Danny Latza und das Comeback zum perfekten Zeitpunkt

Drei Tore, drei Punkte und erstmals wieder eine fast voll besetzte VELTINS-Arena: Die Königsblauen hatten am Samstagabend (23.10.) gleich mehrere Gründe, sich zu freuen. Ein weiterer ergab sich in der 65. Minute der Partie gegen Dynamo Dresden. Nach auskurierter Außenbandverletzung im Knie betrat Danny Latza erstmals seit dem Auftaktspiel gegen den Hamburger SV wieder den Rasen des königsblauen Wohnzimmers – und war für sein Team in der spielentscheidenden Phase gleich ein wichtiger Faktor.

Danny Latza

„Ich hatte mir gewünscht, dass ich ein paar Einsatzminuten bekomme. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass es gleich eine halbe Stunde wird“, freute sich Latza über sein Comeback nach fast genau drei Monaten Ausfallzeit, „es war eine lange Zeit für mich, in der ich nicht auf dem Platz stehen konnte.“

Freude verspürte der 31-Jährige vor allem auch aufgrund des 3:0-Erfolgs: „Ich bin sehr froh, dass wir die drei Punkte zu Hause behalten konnten und erneut zu Null gespielt haben.“ Dass seine Mannschaft dieses Zeil erreichte, lag zu einem wesentlichen Teil auch an Latza selbst. Beim Stand von 1:0 kam er nach gut einer Stunde für Yaroslav Mikhailov ins Spiel – in einer entscheidenden Phase, in der die Gäste den Druck erhöhten und sich Chancen erspielten.

Wichtiger Faktor in spielentscheidender Phase

„Als Danny auf den Platz kam, hat man direkt gemerkt, dass er der Mannschaft im Spiel mit dem Ball viel Ruhe gegeben hat – nicht nur durch die Art und Weise, wie er gespielt hat, sondern allein durch seine Präsenz“, lobte Dimitrios Grammozis seinen Kapitän, der direkt nach seiner Einwechslung die Kapitänsbinde von Victor Pálsson überreicht bekommen hatte.

Latza habe „auch unter Druck Lösungen gefunden, nicht zu schnell vertikal gespielt, sondern den Ball gehalten und das Spiel verlagert“, so Grammozis. „Die Einwechslung war wichtig, um eine gewisse Stabilität zu bekommen.“

Die Lautstärke war einfach phänomenal, man wird getragen von den Fans. Das macht einfach Bock.

Danny Latza

Einen besseren Zeitpunkt für seine Rückkehr ins Team hätte sich der Mittelfeldspieler kaum aussuchen können. „Es freut mich, dass ich wieder dabei sein durfte. Umso mehr freut mich, dass ich direkt vor voller Kulisse spielen konnte und wir den Fans diesen Sieg geschenkt haben“, sagte Latza, der die Atmosphäre bereits auf der Bank genießen konnte: „Die Kulisse war der Wahnsinn. Ich saß neben Memo Aydin, der sie in dieser Form noch nicht erlebt hat. Er hatte am ganzen Körper Gänsehaut. Auch für mich war es ein unbeschreibliches Gefühl.“

Die Minuten nach dem Schlusspfiff waren für Latza und seine Mannschaftskameraden dementsprechend ganz besondere: „Nach so einer langen Zeit wieder mit den Fans feiern zu können, macht einen froh und sprachlos. Die Lautstärke war einfach phänomenal, man wird getragen von den Fans. Das macht einfach Bock.“ Umso größer ist die Motivation, diese Momente mit den Fans gleich in wenigen Tagen erneut erleben zu dürfen, wenn die Knappen am Dienstag (26.10., 18.30 Uhr) in der zweiten Runde des DFB-Pokals bei 1860 München gefordert sind.

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