Benedikt Höwedes: Derbysieg wäre ein super Geschenk

Mit einem erfolgreichen Auftritt in der Nachbarschaft könnte sich Benedikt Höwedes am Samstag (28.2.) das perfekte Geschenk zu seinem 27. Geburtstag machen. Auf schalke04.de spricht der Kapitän der Königsblauen über das Derby.

Benedikt Höwedes, Sie wurden am 29. Februar 1988 geboren. Da wir kein Schaltjahr haben, gibt es den Tag dieses Mal nicht. Dennoch dürfen Sie uns Ihren größten Wunsch für das anstehende Wochenende nennen …

Klare Sache, drei Punkte im Derby. Das wäre nicht nur für mich, sondern für alle Schalker ein wunderbares Geschenk.

Wie macht sich eine Derbywoche in Ihrem Umfeld bemerkbar?

Viele Spieler aus unserer Mannschaft kommen aus dem Revier – sie wissen also, was es bedeutet, wenn wir gegen die Schwarz-Gelben spielen. Die Menschen in der Region sind elektrisiert und freuen sich auf das Duell. Man wird an der Tankstelle angesprochen, oder beim Bäcker. Dieses Spiel ist einfach etwas ganz Besonderes. Trotz der aufgeheizten Stimmung, die uns im Stadion erwarten wird, müssen wir kühlen Kopf bewahren, um ein erfolgreiches Ergebnis zu erzielen. Nach zwei sieglosen Spielen in der Bundesliga möchten wir unbedingt wieder drei Punkte holen.

Rufen Sie sich Erinnerungen aus vergangenen Derbys hervor, um sich zusätzlich zu motivieren?

Das Derby an sich ist Motivation genug. Da muss ich mir nicht die vergangenen Spiele vor Augen halten, um heiß zu werden.

Wie schätzen Sie den BVB aktuell ein?

Es sieht so aus, als ob sich die Dortmunder von ihrem Tief relativ gut erholt haben. Für mich war es aber auch nur eine Frage der Zeit, bis beim BVB wieder Normalität einkehrt. Wir möchten aber nicht zu den Mannschaften gehören, gegen die sich die Dortmunder weiter befreien.

Die Schwarz-Gelben waren unter der Woche noch bei Juventus Turin im Einsatz. Wird das Spiel der Dortmunder in der Königsklasse Einfluss auf das Derby haben?

Nein, das denke ich nicht. Der BVB verfügt über einen Kader, der auf mehrere Wettbewerbe ausgelegt ist. Wir waren gegen Werder Bremen ja zuletzt auch fit, nachdem wir gegen Real Madrid in der Champions League im Einsatz waren.

Worauf wird es im Schalker Spiel ankommen?

Wir müssen in der Defensive stabil stehen und unsere Chancen nutzen. Wichtig ist vor allem, dass wir unsere Konter gut zu Ende spielen. Ich denke, daran hat es zuletzt etwas gehakt. Das können wir besser. In der Vergangenheit haben wir aus wenigen Möglichkeiten häufig viele Tore gemacht.

Klaas-Jan Huntelaar kehrt nach abgesessener Rotsperre und überstandener Schienbeinprellung zurück …

Der Hunter ist jemand, der nicht lange fackelt und aus vielen Lagen schießen kann. Das sorgt immer für Gefahr. Und selbst, wenn ein Schuss nicht sitzt, wird der Abpraller vielleicht noch gefährlich.

Es gibt allerdings auch eine bittere Nachricht: Mit Joel Matip muss einer Ihrer Nebenmänner in der Abwehrkette verletzt passen. Wie schwer wiegt der Ausfall?

Das ist sehr bitter. Joel hat in den vergangenen Wochen in der Dreierkette einen sehr guten Job gemacht. Wir standen sehr sicher und haben gemeinsam viele gefährliche Situationen entschärft. Joel ist mit seiner Zweikampf- und Kopfballstärke ein enorm wichtiger Spieler für uns. Aber ich bin mir sicher, dass wir es trotz allem schaffen werden, den Ausfall zu kompensieren. Roman Neustädter ist eine Alternative, die es in der Hinrunde auch schon mehrfach richtig gut in der zentralen Rolle in der Dreierkette gemacht hat. Daher mache ich mir nicht allzu große Sorgen um die Stabilität in der Abwehr.

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