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Ehrenkabine
Die Ehrenkabine ist die vereinseigene Hall of Fame des FC Schalke 04. Ihre Einrichtung wurde auf der Jahreshauptversammlung 2008 beschlossen, um die prägendsten Persönlichkeiten der Vereinsgeschichte dauerhaft zu würdigen. Nach und nach finden dort bedeutende Spieler, Trainer und Funktionäre ihren Platz, die den Verein sportlich oder durch ihr Wirken nachhaltig geprägt haben.
Zur Ehrenkabine gehören automatisch die Ehrenspielführer des FC Schalke 04, die Mitglieder der im Jahr 1999 gewählten Jahrhundertelf sowie Vereinsgründer Willy Gies. Darüber hinaus können weitere Spieler und Trainer auf einer Mitgliederversammlung in die Ehrenkabine berufen werden.
Die Jahrhundertelf entstand im Jahr 1999. Fans des FC Schalke 04 waren aufgerufen, ihre besten Spieler aus der bisherigen Vereinsgeschichte zu wählen. Das Ergebnis war eine Auswahl der herausragendsten Akteure seit der Vereinsgründung im Jahr 1904.
Die Ehrenspielführer wiederum stehen für außergewöhnliche Verdienste als Kapitäne der Königsblauen. Auf der Mitgliederversammlung 2008 wurden zunächst neun ehemalige Mannschaftskapitäne zu Ehrenspielführern ernannt, ein zehnter folgte im Jahr 2023.
Einige Persönlichkeiten sind sowohl Ehrenspielführer als auch Mitglieder der Jahrhundertelf. Sie wurden somit gleich doppelt ausgezeichnet: zum einen für ihre herausragenden Leistungen als Spieler, die ihnen einen Platz in der Jahrhundertelf einbrachten, und zum anderen für ihre besondere Bedeutung als Kapitäne des FC Schalke 04, die mit der Ernennung zum Ehrenspielführer gewürdigt wurde. Diese doppelte Auszeichnung unterstreicht ihren besonderen Stellenwert in der Vereinsgeschichte.
Ehrenspielführer
Thomas Student
Geburtstag:
28.10.1897
Todestag:
11.2.1976
Spieljahre:
1916-1928
Spielführer:
1916-1928
Erfolge:
Aufstieg in die höchste Spielklasse 1926, Ruhrbezirksmeisterschaft 1927, 1928
Er ist Anführer des Teams, das nach dem Ersten Weltkrieg von einem kleinen Club zu einer regionalen Fußballgröße aufsteigt. Auf dem Platz ist Thomas Student zwölf Jahre lang mitreißender Kapitän. Wird nicht gespielt, kümmert er sich um die verwahrloste Sportanlage oder die Wiedereingliederung von Spielern in den Nachkriegswirren. Der Aufstieg in die höchste Liga 1926, die ersten Titel und Endrundenspiele um die Deutsche Meisterschaft: Ohne eine Integrationsfigur wie Student wären sie nicht möglich gewesen.
Ernst Kuzorra
Geburtstag:
16.10.1905
Todestag:
1.1.1990
Spieljahre:
1923-1949
Spielführer:
1928-1948
Erfolge:
Deutscher Meister 1934, 1935, 1937, 1939, 1940, 1942, Deutscher Pokalsieger 1937, Deutscher Vizemeister 1933, 1938, 1941
Als Kapitän der Kreiselelf ist er DER Spielführer der Vereinsgeschichte schlechthin. Ernst Kuzorra gibt nicht nur während der 90 Minuten die Marschrichtung vor, sondern auch danach. Er handelt die Prämien aus, sichtet und verpflichtet Talente und besitzt bei den Trainern bisweilen sogar ein Mitspracherecht bei der Taktik. Seine sportlichen Leistungen, sein Gerechtigkeitssinn und seine Identifikation mit dem Verein machen ihn schon zu Lebzeiten zu einer Legende. Kuzorra verkörpert den Mythos Schalke.
Hermann Eppenhoff
Geburtstag:
19.5.1919
Todestag:
10.04.1992
Spieljahre:
1938-1955
Spielführer:
1949-1955
Erfolge:
Deutscher Meister 1939, 1940, 1942, Westdeutscher Meister (Oberliga) 1951
Als junger Mann ist er Torjäger der Meisterteams 1939, 1940 und 1942. Satte 42 Pflichtspieltore in der Saison 1940/1941 bleiben sieben Jahrzehnte Vereinsrekord. Hermann Eppenhoffs Rückkehr aus russischer Gefangenschaft signalisiert 1949 den Aufbruch zu neuen Ufern. Gerade nach Hause gekommen, hilft er mit, in der Relegation den Abstieg zu vermeiden. In den folgenden sechs Jahren orientiert sich eine neue junge Mannschaft an ihm, feiert wieder Erfolge und wird neuerlich zur festen Größe im deutschen Fußball.
