jugendmannschaften trainiert, und auch während meiner Zeit bei den Profis hat mich die Knappenschmiede immer begeistert. Zu beobachten, wie die jungen Spieler mit der Zeit erwachsen werden und sie auf diesem Weg zu fördern, ist für mich eine großartige Aufgabe.“
Tanja: „Da kann ich Stephan nur zustimmen. Die Arbeit mit jungen Talenten ist für mich ebenfalls etwas ganz Besonderes. Wir beide sind beim Fußball sowieso meist im Doppelpack unterwegs. Ich habe früher meinen eigenen Sohn von den Minikickern bis zur D-Jugend trainiert und selbst aktiv in der Landesliga gespielt.“
Vom Sicherheitsdienst ins Internat, das klingt erst mal nach einer großen Umstellung. Warum seid ihr den Schritt gegangen?
Tanja: „Wir sind beide über 50, da reicht es irgendwann auch mal, bei Wind und Wetter für die Profis draußen unterwegs zu sein. Die Sicherheit der Mannschaft war jahrelang unser gemeinsames „Baby“, da fiel der Abschied nicht leicht. Aber als die Knappenschmiede im letzten Jahr auf uns zugekommen ist und uns gefragt hat, da war für uns nach reichlicher Überlegung klar, dass wir das machen wollen.“
Stephan: „Gerade weil die Gesundheit in den letzten Jahren immer mal wieder mit der körperlichen Belastung gehapert hat, ist der Weg ins Internat für uns super.
Und trotzdem bleiben wir ja weiterhin dabei. Denn an Spieltagen sind wir immer noch für die Sicherheit im Innenraum zuständig. Das wollten sowohl Schalke als auch Stölting. Und deswegen sind wir ja auch nicht ganz weg.“
Wie sieht eure Arbeit im Alltag jetzt konkret aus?
Tanja: „Wir sind so ein Mix aus Betriebsleitung und Vertrauenspersonen für die Jungs. Ich kümmere mich unter anderem um den Speiseplan, die Vorräte und Nachbestellungen. Wir bieten zum Beispiel jeweils zwei Gerichte pro Tag an, und zusammen mit zwei Haushaltshilfen wechseln wir uns mit dem Kochen ab. Es macht richtig Spaß, sich vorher Gedanken darüber zu machen, was wir anbieten. Von den Nährwerten her ist es ja noch mal was ganz anderes, für Jugendliche zu kochen, die Hochleistungssport betreiben.“
Stephan: „Und dann gehören zu unseren Aufgaben auch noch Dinge wie die Gartenpflege, die Abfallorganisation und auch den Haushalt der Jungs mit zu managen, wenn die Haushaltshilfe mal nicht da ist. Und natürlich einfach als Ansprechpartner da zu sein und ihnen vorzuleben, was es heißt, für Schalke spielen zu dürfen.“
Ihr seid jetzt schon mittendrin statt nur dabei: Was war euer schönster Moment bis jetzt?
Stephan: „Da fällt mir einer direkt ein. Am Tag unseres Einzugs sitzen wir mit den Jungs zusammen beim Essen. Da sagt der Abu (Aboubacar Bangoura, Anm. d. Red.) plötzlich zu mir: ‚Ich mache morgen ein Tor für Dich!‘ Ich lache nur und sage: ‚Ja, ja, mach Du erst mal.‘“
Ob Abu wirklich getroffen hat und warum Stephan und Tanja mit Schalke eine Liebesgeschichte auf vielen Ebenen geschrieben haben, lest ihr hier im Vereinsheim.