Ralf Fährmann: Das war zu wenig

Der Sieg des HSV war verdient: so lautete das Urteil von Ralf Fährmann, Benedikt Höwedes und Christian Heidel nach dem Abpfiff. schalke04.de hat die Aussagen des Trios notiert.

Ralf Fährmann:

Man muss sagen, dass der Sieg für den HSV unterm Strich verdient ist. Das war einfach zu wenig von uns. Wir haben kaum die Initiative ergriffen und unsere Leistung nicht abgerufen. Deswegen geht die Niederlage in Ordnung. Wir sind wirklich froh, dass wir jetzt in die Winterpause gehen. Man hat erneut gesehen, dass wir stark gebeutelt sind, vor allem in der Offensive. Uns fehlen vorne einfach die großen Spieler, die man auch mal mit hohen Bällen füttern kann. Wir können uns jetzt sammeln, um dann im neuen Jahr wieder anders aufzutreten. Wir haben nach dem schwachen Saisonstart noch gut die Kurve bekommen. Aber insgesamt war es dennoch zu wenig in diesem Jahr. Ich bin mir sicher, dass es wieder besser aussehen wird, wenn wir vollzählig sind.

Benedikt Höwedes:

Wir haben keinen Fußball gespielt. In der ersten Halbzeit war es ein schwaches Spiel von beiden Mannschaften. Beide Teams haben es häufig mit langen Bällen probiert. Im zweiten Durchgang hat der HSV uns dann ein wenig niedergekämpft und die Tore erzielt. Uns ist wenig eingefallen, sodass wir kaum zwingende Möglichkeiten hatten. Die Kontergelegenheiten, die wir hatten, haben wir schwach ausgespielt. Wir können die vielen Verletzten nicht außer Acht lassen. Aber das darf nicht der einzige Grund dafür sein, dass wir in den vergangenen Wochen einige Begegnungen verloren haben. Ich denke, gegen Leipzig und Leverkusen haben wir sehr unglücklich verloren. Gegen den HSV war es aber einfach zu wenig, um gewinnen zu können.

Christian Heidel:

Der HSV hat das absolut richtige Mittel gegen uns gefunden. Hamburg hat gut gepresst und wir haben die Bälle immer nur lang nach vorne gespielt und sind dadurch überhaupt nicht in die Partie gekommen. Es lag nicht am Engagement, sondern daran, dass wir es fußballerisch nicht gut gelöst haben. Wir ordnen die Situation jetzt realistisch ein. Wir wissen, dass wir 18 Punkte haben. Das ist zu wenig. Nach den fünf Niederlagen zu Saisonbeginn sind wir sehr gut in Tritt gekommen und haben seit dem Leipzig-Spiel wieder den Rhythmus verloren. Deswegen stehen wir da, wo wir stehen. Die Tabelle lügt nicht. Wir müssen jetzt alles dafür tun, um eine gute Vorbereitung hinzulegen, und dann eine andere Rückrunde spielen. Aus dieser Hinserie kann man insgesamt viel lernen.