Berni Klodt
Geburtstag:
26.10.1926
Todestag:
23.5.1996
Spieljahre:
1942-1947, 1950-1962
Spielführer:
1955-1962
Erfolge:
Deutscher Meister 1958, Westdeutscher Meister (Oberliga) 1951, 1958
Er muss nie laut werden, um anerkannt zu sein: Seine Integrität macht Berni Klodt zu einem Führungsspieler, wie ihn sich jede Fußballmannschaft wünscht. Sportlich fügt er sich in sein Schicksal, bei der WM 1954 trotz guter Leistungen seinen Platz in der Elf an Helmut Rahn abgeben zu müssen. Eine Hauptrolle spielt Klodt hingegen beim Gewinn der Deutschen Meisterschaft 1958. Mit zwei Toren ist er im Finale der Matchwinner – und ganz Deutschland gönnt dem fairen Sportsmann diesen Erfolg.
Manfred Kreuz
Geburtstag:
7.3.1936
Todestag:
22.04.2026
Spieljahre:
1956-1968
Spielführer:
1962-1968
Erfolge:
Deutscher Meister 1958
Auch mit Manfred Kreuz verbindet man die Deutsche Meisterschaft 1958. Doch der schussgewaltige Linksfuß darf auf eine weitere große Leistung stolz sein: Als die Knappen 1965 trotz zahlreicher Nationalspieler sportlich absteigen, verlassen viele große Namen den Verein – Kreuz bleibt und lässt das Team auch in den folgenden Jahren des Kampfes gegen den Abstieg nie im Stich. Zweitklassig werden die Knappen zu seiner aktiven Zeit nie. Weil sie sich auf Manfred Kreuz verlassen können.
Stan Libuda
Geburtstag:
10.10.1943
Todestag:
25.8.1996
Spieljahre:
1962-1965, 1968-1972
Spielführer:
1969-1972
Erfolge:
Deutscher Pokalsieger 1972, Deutscher Vizemeister 1972
Wer ihn spielen sehen darf, bekommt bei den Erinnerungen daran noch heute glänzende Augen: „Li-bu-da, Li-bu-da!“ Die Anfeuerung für einen einzelnen Spieler gilt einer ganzen Elf. Denn mit seinen Dribblings spielt der Rechtsaußen an guten Tagen komplette Abwehrreihen schwindlig. Seine Spielkunst reißt ein ganzes Team mit und ebnet den Weg zum Pokalsieg 1972, dem ersten Titel nach 14 Jahren. Stan Libuda geht nicht mit Worten, sondern mit Taten auf dem Platz vorneweg. Sie machen ihn unsterblich.
Klaus Fischer
Geburtstag:
27.12.1949
Spieljahre:
1970-1981
Spielführer:
1976-1980; 1981
Erfolge:
Deutscher Pokalsieger 1972, Deutscher Vizemeister 1972, 1977, Bundesliga-Torschützenkönig 1976
Klaus Fischer ist das Synonym für königsblaue Bundesligatore. 182-mal trifft der gebürtige Bayer in elf Jahren. 1976 wird der Mittelstürmer Torschützenkönig. Seine Fallrückzieher gehören zu den schönsten Treffern im Fußball überhaupt. Seine Verstrickung in den Bundesligaskandal von 1971 verhindert eine größere Karriere in der Nationalelf, für die er 45 Länderspiele (32 Tore) bestreitet. Seine zehnmonatige Pause nach einem Beinbruch im März 1980 leitet eine Talfahrt und schließlich den Abstieg ein.
Olaf Thon
Geburtstag:
1.5.1966
Spieljahre:
1983-1988, 1994-2002
Spielführer:
1995-1996, 1997-2000
Erfolge:
UEFA-Cup-Sieger 1997, Deutscher Pokalsieger 2001, 2002, Deutscher Vizemeister 2001
Auf Kohle geboren und mit einer Technik sowie Spielwitz ausgestattet, die Fachleute in Verzückung versetzen: Schon mit 18 Jahren ist Olaf Thon Hauptdarsteller beim legendären 6:6 im DFB-Pokalspiel gegen die Bayern. Als er 1994 nach sechs Jahren in München nach Hause kommt, wird er zum spielerischen Dreh- und Angelpunkt einer Mannschaft, die all das verkörpert, was Schalker lieben. Olaf Thon führt die Eurofighter zum UEFA-Cup-Sieg 1997. Als Kapitän hält er in guten wie in weniger guten Zeiten den Kopf hin.
Tomasz Waldoch
Geburtstag:
10.5.1971
Spieljahre:
1999-2006
Spielführer:
2000-2004
Erfolge:
Deutscher Pokalsieger 2001, 2002, Deutscher Vizemeister 2001, 2005
Sich selbst nie in den Mittelpunkt stellen, aber immer fürs Team da sein: Der polnische Nationalspieler Tomasz Waldoch ist als Kapitän der ruhende Pol der „Meister der Herzen“, denen die Meisterschaft genommen wird, die aber dafür zweimal den DFB-Pokal gewinnen. Wie wichtig der Innenverteidiger seinen Mitspielern ist, zeigt sich, als der verletzte Waldoch 2001 den Cup im Anzug als Erster in Empfang nehmen darf. Dass dieses Team große Sympathien in ganz Deutschland genießt, liegt an Spielern wie Waldoch.
