Erfolgreiches Startelf-Debüt für Marius Lode

Startelf, zwei Torvorlagen, Heimsieg: Marius Lode ragte beim 2:1-Sieg gegen Hannover 96 bei der insgesamt starken Mannschaftsleistung definitiv heraus. Damit zog der Norweger eine bemerkenswerte Parallele zu seinem Landsmann und Teamkollegen Andreas Vindheim.

Beim Blick auf die Anfangsformation dürfte der ein oder andere schon etwas gestaunt haben. Nicht aus dem Grund, dass Marius Lode für den gelb-gesperrten Innenverteidiger Marcin Kaminski auflief, sondern vielmehr, dass er auf die Rechtsverteidigerposition beordert wurde. Das Trainerteam um Mike Büskens hatte sich bereits früh in der Woche auf diese Option festgelegt. Es entwickelte sich ein „Kopf-an-Kopf-Rennen“, so Büskens im Anschluss, „als dann feststand, dass Reini Ranftl coronabedingt ausfallen wird, war die Sache für uns klar.“

Und so kam Marius Lode zu seinem Startelf-Debüt, nachdem er zuvor in acht Spielen viermal eingewechselt worden war. Lode fand gut rein, hat mit seinen „Halbraumbällen in die Tiefe für viel Gefahr gesorgt“, lobte Büskens. In der 43. Minute setzte er eben mit solch einer Flanke aus dem Halbraum Rodrigo Zalazar in Szene, der anschließend den Ball aus gut sechs Metern an die Querlatte köpfte.

Marius hat mit seinen Halbraumbällen in die Tiefe für viel Gefahr gesorgt.

Mike Büskens

Beim anschließenden Eckstoß, Hannovers Keeper Ron-Robert Zieler war noch dran, stand der Norweger wieder im Fokus. Nach einem kurzen Getümmel behielt er die Übersicht, legte für Ko Itakura sehenswert zum 1:0-Führungstreffer auf. Es sollte nicht bei diesem einen Assist bleiben.

Rein in Halbzeit zwei, genauer gesagt in die 54. Spielminute. Lode sah Zalazar in den Strafraum sprinten, spielte die Kugel perfekt in den freien Raum, sodass „Rodri“ die Kugel aus leicht spitzem Winkel in den Kasten hämmerte. 2:1 für Königsblau, zweiter Assist in der Tasche. In der 70. Minute wurde Lode dann ausgewechselt, erntete Sonderapplaus von den Fans.

„Wir haben Marius herausgenommen, weil wir natürlich nicht vergessen dürfen, dass er lange Zeit ohne ein Spiel über 90 Minuten war“, erklärte der Chef-Trainer die Auswechslung. Das Debüt musste natürlich gefeiert werden, zusammen mit der Mannschaft vor der Nordkurve, was Lode auf Instagram wie folgt kommentierte: „Heimsieg! Was für ein unglaubliches Erlebnis vor der berühmten Nordkurve zu spielen! Gänsehaut!“

Nach Schlusspfiff kam es dann noch zu einer symbolischen Szene. Der derzeit noch verletzte Andreas Vindheim, Lodes Landsmann und Kumpel, gratulierte persönlich auf dem Platz. Auch Vindheim konnte bei seinem Startelf-Debüt für die Königsblauen (am 20. Spieltag gegen Erzgebirge Aue) zwei Torbeteiligungen verbuchen, einen eigenen Treffer und eine Vorlage. So schließt sich der Kreis – dieses Mal ein norwegischer.

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