Sechs Medaillen, viele Normen und Bestleistungen in Dortmund

Die Westfalenmeisterschaft der Männer, Frauen und U18-Klasse war für viele Athletinnen und Athleten eine erste Standortbestimmung. Am Ende des Tages durften wir sechs Medaillen bejubeln und hatten viele spannende Wettkämpfe gesehen.

Als erstes ging es für die Sprinterinnen und Sprinter über 60 Meter in die Startblöcke. Lennart Ogaza startete erstmals im königsblauen Trikot und legte prompt eine Bestzeit auf die Bahn. Auch wenn seine 7,26 Sekunden nicht ganz für den Finaleinzug bei den Männern reichten, konnte er doch zufrieden sein. Mateusz Lewandowski stellte sich den Kurzsprintern in der U18. Als Vorlaufsieger qualifizierte er sich zunächst locker in 7,27 Sekunden für das Finale. Dort drückte er seine gerade aufgestellte Bestzeit noch einmal deutlich auf 7,19 Sekunden und erkämpfte sich die Silbermedaille.

Über 1500 Meter ging fast die komplette Trainingsgruppe Lauf an den Start und zeigte in allen Altersklasse, dass sie um die Medaillen kämpften. Den Anfang machten Clara Braun, Amelie Klug und Miriam Schulz in den Läufen der weiblichen U18. Clara und Amelie wurden in den schnelleren von zwei Läufen gesetzt und setzten sich auch dort sofort in der Spitzengruppe fest. Nach etwas mehr als der Hälfte des Rennens war Clara sogar ganz vorne zu finden und versuchte mit einem langen Endspurt das Rennen zu gewinnen. Sie musste nur die spätere Siegerin Emma Wöhrmann aus Hamm vorbeiziehen lassen und kam nach 4:50,29 Minuten als zweite ins Ziel. Dahinter kämpfte Amelie um jede Hundertstel Sekunde. Nach der Auswertung war die Freude dann groß, denn mit ihrer Zeit von 4:54,98 Minuten hatte sie neben einem guten fünften Rang auch die DM-Norm von 4:55,20 Sekunden unterboten. Miriam Schulz behauptete sich im zweiten Lauf gut und wurde in der Endabrechnung 13. In 5:08,83 Minuten stellte aber auch sie eine neue persönliche Bestleistung auf.

Auch bei den gleichaltrigen Jungs gingen mit Daniel Sergio, Lukas Lorenz und Harrison Brown drei Athleten an den Start. Daniel verhielt sich taktisch klug und zeigte der Konkurrenz auf der letzten Runde seine Stärke. In 4:11,05 Minuten gewann er das Rennen und den Westfalentitel deutlich. Dahinter kämpfte sich Lukas bei seiner Premiere über diese Strecke in 4:31,05 Minuten auf einen achten Platz und lag damit nur hinter einem Athleten, der genau wie er dem jüngeren Jahrgang der U18-Klasse angehört. Harrison Brown zeigte sich mutig im zweiten von zwei Läufen, musste zum Ende des Rennen aber leider ein bisschen abreißen lassen. Dennoch kam er in 4:35,17 Minuten auf den insgesamt 14. Platz und komplettierte das gute Mannschaftsergebnis.

Bei den Männern gingen mit Toni Riediger, Martin Laskowski, Nils Reichardt und Jonas Teichert sogar 04 Athleten an den Start. Toni, Martin und Nils wechselten sich auf den ersten Runden mit der Tempoarbeit ab und schüttelten auch so schon viele Mitbewerber ab. Auf der letzten Runde hatte Toni die größten Reserven und löste sich von seinen Teamkollegen. In 3:54,86 Minuten verpasste er die DM-Norm (3:54,00) zwar knapp, nahm aber mit dem Titel und ein gutes Renngefühl mit. Den Schalker Doppelsieg machte Neuzugang Martin Laskowski perfekt. In 3:59,84 Minuten blieb auch er noch unter der 4-Minuten-Schallmauer. Auf Platz fünf kam U20-Athleten Nils Reichardt ins Ziel. Er pulverisierte seine Bestzeit auf starke 4:02,08 Minuten und unterbot damit die DM-Norm mehr als deutlich. Jonas Teichert erreichte in 4:19,56 Minuten den neunten Platz in einem sehr stark besetzten Feld der Männer.

Auch das Rennen der Frauen entwickelte sich zu einem spannenden Kampf um die Plätze und Sekunden. Luisa Schraps zeigte sich in ihrem erste zweiten 1500 Meter-Rennen taktisch klug aufgestellt und hielt sich zunächst noch ein bisschen zurück. Von Runde zu Runde investierte sie dann immer mehr und überholte eine Konkurrentin nach der anderen. Auf der letzten Runde machte sie dann noch einmal ein paar Plätze gut und kam als 04. ins Ziel. Noch wichtiger war jedoch die Zeit, denn mit 4:35,37 Minuten hat auch sie die DM-Norm abgehakt und kann sich nun auf die deutschen Hallenmeisterschaften Mitte Februar in Leipzig vorbereiten. Denise Schumacher kam in ihrem ersten Rennen des Jahres in 4:38,13 Minuten als sechstplatzierte ins Ziel.

Lea Kruse entschied sich für einen Start über 800 Meter. Dort kam es zum Duell mit der letztjährigen deutschen Jugendmeisterin über 1500 Meter Verena Meisl. Lea diktierte aber vom ersten Meter an das Tempo und lief das Rennen im Alleingang nach Hause. In 2:12,65 Minuten kam sie sogar bis auf wenige Zehntel an ihre Bestzeit heran und sicherte sich ungefährdet ihren ersten Frauen-Titel.

Traditionell bildeten die Staffeln den Abschluss des Tages und der Meisterschaft. Über 4×200 Meter der U18 gingen neben Mateusz Lewandowski auch die U16-Athelten Gregorie Kunz und Ali Suleyman, sowie Magnus Graf an den Start. In einem hart umkämpften Wettkampf liefen die Jungs ein beherztes Rennen und schenkten der Konkurrent keinen Meter. In 1:39,26 Minuten finishten sie auf dem fünften Rang und konnten mit ihrem Auftritt mehr als zufrieden sein.

In der Staffel der Männer gingen Lennart Ogaza, Martin Tornau, Felix Vogt und Jan Verfürth auf die Bahn. Lennart brachte das Quartett in eine gute Ausgangsposition. Diese wurde bis ins Ziel nicht mehr hergeschenkt, denn auch sie kämpften und hängten sich noch einmal richtig rein. In 1:35,06 Minuten sprang am Ende der sechste Platz raus.

Mit insgesamt drei Gold- und drei Silbermedaillen und vielen weiteren guten Platzierungen, Bestzeiten und diversen Normen war die erste Meisterschaft des Jahres überaus erfolgreich. Wir möchten uns bei allen Athleten/Innen, Trainern/Innen, Zuschauern und Helfern bedanken und freuen uns schon jetzt auf die kommenden Wettkämpfe mit euch.

Die kompletten Ergebnisse der Veranstaltung sind hier einzusehen.