Benedikt Höwedes
Geburtstag:
29.2.1988
Spieljahre:
2001-2017
Spielführer:
2011-2017
Erfolge:
Deutscher Pokalsieger 2011, Deutscher Vizemeister 2010
Bereits als 13-Jähriger trägt Benedikt Höwedes das Trikot des FC Schalke 04. Der Halterner Junge reift in der Knappenschmiede zu einem der besten Verteidiger der Republik, der im Jahr 2014 den Fußball-Thron besteigt: Er wird Weltmeister und verpasst bei dem Turnier in Brasilien keine einzige Spielminute. Für die Knappen absolviert der Rechtsfuß in zehn Profijahren 240 Bundesliga-Spiele (12 Tore), dazu 27 Pokalbegegnungen (5 Tore) sowie 66 Partien (6 Tore) im Europapokal. Höhepunkt auf Schalke: 2011 gewinnt Höwedes mit seiner Mannschaft den DFB-Pokal.
Jahrhundertelf
Norbert Nigbur
Geburtstag:
8.5.1948
Spieljahre:
1966-1976, 1979-1983
Position:
Torwart
Erfolge:
Deutscher Pokalsieger 1972, Deutscher Vizemeister 1972
Es gibt viele tolle Torhüter in der Schalker Vereinsgeschichte. Bei der Wahl zur Jahrhundertelf macht Norbert Nigbur das Rennen, weil er alle Stärken eines Schlussmanns besitzt: souveräne Strafraumbeherrschung, herausragende Reflexe und die lässigsten Handbewegungen (Motto: Der geht vorbei…), wenn Schüsse haarscharf am Pfosten vorbeifliegen. Allerdings leidet Nigbur darunter, dass ihm in der Nationalelf Sepp Maier vorgezogen wird. 1974 wird er als Ersatzspieler daher ohne eigenen Einsatz Weltmeister.
Rolf Rüssmann
Geburtstag:
13.10.1950
Todestag:
2.10.2009
Spieljahre:
1969-1981
Position:
Abwehr
Erfolge:
Deutscher Pokalsieger 1972, Deutscher Vizemeister 1972, 1977
Dass er kein begnadeter Techniker ist, weiß niemand besser als Rolf Rüssmann selbst. Allerdings schöpft der Blondschopf sein Potenzial beeindruckend aus, nachdem Präsident Günter Siebert den Jugendnationalspieler nach Schalke gelockt hat. Zahllose Übungsstunden am Kopfballpendel machen den Vorstopper über viele Jahre zum Herrscher der Lüfte in beiden Strafräumen des Spielfelds. Seine 134 Erstligaspiele in Serie sind noch heute Vereinsrekord.
Klaus Fichtel
Geburtstag:
19.11.1944
Spieljahre:
1965-1980, 1984-1988
Position:
Abwehr
Erfolge:
Deutscher Pokalsieger 1972, Deutscher Vizemeister 1972, 1977
Beim Abschiedsspiel 1986 huldigen ihm die Fans: „Der Wald stirbt – die Tanne steht“. Klaus Fichtel – der Spitzname „Tanne“ ist ein um die Ecke gedachter Witz seines Trainers Fritz Langner über seinen Nachnamen – ist über Jahrzehnte verlässlicher Abwehrchef der Königsblauen. Mit stoischem Stellungsspiel überzeugt er als 20-Jähriger bei seinem Debüt 1965 ebenso wie bei seinem letzten Einsatz 1988. Da ist Fichtel 43 Jahre und damit ältester jemals eingesetzter Spieler der Bundesligageschichte.
Olaf Thon
Geburtstag:
1.5.1966
Spieljahre:
1983-1988, 1994-2002
Position:
Abwehr
Erfolge:
UEFA-Cup-Sieger 1997, Deutscher Pokalsieger 2001, 2002, Deutscher Vizemeister 2001
Auf Kohle geboren und mit einer Technik sowie Spielwitz ausgestattet, die Fachleute in Verzückung versetzen: Schon mit 18 Jahren ist Olaf Thon Hauptdarsteller beim legendären 6:6 im DFB-Pokal gegen die Bayern. Als er 1994 nach sechs Jahren in München nach Hause kommt, wird er zum spielerischen Dreh- und Angelpunkt einer Mannschaft, die all das verkörpert, was Schalker lieben. Thon führt die Eurofighter zum UEFA-Cup-Sieg 1997. Als Kapitän hält er in guten wie in weniger guten Zeiten den Kopf hin.
Marc Wilmots
Geburtstag:
22.2.1969
Spieljahre:
1996-2000, 2002-2003
Position:
Mittelfeld
Erfolge:
UEFA-Cup-Sieger 1997, Deutscher Pokalsieger 2002
Marc Wilmots ist das „Kampfschwein“. Ohne Rücksicht auf die eigene Gesundheit wirft sich der belgische Nationalspieler während der 90 Minuten in jedes Getümmel und erzwingt Unglaubliches. Wilmots schießt 1997 entscheidende Tore auf dem Weg in die beiden UEFA-Cup-Finals gegen Inter Mailand. Und er entscheidet beide Endspiele: Im Parkstadion gelingt ihm das 1:0-Siegtor, im Elfmeterschießen von San Siro verwandelt er den letzten Schuss – und wird damit für alle Fans unsterblich.
