Danny Latza: Wir wollten es erzwingen – und wir haben es erzwungen!

Aufgrund der Niederlage von Mit-Konkurrent SV Darmstadt 98 tags zuvor bot sich den Königsblauen am Samstag (7.5.) die große Chance, mit einem Heimsieg gegen den FC St. Pauli die Rückkehr in die Bundesliga vorzeitig perfekt zu machen. Das „Matchball-Spiel“ gegen die Kiezkicker entwickelte sich zu einem wahren Krimi – mit einem Happy End, das schöner nicht hätte sein können für Kapitän Danny Latza und seine Mitspieler.

Danny Latza

Der 32-Jährige, geboren und aufgewachsen in Gelsenkirchen, weiß wie kaum ein Zweiter, welch große Bedeutung der FC Schalke 04 in der Stadt für die Menschen hat. Deshalb habe er trotz eines gewissen Drucks, der vor jedem Spiel herrsche, die Busfahrt zum Stadion vor allem mit einer großen Portion Vorfreude angetreten, berichtet der Mittelfeldmann. „Wir sind hierhergekommen und wussten, was im und rund um das Stadion abgehen wird“, berichtet Latza. „Wir wollten den Sieg deshalb für uns, für unsere Fans, für den Verein erzwingen – und wir haben es erzwungen.“

Wir sind hierhergekommen und wussten, was im und rund um das Stadion abgehen wird.

Danny Latza

Nach einem dreifachen Punktgewinn sah es beim Pausenpfiff allerdings nicht unbedingt aus. Denn: Auf dem Videowürfel stand ein Zwei-Tore-Vorsprung für die Gäste. „Wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht und wussten selbst nicht, wie wir 0:2 in Rückstand geraten konnten“, sagt der Kapitän. „In der Halbzeit haben wir uns gesagt, dass wir in der Lage sind, noch drei Tore zu schießen. Der Elfmeter kurz nach der Pause hat uns natürlich in die Karten gespielt, danach waren wir noch besser drin.“

Die Nacht zum Tag gemacht

Den Jubel nach dem Schlusspfiff, die gemeinsame Freude über das Erreichte, habe er sich in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder erträumt, so Latza. Deshalb lautete seine Ansage nach Spielende: „Wir machen die Nacht zum Tag. Heute kann die Party steigen, wir gehen steil ohne Ende.“ Dieser Ankündigung, das ist bekannt, ließen der Kapitän und seine Mitspieler bis in die frühen Morgenstunden des Sonntags Taten folgen.

Einziger Wermutstropfen für Latza an diesem historischen Abend: Er sah kurz vor dem Halbzeitpfiff die Gelbe Karte – seine fünfte in der laufenden Saison. Der Rechtsfuß wird damit im abschließenden Spiel in Nürnberg nicht auf dem Platz stehen können. Stattdessen wird er von außen die Daumen drücken und die Mannschaft unterstützen, damit diese auch die letzte Begegnung der Saison erfolgreich gestaltet und sich mit der Zweitliga-Meisterschaft krönt.

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