Edin Džeko: Als Stürmer verlernt man das Toreschießen nicht

Ein Debüt, das kaum besser hätte ausfallen können – mit Ausnahme einer Sache: „Zu gewinnen wäre perfekt gewesen“, erklärte Edin Džeko nach seinen ersten Pflichtspiel-Minuten im S04-Trikot. Mit seinem ersten Treffer als Schalker zum zwischenzeitlichen 1:2 hatte er maßgeblichen Anteil am 2:2-Punktgewinn gegen den 1. FC Kaiserslautern.

Edin Dzeko im Sprint.

„Das erste Spiel, dazu in diesem geilen Stadion vor diesem überragenden Publikum, ist immer etwas Besonderes“, ergänzte der 39 Jahre alte Stürmer. „Dass mir direkt ein Tor gelingt, macht mich sehr happy.“ 67 Minuten schaute Dzeko am Sonntag (25.1.) zunächst zu, nachdem sein Wechsel zum S04 gerade einmal 72 Stunden zuvor unter Dach und Fach gebracht wurde. Mit 39 Jahren, 10 Monaten und 8 Tagen stieg er nach seiner Einwechslung für Amin Younes zum zweitältesten Zweitliga-Debütanten auf – und die nächste Marke fiel 20 Minuten später: Mit seinem Tor avancierte der Bosnier gleich im ersten Zweitliga-Spiel zum ältesten Torschützen im Unterhaus.

Man hat ein Gespür für den richtigen Moment – auf den habe ich gewartet.

Edin Džeko

Mit einer feinen Ballannahme im Strafraum ließ er Gegenspieler Maxwell Gyami keine Chance, auch Torhüter Julian Krahl war beim Abschluss machtlos. „Auch im Alter verlernt man als Stürmer nicht, wie man Tore erzielt“, erklärte Džeko hinterher. „Man hat ein Gespür für den richtigen Moment – auf den habe ich gewartet.“ Angesichts des Spielverlaufs resümierte der 39-Jährige: „Den Punkt nehmen wir gerne mit, nachdem die Partie eigentlich schon verloren schien. Die Mannschaft hat Charakter gezeigt, das Resultat ist gut für die Moral. Aber es gibt natürlich Dinge, die wir verbessern müssen.“

Edin Dzeko sprintet mit Ball.

Möglichst schon am kommenden Samstag im Nachbarschaftsduell beim VfL Bochum: „Ich hatte vor drei Wochen eine Fußprellung und bin froh, jetzt schon über 20 Minuten gesammelt zu haben“, sagte der Bosnier. „Es wird Woche für Woche besser und wir schauen immer nur auf das nächste Spiel und was mein Körper leisten kann.“ Bis dahin nimmt Džeko aber auch fantastische erste Eindrücke aus seinem neuen Wohnzimmer mit: „Ich kannte Schalke und die Fans bereits von früher, als ich mit Wolfsburg hier gespielt habe.“ Nun selbst ein Teil des Ganzen zu sein, macht ihn stolz: „Das Stadion mit den Fans ist in jedem Spiel ein großer Pluspunkt für die Mannschaft. Es war der Abschluss einer aufregenden Woche.“