Fritz Szepan
Geburtstag:
2.9.1907
Todestag:
14.12.1974
Spieljahre:
1925-1949
Position:
Mittelfeld
Erfolge:
Deutscher Meister 1934, 1935, 1937, 1939, 1940, 1942, Deutscher Pokalsieger 1937, Deutscher Vizemeister 1933, 1938, 1941
Fritz Szepan ist spielintelligenter Ausnahmekönner der titelsammelnden Kreiselelf. Der Ballverteiler fungiert mit seinem Schwager Ernst Kuzorra als Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld und ist extrem torgefährlich. 223 Pflichtspieltreffer – nur Kuzorra hat häufiger für S04 getroffen. Schwarzer Fleck auf der Weste des langjährigen Kapitäns der deutschen Nationalmannschaft ist die Übernahme eines Textilgeschäftes von jüdischen Besitzern im Rahmen der „Arisierung“ während der Zeit des Nationalsozialismus.
Ingo Anderbrügge
Geburtstag:
2.1.1964
Spieljahre:
1988-2000
Position:
Mittelfeld
Erfolge:
UEFA-Cup-Sieger 1997
Die „linke Klebe“ ist sein Markenzeichen: Mit ihr schlägt Ingo Anderbrügge scharfe Ecken, gefährliche Freistöße und verwandelt Elfmeter. Das ist besonders wichtig, als es in seiner ersten Saison 1988/1989 gilt, den Abstieg aus der Zweiten Liga (!) zu verhindern. Oder 1991 die Rückkehr in die Bundesliga gelingt. Und es ist auch fast zehn Jahre später gefragt, als die Eurofighter ihren Triumphzug über den Kontinent vollenden und den UEFA-Cup gewinnen – ohne Anderbrügges Standards undenkbar.
Ernst Kuzorra
Geburtstag:
16.10.1905
Todestag:
1.1.1990
Spieljahre:
1923-1949
Position:
Mittelfeld
Erfolge:
Deutscher Meister 1934, 1935, 1937, 1939, 1940, 1942, Deutscher Pokalsieger 1937, Deutscher Vizemeister 1933, 1938, 1941
Als Kapitän der Kreiselelf ist er DER Spielführer der Vereinsgeschichte schlechthin. Ernst Kuzorra gibt nicht nur während der 90 Minuten die Marschrichtung vor, sondern auch danach. Er handelt die Prämien aus, sichtet und verpflichtet Talente und besitzt bei den Trainern bisweilen sogar ein Mitspracherecht bei der Taktik. Seine sportlichen Leistungen, sein Gerechtigkeitssinn und seine Identifikation mit dem Verein machen ihn schon zu Lebzeiten zu einer Legende. Kuzorra verkörpert den Mythos Schalke.
Rüdiger Abramczik
Geburtstag:
18.2.1956
Spieljahre:
1973-1980, 1987-1988
Position:
Angriff
Erfolge:
Deutscher Vizemeister 1977
Seine Soli auf Rechtsaußen inspirieren Boulevardjournalisten zu echtem Sprachwitz. „Flankengott aus dem Kohlenpott“ taufen sie Rüdiger Abramczik, dem es gelingt, in die XXL-Fußstapfen des großen Stan Libuda zu treten. Bis Julian Draxler kommt, ist er viele Jahrzehnte jüngster eingesetzter Schalker Bundesligaspieler. Seine Hereingaben ermöglichen die vielen Fischer-Tore, selbst missglückte Versuche werden mitunter zu Fallrückziehertoren. „Abi“ kann nichts falsch machen – und wechselt 1980 zum BVB…
Klaus Fischer
Geburtstag:
27.12.1949
Spieljahre:
1970-1981
Position:
Angriff
Erfolge:
Deutscher Pokalsieger 1972, Deutscher Vizemeister 1972, 1977
Klaus Fischer ist das Synonym für königsblaue Bundesligatore. 182-mal trifft der gebürtige Bayer in elf Jahren. 1976 wird der Mittelstürmer Torschützenkönig. Seine Fallrückzieher gehören zu den schönsten Treffern im Fußball überhaupt. Seine Verstrickung in den Bundesligaskandal von 1971 verhindert eine größere Karriere in der Nationalelf, für die er 45 Länderspiele (32 Tore) bestreitet. Seine zehnmonatige Pause nach einem Beinbruch im März 1980 leitet eine Talfahrt und schließlich den Abstieg ein.
