Karol Grunenberg gewinnt Kölner Halbmarathon

Karol Grunenberg hat den Halbmarathon im Rahmen des Köln-Marathons gewonnen und damit für eine Riesenüberraschung gesorgt.

Der Köln-Marathon war wieder einmal eine rundum gelungene Laufveranstaltung mit allein 15.000 Startern über die Halbmarathon-Distanz. Einer von ihnen war auch Karol Grunenberg, dessen Start noch lange in den Sternen stand. „Bis Dienstag stand ich noch nicht mal auf der Startliste. Ich war in diesem Jahr lange verletzt und konnte erst vor acht Wochen wieder mit ganz lockerem Lauftraining beginnen.“ Dennoch peilte er eine Zeit an, die im Bereich seiner Bestleistung (67:21 min) liegen sollte. Nach dem Startschuss formierte sich schnell eine Spitzengruppe, in der auch Karol mitrennen konnte und Kilometer für Kilometer fielen mehr Läufer zurück.

Ich war in diesem Jahr lange verletzt und konnte erst vor acht Wochen wieder mit ganz lockerem Lauftraining beginnen.

Karol Grunenberg

Zunächst war es Torben Dietz (LG Filstal), der immer wieder versuchte das Feld mit Tempoverschärfungen zu sprengen. Karol und Erik Hille aus Regensburg blieben ihm jedoch stets dicht auf den Fersen. Karol kommentierte den Rennbeginn anschließend wie folgt: „Ich wollte bei 15:40 Minuten die 5 Kilometer-Marke passieren. Es lief aber so gut, sodass wir deutlich schneller waren und die 10 Kilometer schon bei 30:50 Minuten erreichten.“ Nach 15 Kilometer waren sie nur noch zu dritt an der Spitze des Feldes und weitere drei Kilometer später griff Karol dann entscheidend an. Beflügelt und die Sensation schnuppernd, zog er seinen Konkurrenten mit langen Schritten davon und erarbeitete sich einen Vorsprung von knapp zehn Sekunden. „Ich kann es selbst noch nicht glauben, ein unfassbares Rennen. Das Rennen meines Lebens.“ In 65:19 Minuten verbesserte er nicht nur seine eigene Bestleistung um mehr als zwei Minuten, sondern brach auch den eigenen Vereinsrekord und den Kreisrekord von Frank Leszinski.

Das Rennen meines Lebens!

Karol Grunenberg

Nach dem Rennen war Karol ein gefragter Interviewgast. Auch die Experten im Livestream, darunter Hendrik Pfeiffer, U23-Rekordhalter und Halbmarathon-Sieger von 2016, staunten nicht schlecht, denn keiner hatte Karol im Vorfeld auf dem Zettel. Nach seinem bisher größten Erfolg ist die Motivation besonders groß und die nächsten Ziele wurden schnell formuliert. „Ich möchte mich für die deutschen 10 Kilometer Meisterschaften qualifizieren und daher als nächstes einen 10er unter 30:40 Minuten laufen.“
Eine Zeit, die lediglich zehn Sekunden unter seiner Durchgangszeit aus Köln liegt, aber sicher nicht unterschätzt werden sollte. Wir drücken die Daumen und wünschen uns noch weitere so erfolgreiche Rennen.

Alle Fotos: Norbert Wilhelmi