Miron Muslic: So lange nicht abgepfiffen ist, kann immer etwas passieren

Eine torreiche Schlussphase zwischen Königsblau und dem 1. FC Kaiserslautern endete am Sonntag (25.1.) mit einem 2:2-Unentschieden. Im Anschluss sprachen Miron Muslic und Torsten Lieberknecht über das Remis, auch Kenan Karaman und Zaid Tchibara gaben ihre Einschätzung zum Spiel.

Miron Muslic zeigt auf den Platz.

Miron Muslic:

Es war super emotional. Wenn du in der 84. Minute das 0:2 kassierst, weißt du, dass es unglaublich schwierig wird. Wir haben aber Charakter gezeigt, an uns geglaubt und durch Edin Džeko den Anschlusstreffer erzielt. Seine unglaubliche Aktion war für uns der Startpunkt, um das Stadion mitzunehmen und All-In zu gehen. Vorher war das Spiel sehr ausgeglichen. Kaiserslautern hat es gut gemacht, ihre Diagonalbälle hätten wir einfach besser verteidigen müssen. Wenn Timo Becker in der zweiten Halbzeit nach einer Ecke das 1:0 macht, kann das Spiel in eine komplett andere Richtung kippen. Ivan Prtajin trifft dann nach seiner Einwechslung mit seiner ersten Ballberührung. Am Ende gibt uns unser Endspurt Kraft und Energie und zeigt: So lange nicht abgepfiffen ist, kann immer etwas passieren. Wir hatten heute diesen Glauben und haben uns mit einem Punkt belohnt.

Torsten Lieberknecht:

Ich glaube, wenn du 2:0 auf Schalke führst und dann noch zwei Tore kassierst, darf man enttäuscht sein. Aber nur kurz, denn das Ergebnis sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir ein sehr gutes Auswärtsspiel gezeigt haben. Wir haben Schalke in der Defensive gut beschäftigt und schießen zwei Tore, die normalerweise reichen. Hier auf Schalke ist es aber genau wie in Kaiserslautern so, dass das Stadion dafür sorgt, dass eine Wucht entsteht, die ein Spiel drehen kann. Mit Standards ist es dem S04 so gelungen, uns den Sieg zu entreißen.

Kenan Karaman:

Der Punkt ist wichtig für die Moral. Nach einem Spiel, das eigentlich schon verloren schien, nehmen wir den natürlich mit. Gefühlt war mehr drin heute, phasenweise war es aber trotzdem nicht gut. Kurz nach unserer Chance durch Timo Becker erzielt Lautern dann das Tor nach einem Standard, anschließend fangen wir uns noch den Konter. Dann kommen wir aber super zurück durch die ganze Klasse von Edin, bekommen dann unsere Möglichkeit und gleichen noch aus. Am Ende passt das für beide Seiten.

Zaid Tchibara:

Ein klasse Gefühl, nach so langer Zeit wieder zurück zu sein. In der Schlussphase dachte ich zunächst nicht, dass ich noch ins Spiel kommen würde, bis der Trainer schließlich meinen Namen gerufen hat. Dann wollte ich die letzten Minuten noch alles für das Unentschieden geben und konnte dann mit meinem Kopfball vor dem 2:2 auch meinen Teil beitragen. Nachdem ich diese Woche meinen Führerschein bestanden habe, hat mich dieser persönliche Erfolg sehr gefreut.