Westfälische Hallenmeisterschaften 2020

Der Meisterschaftsauftakt in der neu gestalteten Helmut-Körnig Halle verlief aus königsblauer Sicht überaus erfolgreich. Neben vielen guten Einzelleistungen konnte vor allem unsere 4x200 Meter Staffel der U18 überzeugen und sich völlig überraschend die Goldmedaille sichern.

Zunächst standen jedoch die Vorläufe über 60 Meter auf dem Zeitplan der Westfälsichen Hallenmeisterschaften. Bereits um 10:30 Uhr, für Sprinterinnen und Sprinter eine ungewohnte Zeit, startete Franziska Burchett in der U18. Als jüngste Athletin in einem großen Teilnehmerfeld behauptete sich Franziska hervorragend und konnte ihren Vorlauf in 7,99 Sekunden gewinnen. Damit qualifizierte sie sich für das Finale, in dem sie noch einmal 8,00 Sekunden lief und einen starken sechsten Rang belegte.
Über 60 Meter der männlichen Jugend U18 gingen gleich drei Schalker Athleten an den Start. Als erstes sprintete Mateusz Lewandowski mit der insgesamt drittschnellsten Vorlaufzeit von 7,19 Sekunden ins Finale. Im dritten von fünf Vorläufen saßen Suleyman Ali und Gregorie Kunz gemeinsam in den Startblöcken. Gregorie reagierte etwas zu früh und wurde aufgrund dessen disqualifiziert. Suleyman lief davon unbeeindruckt in 7,66 Sekunden zu einer neuen Bestzeit und schrammte nur hauchdünn am Finale vorbei. Dort bestätigte Mateusz dann erneut seine Nervenstärke, steigerte seine Bestzeit auf 7,14 Sekunden und sicherte sich die Bronzemedaille. Außerdem blieb er damit unter dem Richtwert für die deutschen Hallenmeisterschaften der U20.
Kurz nach den Jungs war auch Lilly Kaden das erste Mal in Aktion. Ihren Vorlauf gewann sie mit großem Vorsprung in starken 7,61 Sekunden. Sie war damit nicht nur im internen Duell schneller als manch ihrer männlichen Trainingspartner, sondern qualifizierte sich auch für die deutschen Jugend Hallenmeisterschaften und die deutschen Hallenmeisterschaften der Männer und Frauen. Die gleiche Zeit stand für sie nach dem Finallauf auf der Anzeigetafel. In einem engen Zieleinlauf belegte Lilly als U20-Athleten einen 04ten Rang im Frauenfeld und konnte sich über eine gelungene Premiere im Schalker Trikot freuen. Die Zeiten der Zweit- und Drittplatzierten von jeweils 7,60 Sekunden belegen die Leistungsdichte in diesem Rennen. Außerdem pulverisierte sie den erst drei Jahre alten Vereinsrekord von Katharina Kühn um 31 Hundertstel-Sekunden und trug sich damit zum ersten Mal in die Schalker Bestenliste ein.

Nur wenig später ging es für uns von der Sprintbahn zum Kugelstoßring, denn Katharina Winkelmann trat gemeinsam mit sieben weiteren Athletinnen im Kugelstoßen der weiblichen Jugend U18 an. Bereits im ersten Versuch landete ihre Kugel bei guten 11,84 Metern, welches ihr zwischenzeitlich den zweiten Platz bescherte. Nur eine weitere Athletin konnte sich im Laufe des Wettbewerbs an ihr vorbei schieben, sodass nach dem abschließenden sechsten Durchgang ihre erste Medaille bei einer Westfalenmeisterschaft perfekt war. „Auch wenn es heute keine 12 Meter waren, freue ich mich sehr über den dritten Platz.“, sagte Kathi nach ihrem Wettkampf.

Auch wenn es heute keine 12 Meter waren, freue ich mich sehr über den dritten Platz.

Katharina Winkelmann

Mats Bakenecker hieß unser nächster Akteur, der sich während des Kugelstoßens bereits auf sein 800 Meter-Rennen vorbereitete. Bei seiner ersten Westfalenmeisterschaft der U18 schraubte er seine Bestzeit aus dem vergangenen Jahr auf 2:16,47 Minuten. Insgesamt kam er auf Rang 15 und sammelte viel Erfahrung über die vier Hallenrunden. Um 18:15 Uhr trat auch Lennart Ogaza das erste Mal in diesem Jahr in Aktion. Zwar liegt der Fokus klar auf dem Zehnkampf im Sommer, dennoch erschien eine Leistungsüberprüfung im Weitsprung zu diesem Zeitpunkt angemessen. Nach einer konstanten Serie gingen 6,45 Meter in die Ergebnisliste ein, was für ihn Platz sechs bedeutete. Einige (knapp ungültige) Sprünge deuteten schon jetzt ein höheres Leistungsniveau an.

Den Abschluss dieser Meisterschaft bildeten traditionell die Staffelwettbewerbe. Über 4×200 Meter schickten wir eine bunt gemischte U18-Staffel ins Rennen. Mit Mateusz Lewandowski (Polen), Gregorie Kunz (Deutschland), Suleyman Ali (Syrien) und Emilio Ramirez Rodriguez (Mexiko) gingen vier verschiedene Nationen an den Start und zeigten eindrucksvoll, wie der Sport über jegliche Grenzen hinaus verbindet. Mateusz begann furios und gab Gregorie einen großen Vorsprung mit auf die zweite Runde, dieser wurde zwischenzeitlich sogar noch etwas größer, bevor es am Ende noch einmal knapp wurde. Doch auch Suleyman und Emilio liefen einen tollen Abschnitt und kämpften bis zum Schluss. Damit war die Überraschung perfekt und in 1:35,54 Minuten gewann die Staffel den Westfalentitel. Die Stimmung war ausgelassen und alle freuten sich über den Abschluss eines so erfolgreichen Starts in die neue Meisterschaftssaison. „Die Staffel hat richtig Spaß gemacht!“, waren sich alle einig.

Schon am kommenden Wochenende geht es für viele unserer Jugendlichen wieder nach Dortmund. Dort finden am Samstag die NRW-Jugendhallenmeisterschaften statt. Wer noch einmal in die Ergebnisliste von den Westfälischen Meisterschaften reinschauen möchte, findet diese hier. Das Video der erfolgreichen U18-Staffel haben wir für euch ebenfalls hochgeladen:

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