Stan Libuda
Geburtstag:
10.10.1943
Todestag:
25.8.1996
Spieljahre:
1962-1965, 1968-1972, 1973-1976
Position:
Angriff
Erfolge:
Deutscher Pokalsieger 1972, Deutscher Vizemeister 1972
Wer ihn spielen sehen darf, bekommt bei den Erinnerungen daran noch heute glänzende Augen: „Li-bu-da, Li-bu-da!“ Die Anfeuerung für einen einzelnen Spieler gilt einer ganzen Elf. Denn mit seinen Dribblings spielt der Rechtsaußen an guten Tagen komplette Abwehrreihen schwindlig. Seine Spielkunst reißt ein ganzes Team mit und ebnet den Weg zum Pokalsieg 1972, dem ersten Titel nach 14 Jahren. Stan Libuda geht nicht mit Worten, sondern mit Taten auf dem Platz vorneweg. Sie machen ihn unsterblich.
Huub Stevens
Geburtstag:
29.11.1953
Amtszeiten:
1996-2002, 2011-2012, 2019
Funktion:
Trainer
Erfolge:
UEFA-Cup-Sieger 1997, Deutscher Pokalsieger 2001, 2002, Deutscher Vizemeister 2001
Huub Stevens identifiziert sich mit Schalkes Werten und verkörpert sie. „Wir tun alles zusammen“ ist sein Credo. Weil er seine Mannschaften stets „nach ihren natürlichen Fähigkeiten“ ausrichtet, lassen die Eurofighter defensivstark und diszipliniert die „Null stehen“, entscheiden Spiele über Standards. Die Meister der Herzen brennen hingegen Offensivfeuerwerke ab. Klaas-Jan Huntelaar und Co. wiederum sind immer auf ein Tor mehr aus als der Gegner. Alle drei Mannschaften haben Erfolg – dank Stevens.
Auf Mitgliederversammlungen in die Ehrenkabine berufene Schalker
Willy Gies
Geburtstag:
1.2.1890
Todestag:
15.9.1931
Spieljahre:
1904 – ca. 1914
Ohne ihn gäbe es Schalke 04 nicht. Der 14-jährige Willy Gies unterbreitet 1904 den Jungs aus der Nachbarschaft – allesamt Lehrlinge bei Küppersbusch und auf der Zeche Consol – einen Plan: Wir gründen einen Fußballverein. In Straßenschuhen und mit dem ausrangierten Ball eines anderen Vereins beginnt die Geschichte von Westfalia Schalke. Und Willy Gies ist der Anführer. Weil in England der Fußball bereits Publikumssport ist, prophezeit er der Mannschaft: „Auch wir werden einmal vor 90.000 Zuschauern spielen…“
Edi Frühwirth
Geburtstag:
17.11.1908
Todestag:
27.2.1973
In die Ehrenkabine berufen:
2008
Trainer auf Schalke:
1954-1959
Erfolge:
Deutscher Meister 1958
Er führt den FC Schalke 04 im Jahre 1958 zur bislang letzten Deutschen Meisterschaft. Dies gelingt Edi Frühwirth, weil der einstige österreichische Nationaltrainer ein herausragender Fußballfachmann ist und Sozialkompetenz besitzt. Sind Ende der 50er-Jahre „harte Hunde“ als Trainer in Mode, lässt der Wiener nie menschliche Wärme vermissen. Der 3:0-Erfolg im Endspiel über den Hamburger SV ist die Krönung seiner Arbeit. Länger als Frühwirth ist nur Huub Stevens Trainer auf Schalke. 1973 stirbt der Meistertrainer bei einem Autounfall.
Ebbe Sand
Geburtstag:
19.7.1972
In die Ehrenkabine berufen:
2008
Spieljahre:
1999-2006
Erfolge:
Deutscher Pokalsieger 2001, 2002, Deutscher Vizemeister 2001, 2005
Ebbe Sand ist einer der ganz großen Schalker Publikumslieblinge. Seine 22 Tore tragen in der Saison 2000/2001 maßgeblich dazu bei, dass Schalke 04 um ein Haar Deutscher Meister wird. Niemand trauert dem entgangenen Titel wohl mehr nach als der Däne. Mit den Knappen gewinnt der Stürmer zweimal den DFB-Pokal. Als er sich 2006 mit einem Abschiedsspiel in der Arena von den Fans verabschiedet, fließen viele Tränen – auf dem Rasen und auf den Rängen.
Ernst Kalwitzki
Geburtstag:
3.10.1909
Todestag:
4.2.1991
In die Ehrenkabine berufen:
2009
Spieljahre:
1933-1942
Erfolge:
Deutscher Meister 1934, 1935, 1937, 1939, 1940, 1942, Deutscher Pokalsieger 1937
Ernst Kalwitzki ist ein Titelsammler und ein Torjäger, wie es in der Vereinsgeschichte nur wenige gegeben hat. Bei allen (!) sechs Deutschen Meisterschaften der Kreiselelf steht der wieselflinke Rechtsaußen und Mittelstürmer auf dem Platz und steuert wichtige Tore bei. 1939 sind es sogar fünf, als die Knappen Admira Wien mit 9:0 deklassieren. Seine Quote von 195 Treffern in 246 Pflichtspielen belegt seine herausragende Klasse. Dem Club bleibt er später als Platzwart der Glückauf-Kampfbahn erhalten.
