Lilly Kaden sprintet zur neuen Bestzeit

Lilly Kaden hat in Dortmund ihr Wochenende gekrönt. Nach einem überzeugenden Auftritt am Freitagabend steigerte sie in Dortmund ihre Bestzeit auf exzellente 7,47 Sekunden und gewann den NRW-Titel der Frauen.

Erst am Freitagabend fiel die Entscheidung zugunsten des Starts am Sonntag. Das gute Gefühl aus Bochum sollte mit auf die Dortmunder Bahn genommen werden und die starke Form bestätigt werden. Es sollte jedoch noch besser kommen: Nach einem kontrollierten Vorlauf (Q in 7,66 Sekunden), stand im Zwischenlauf das erste Aufeinandertreffen mit der starken Jessie Maduka (ART Düsseldorf) an. Noch hatte die Düsseldorferin die Nase vorn und gewann diesen Lauf in schnellen 7,52 Sekunden vor Lilly, die in 7,58 Sekunden schon nah an ihre Saisonbestzeit heran lief. „Im Finale wollte ich den Spieß umdrehen und war richtig motiviert.“, sagte Lilly am Ende des Tages. Sie tat dies überaus eindrucksvoll denn nach einem blitzsauberen Rennen blieb die Uhr bereits bei 7,47 Sekunden stehen. Persönliche Bestzeit, Vereinsrekord, zweiter Platz in der deutschen Jahresbestenliste und ganz nebenbei die NRW-Meisterschaft. Jessie Maduka folgte ihr in 7,49 Sekunden und lief damit ebenfalls Bestzeit. Lilly konnte ihre Zeit kaum fassen: „Ich habe es zunächst nicht realisiert. Ich bin heute rundum zufrieden.“

Im Finale wollte ich den Spieß umdrehen und war richtig motiviert.

Lilly Kaden

Mit ordentlich Rückenwind kann sie nun die Reise zu den deutschen Jugendmeisterschaften antreten. Doch klar ist auch, dass gute Vorleistungen nicht entscheidend sind. Die Karten werden in jedem Rennen neu gemischt und man darf gespannt sein, was Lilly in Neubrandenburg auf die Bahn zaubern wird.

Nicht so gut lief es dagegen für unsere 4×200 Meter Staffel der Männer. Mateusz hatte die Staffel in gewohnter Mariner in aussichtsreicher Position ins Rennen geschickt, bevor Lennart im zweiten Abschnitt die zweite Position hinter den großen Favoriten aus Köln festigte. Beim Wechsel auf Gregorie stimmt dann aber die Abstimmung nicht mehr. Gregorie lief etwas zu früh los, Lennart konnte nach 200 gelaufenen Metern nicht mehr beschleunigen und die Übergabe kam nicht zustande. Schade! Aber alle Jungs waren sich am Ende einig: Man gewinnt zusammen, man verliert zusammen. Im Sommer greift auch die Staffel der Männer wieder an.