Miron Muslic: Wir sind absolut bereit für das nächste Topspiel

Topspiel unter Flutlicht: Am Samstagabend (21.3.) tritt Königsblau als Spitzenreiter beim Tabellenzweiten SV Darmstadt 98 an. Vor der Partie bei den Lilien blickte Chef-Trainer Miron Muslic auf die Herausforderung in Hessen und die Besonderheiten der Partie.

Miron Muslic sitzt auf dem Podium der Pressekonferenz.

Wenn man die Tabelle für eine qualitative Bewertung ins Feld führt, erwartet die Fans am Darmstädter Böllenfalltor die bestmögliche Konstellation: Auf Platz eins stehend treten die Schalker mit 51 Punkten beim direkten Verfolger an, der zwei Zähler hinter den Knappen lauert. Auch auf dem Feld erwartet Muslic ein echtes Spitzenspiel: „Darmstadt spielt eine hervorragende Saison und steht zurecht weit oben in der Tabelle. Uns erwartet ein großes Kaliber, aber wir haben auch sehr viel Qualität, viel Vertrauen in unsere Stärken und sind in den bisherigen Duellen gegen die übrigen Teams aus den Top Sechs ungeschlagen – diese Serie wollen wir am Samstag verlängern.“

Wir haben in dieser Saison schon oft gegen Widrigkeiten angekämpft und sind stärker zurückgekommen.

Chef-Trainer Miron Muslic

Ein kurzer Blick ging auch zurück auf das Spitzenduell am vergangenen Sonntag (15.3.) gegen Hannover 96: Mit der letzten Aktion erzielten die fünftplatzierten Niedersachsen den 2:2-Ausgleich auf Schalke nach über 40-minütiger Überzahl, weil Edin Džeko die Rote Karte sah. „Das war kein einfacher Moment für uns, das hat Spuren hinterlassen. Wenn dir in der letzten Szene noch der Sieg genommen wird, tut das unglaublich weh“, erklärte Muslic. Eine gewisse „Jetzt-erst-recht-Mentalität“ verspüre der Coach schon seit längerer Zeit. „Wir haben in dieser Saison schon oft gegen Widrigkeiten angekämpft und sind stärker zurückgekommen. Uns so wie ich die Jungs in dieser Woche im Training erlebt habe, sind wir absolut bereit für das nächste Topspiel.“

Der S04-Coach weiß um die Stärken der Lilien, mit denen sich Königsblau Ende Oktober 2025 bereits binnen weniger Tage doppelt messen musste: Im Hinrunden-Duell feierte der S04 einen 1:0-Heimerfolg, in der darauffolgenden Woche unterlagen die Knappen in Darmstadt in der zweiten DFB-Pokalrunde mit 0:4. „Wir haben beide Spiele für die Analyse herangezogen, sowohl den überragenden Sieg durch das Goldtorgoldene Tor von Moussa Sylla, als auch die klare Klatsche“, verriet Muslic. „Solche Niederlagen, auch wenn sie wehtun, haben uns im weiteren Verlauf der Saison stärker werden lassen. Nun brauchen wir erneut unsere geschlossene Stärke, um zu bestehen.“

Im Team der Darmstädter sieht der 43-Jährige sein Pendant als wesentlichen Faktor für den Erfolg der Hessen: „Florian Kohfeldt leistet als Trainer hervorragende Arbeit, man muss sich nur drei Minuten eines Spiels ansehen, um seine klare Handschrift zu erkennen.“ Dazu verfügen die Lilien über hohe Dominanz in beiden Strafräumen, eine stabile Viererkette, viel Intensität in den Zweikämpfen und Unterschiedsspielern in der Offensive. „Sie vereinen eine hohe Qualität mit hervorragendem Coaching und sind damit sehr erfolgreich.“

Zuletzt mussten sich beide Seiten mit einem Punkt begnügen: Während der S04 besagten Last-Minute-Ausgleich gegen Hannover kassierte, kamen die Lilien beim 1. FC Magdeburg nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus. Doch im eigenen Stadion präsentieren sich die Gastgeber sehr stark, in der Heimtabelle stehen sie auf Platz eins und sind bei zehn Siegen in 13 Partien als einziges Team der Liga noch ungeschlagen am Böllenfalltor. Mit 48 erzielten Treffern stellt Darmstadt 98 die beste Offensive der 2. Bundesliga.

Sylla ersetzt den gesperrten Džeko

Nicht mitwirken kann dabei allerdings Edin Džeko. Der Stürmer wurde nach seiner Roten Karte vom DFB zunächst für zwei Spiele gesperrt. Der Einspruch des FC Schalke 04 war allerdings erfolgreich. Am Donnerstagnachmittag wurde die Sperre um ein Spiel reduziert. Džeko fehlt somit nur in Darmstadt, darf am Ostersonntag gegen Karlsruhe wieder auflaufen.

An große Veränderungen in System und Taktik denkt Muslic deshalb aber nicht: „In unserem Ansatz und den Prinzipien wollen wir nichts verändern, eher noch klarer, fester und intensiver in allen Abläufen werden.“ Ersetzt wird der bosnische Stürmer am Samstagabend von Moussa Sylla, der im Oktober den 1:0-Siegtreffer gegen Darmstadt erzielte und zuletzt oft von der Bank kam. Für Adrian Gantenbein, Christopher Antwi-Adjei und Anton Donkor, die unter der Woche ins Training zurückkehrten, kommt die Partie allerdings zu früh.

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