Charly Neumann
Geburtstag:
29.7.1931
Todestag:
11.11.2008
In die Ehrenkabine berufen:
2009
Betreuer:
1976-2008
Charly Neumann wird nie ein großer Fußballer, und doch kennt jeder Fan in Deutschland seinen Namen und verbindet ihn mit Schalke 04. Zunächst Jugendleiter, dann drei Jahrzehnte Mannschaftsbetreuer, ist Charly ein leidenschaftliches Original, das zur Identifikationsfigur wird: Spielern liest er jeden Wunsch von den Augen ab. Seine Hilfsbereitschaft und Fürsorge gegenüber Fans ist einmalig. Das gilt auch für sein Motto: „In schlechten Zeiten müsst ihr Schalker sein. In guten gibt es genug davon.“
Herbert Lütkebohmert
Geburtstag:
24.3.1948
Todestag:
29.10.1993
In die Ehrenkabine berufen:
2010
Spieljahre:
1968-1979
Erfolge:
Deutscher Pokalsieger 1972, Deutscher Vizemeister 1972
Es sind Erinnerungen, bei denen jeder Schalker, der sie miterlebt hat, sentimental wird: Mit wehendem Blondschopf und herunterhängenden Stutzen ackert Herbert „Aki“ Lütkebohmert im defensiven Mittelfeld. Klaus Fischer profitiert von seinen Vorlagen, er selbst erzielt in 286 Bundesligaspielen immerhin 28 Tore und wird 1972 Pokalsieger. Seine tragische Verstrickung in den Bundesligaskandal kostet ihn eine Karriere in der Nationalmannschaft. Nach seiner aktiven Karriere meint es das Leben nicht gut mit Aki. 1993 stirbt er an Knochenkrebs.
Jiri Nemec
Geburtstag:
15.5.1966
In die Ehrenkabine berufen:
2010
Spieljahre:
1993-2002
Erfolge:
UEFA-Cup-Sieger 1997, Deutscher Pokalsieger 2001, 2002, Deutscher Vizemeister 2001
Die einen nennen ihn den „Schweiger“, weil er aus Prinzip (fast) keine Interviews gibt, die anderen den „Meister“, weil er ein Könner auf dem Fußballplatz ist. Für Rudi Assauer ist er der „Stratege“, weil kaum jemand das Spiel so gut liest wie er. Tatsächlich ist Jiri Nemec einer der besten Einkäufe der Vereinsgeschichte. Tore schießt er zwar eher aus Versehen, doch überragende Ballgewinne und kluge Pässe sind die Spezialität des Kapitäns der tschechischen Nationalelf. Sie machen ihn neun Jahre für Schalke unverzichtbar.
Otto Tibulsky
Geburtstag:
15.12.1912
Todestag:
25.2.1991
In die Ehrenkabine berufen:
2010
Spieljahre:
1930-1948
Erfolge:
Deutscher Meister 1934, 1935, 1937, 1939, 1940, 1942, Deutscher Pokalsieger 1937
Otto Tibulsky, den alle nur Ötte nennen, ist als Mittelläufer „Kopf der Verteidigung“, der „Betonklotz, an dem der Angriff des Gegners zerschellt“, wie ihn die Presse beschreibt. Nach der Balleroberung wirft er mit präzisem Passspiel den Kreisel an. Fähigkeiten, die er bei 14 Endspielen um Meisterschaft und Pokal einbringt. Für seine großen Verdienste erhält Tibulsky nach Fritz Szepan und Ernst Kuzorra als dritter Spieler den Ehrenring des Vereins. Nach ihm wird eine Straße des Vereinsgeländes benannt.
Marcelo Bordon
Geburtstag:
7.1.1976
In die Ehrenkabine berufen:
2011
Spieljahre:
2004-2010
Erfolge:
Deutscher Vizemeister 2005, 2007, 2010
Sechs Jahre lang ist er unumstrittener Abwehrchef, drei Jahre Mannschaftskapitän. Marcelo Bordon bleibt nur sein ganz großes sportliches Ziel verwehrt: Zwischen 2004 und 2010 kommt der Brasilianer dreimal der Meisterschaft nahe, wird letztlich aber Vizemeister. Dass Schalke in dieser Zeit so gut wie immer das Team mit den wenigsten Gegentoren der Bundesliga ist, liegt nicht zuletzt am zweikampfstarken Bordon. 2011 verabschiedet er sich mit einem emotionalen Abschiedsspiel aus Schalke.
Rudi Assauer
Geburtstag:
30.04.1944
Todestag:
6.2.2019
In die Ehrenkabine berufen:
2012
Amtszeit:
1981-1986, 1993-2006
Erfolge:
UEFA-Cup-Sieger 1997, Deutscher Pokalsieger 2001, 2002, Deutscher Vizemeister 2001, 2005
Fast zwei Jahrzehnte prägt Rudi Assauer als Manager die Geschicke des FC Schalke 04. Fällt die sportliche Bilanz seiner ersten Amtszeit durchwachsen aus, kehrt der Club unter seiner Führung ab 1993 in die Erfolgsspur zurück. Königsblau gewinnt 1997 den UEFA-Cup sowie 2001 und 2002 den DFB-Pokal und wird zweimal Vizemeister. Zudem hat Assauer großen Anteil an Planung und Entstehung der VELTINS-Arena. Anfang 2012 sorgt er für Schlagzeilen, als er seine Alzheimer-Erkrankung öffentlich macht. Sieben Jahre später, im Februar 2019, verstirbt Assauer im Alter von 74 Jahren.
Gerald Asamoah
Geburtstag:
3.10.1978
In die Ehrenkabine berufen:
2012
Spieljahre:
1999-2010
Erfolge:
Deutscher Pokalsieger 2001, 2002, Deutscher Vizemeister 2001, 2005, 2007, 2010
Bei den Fans gehört der Stürmer dank seines freundlichen Wesens abseits des Rasens und seiner kämpferischen Einstellung auf dem Platz – vor allem in Revierderbys – zu den absoluten Publikumslieblingen. Statistiken belegen den großen sportlichen Wert, den Gerald Asamoah für Schalke 04 besitzt. Der gebürtige Ghanaer ist Schalkes Rekordnationalspieler in der deutschen Nationalelf (43 Spiele/6 Tore). Mit der DFB-Auswahl wird er 2002 Vize-Weltmeister.
Raul
Geburtstag:
27.6.1977
In die Ehrenkabine berufen:
2013
Spieljahre:
2010-2012
Erfolge:
Deutscher Pokalsieger 2011
Raul avanciert im Sommer 2010 mit seinem Wechsel von Real Madrid zum größten ausländischen Star, der bislang in der Bundesliga gespielt hat. Der Spanier verzückt ebenso mit fußballtechnischen Kunststücken, mit denen er unter anderem Tore des Monats und ein Tor des Jahres erzielt, wie er beim Kumpel- und Malocherclub mit Einsatzbereitschaft und Loyalität beeindruckt. Diese Mischung aus Genialität und Volksnähe macht ihn, der von den Königlichen zu Königsblau gewechselt ist und im Mai 2011 den DFB-Pokal gewinnt, zum Publikumsliebling.
Adolf Urban
Geburtstag:
9.1.1914
Todestag:
27.5.1943
In die Ehrenkabine berufen:
2013
Spieljahre:
1926-1943
Erfolge:
Deutscher Meister 1934, 1935, 1937, 1939, 1942, Deutscher Pokalsieger 1937
Schon als Schüler spielt Adolf Urban für den S04 und steht 1934 beim Gewinn der Deutschen Meisterschaft in Berlin in der Endspielelf. Dies ist bei vier weiteren Meistertiteln und einem Pokalgewinn in den folgenden acht Jahren ebenso. Der laufstarke und torgefährliche Publikumsliebling tritt zudem 21-mal in der Nationalmannschaft an, für die er elf Treffer erzielt. Am 27. Mai 1943 fällt Urban nach einem Granatwerferbeschuss im Zweiten Weltkrieg – mit 29 Jahren in der Blüte seines fußballerischen Lebens.
Norbert Elgert
Geburtstag:
13.1.1957
In die Ehrenkabine berufen:
2014
Spieljahre:
1975-1976, 1978-1982
Nachwuchstrainer seit:
1996
Der DFB-Trainer des Jahres 2014 ist der Knappenschmied schlechthin, mehr noch: ein Diamantenveredler. Wer Norbert Elgerts Leistung für den S04 in Worte fasst, bedient sich meist anderer Namen: Julian Draxler, Max Meyer, Benedikt Höwedes, Mesut Özil, Manuel Neuer, Ralf Fährmann und viele, viele mehr. Sie alle gehen durch die Schule von Elgert, der mehrfach Deutscher Meister und DFB-Pokalsieger mit der U19 wird. Über 50 seiner Spieler gelingt der Sprung in eine der höchsten europäischen Fußball-Ligen. Als Aktiver ist der gebürtige Gelsenkirchener insgesamt fünf Jahre für die Knappen am Ball.
Willi Koslowski
Geburtstag:
17.2.1937
Todestag:
11.7.2024
In die Ehrenkabine berufen:
2014
Spieljahre:
1955-1965
Erfolge:
Deutscher Meister 1958
In der Bundesliga gelingt Willi Koslowski Historisches: Er markiert den ersten Schalker Treffer in der neuen Spielklasse. Untrennbar ist sein Name aber mit der Deutschen Meisterschaft 1958 verbunden. „Der Schwatte“, wie sie ihn wegen seiner tiefschwarzen Haare einst tauften, hat großen Anteil am Titel: Auf dem Weg zur Meisterschaft in der Oberliga West fehlt er nur einmal, erzielt neun Tore. Beim 3:0 im Finale gegen den Hamburger SV bereitet er die ersten zwei Treffer vor.
Fritz Unkel
Geburtstag:
28.8.1865
Todestag:
4.11.1944
In die Ehrenkabine berufen:
2017
Amtszeit:
1912-1915, 1919-1932, 1933-1939
Erfolge:
Deutscher Meister 1934, 1935, 1937, 1939, Deutscher Pokalsieger 1937
Er ist einer der ersten Funktionäre und schafft früh professionelle Strukturen. Unter Fritz Unkels Führung baut der Verein 1927/1928 die Glückauf-Kampfbahn. Ihm ist zudem zu verdanken, dass die späteren königsblauen Legenden wie Ernst Kuzorra und Fritz Szepan für den FC Schalke 04 auflaufen. Unter Unkels Ägide werden die Knappen viermal Deutscher Meister. 1937 gelingt der große Coup: Schalke holt das erste Double der deutschen Fußballhistorie.
Mike Büskens
Geburtstag:
19.3.1968
In die Ehrenkabine berufen:
2017
Spieljahre:
1992-2002
Erfolge:
UEFA-Cup-Sieger 1997, Deutscher Pokalsieger 2001, 2002, Deutscher Vizemeister 2001
Mike Büskens, genannt Buyo, ist ein königsblaues Synonym für harte Arbeit, für „Maloche“, wie die Menschen im Ruhrpott zu sagen pflegen. Er wird mit den Knappen zweimal Deutscher Pokalsieger und ist eine der tragenden Säulen beim UEFA-Cup-Sieg 1997. Nach dem Ende seiner aktiven Karriere wird er Nachwuchscoach bei den Königsblauen, später dann Teil des Trainerteams der Profis.
Ernst Poertgen
Geburtstag:
25.1.1912
Todestag:
30.10.1986
In die Ehrenkabine berufen:
2023
Spieljahre:
1934-1938
Erfolge:
Deutscher Meister 1935, 1937, Deutscher Pokalsieger 1937
Ernst Poertgen geht als gefürchteter Mittelstürmer in die Schalker Geschichte ein. Mit 59 Treffern in 59 Gauligapartien, Spielübersicht, Raffinesse sowie Sprung- und Schusskraft trägt er viel zu den Erfolgen der 1930er-Jahre bei. Der gebürtige Altenessener läuft in sieben Endspielen auf und verhilft dem S04 zu zwei Meisterschaften (1935 und 1937) und dem ersten Doublesieg (1937) der deutschen Fußballgeschichte. Zudem absolviert er in dieser Zeit drei Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft, in denen ihm fünf Treffer gelingen.
Ivica Horvat
Geburtstag:
16.7.1926
Todestag:
27.8.2012
In die Ehrenkabine berufen:
2023
Spieljahre:
1971-1975
Erfolge:
Deutscher Pokalsieger 1972, Deutscher Vizemeister 1972
Chef-Trainer Ivica Horvat dirigiert in der Saison 1971/1972 die aufstrebende Mannschaft um Norbert Nigbur, Klaus Fichtel, Rolf Rüssmann, Helmut und Erwin Kremers, Stan Libuda, Aki Lütkebohmert sowie Klaus Fischer. Am Ende der Spielzeit wird der S04 hinter Bayern München knapp Vizemeister und gewinnt den DFB-Pokal durch einen 5:0-Finaltriumph gegen den 1. FC Kaiserslautern. Nach seinem Abschied 1975 feiern der beliebte Jugoslawe und die Knappen-Fans 1978/1979 nochmal ein Wiedersehen.
Erwin Kremers
Geburtstag:
24.3.1949
In die Ehrenkabine berufen:
2024
Spieljahre:
1971-1979
Erfolge:
Deutscher Pokalsieger 1972, Deutscher Vizemeister 1972, 1977
Mit Bruder Helmut bildet Erwin Kremers das erste Zwillingspaar in der Bundesliga. Erwin weiß als trickreicher Linksaußen oft seine Gegner zu düpieren. Die Königsblauen spielen 1971/1972 ihre bis heute beste Bundesliga-Saison – 24 Siege, vier Unentschieden bei nur sechs Niederlagen – und landen nur knapp hinter Meister Bayern München. Dafür gewinnen sie im selben Jahr den DFB-Pokal mit einem furiosen 5:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern. Erwin Kremers markiert in 260 Pflichtspielen für den S04 insgesamt 54 Tore. Später engagieren sich die Zwillinge ebenso treffsicher für soziale Zwecke und erzielen mit dem Schalker Golfkreis beeindruckende Spendenerlöse.
Helmut Kremers
Geburtstag:
24.3.1949
In die Ehrenkabine berufen:
2024
Spieljahre:
1971-1980
Erfolge:
Deutscher Pokalsieger 1972, Deutscher Vizemeister 1972, 1977
Als linker Verteidiger mit beachtlichem Offensivdrang ist Helmut Kremers überragender Spieler beim 5:0-Pokalerfolg 1972, zu dem er zwei Tore beisteuert. Im Zuge vieler Sperren nach dem Bundesliga-Skandal übernimmt er mit erst 23 Jahren die Kapitänsbinde und ist neben seinem Bruder Mitte der 1970er-Jahre eine der Galionsfiguren, die den Abstieg verhindern. Mit 59 Treffern in 274 Partien schafft er sogar fünf Tore mehr als Erwin. Helmut Kremers fungiert ab 1989 dreimal als S04-Manager und 1994 kurzzeitig als Präsident, ehe der Verein seine Satzung grundlegend modernisiert.