Nikola Katic: Werden auch dieses Mal wieder bereit sein

Beim 1:0-Heimerfolg über Arminia Bielefeld fand sich Nikola Katic am vergangenen Freitag (6.3.) in einer ungewohnten Rolle wieder: als Zuschauer auf der Tribüne. Die fünfte Gelbe Karte am Wochenende zuvor bei der SpVgg Greuther Fürth führte zur Zwangspause für die Stammkraft in der Schalker Defensive. „Kein schönes Gefühl“, wie der 29-Jährige unter der Woche erklärte. „Ich war während des Spiels sehr nervös, am Ende aber umso glücklicher, als ich mit den anderen auf dem Rasen feiern konnte.“

Nikola Katic

Im bisherigen Saisonverlauf konnte Katic das regelmäßig in Trikot und Fußballschuhen – mit Ausnahme der Partie am 2. Spieltag beim 1. FC Kaiserslautern, die er wegen einer Kopfverletzung verpasste, absolvierte der bosnische Nationalspieler die übrigen 23 Liga-Partien über die volle Distanz. Zwar brachte ihm die Gelbsperre nun eine vermeintlich wohlverdiente Pause, doch „ich will sofort wieder auf den Rasen und das Gefühl in der Arena vor unseren Fans genießen“, versicherte der Routinier.

Vertreten wurde der Innenverteidiger gegen die Ostwestfalen von Mertcan Ayhan, mit dem Katic in der Hinrunde auch oft gemeinsam auf dem Feld stand. „Er ist ein großes Talent mit einer ebenso großen Zukunft“, lobte der Bosnier seine Vertretung. „Ich spreche viel mit ihm, unterstütze ihn und die anderen jungen Spieler in jeder Situation. Das gehört zu meiner Rolle als erfahrener Spieler.“

Das Duell mit Hannover wird – wie so viele Spiele in dieser Liga – ein absolutes Topspiel, in dem wir 120 Prozent geben müssen.

Nikola Katic

Nun aber will Katic auch selbst wieder aufs Feld, wenn Königsblau am Sonntag (15.3.) als Spitzenreiter den Tabellenfünften Hannover 96 empfängt. Die Niedersachsen zählen zur Spitzengruppe im Kampf um die Aufstiegsränge, haben zuletzt aber daheim mit 1:2 gegen Schlusslicht SpVgg Greuther Fürth verloren. Auch das schärft die Sinne des Schalker Abwehrspielers: „Das Duell mit Hannover wird – wie so viele Spiele in dieser Liga – ein absolutes Topspiel, in dem wir 120 Prozent geben müssen.“ Klar ist für den 29-Jährigen aber auch, dass „wir unsere Qualitäten in dieser Saison schon oft gezeigt haben und auch dieses Mal wieder bereit sein werden“.

Privileg und positiver Druck

Vor dem bosnischen Nationalspieler liegen spannende Wochen mit dem letzten Saisonviertel und den Play-Offs in der WM-Qualifikation, an denen Katic mit seiner Landesauswahl teilnimmt. Wie bislang auch, blickt Schalkes Nummer 25 aber einzig auf die nächste bevorstehende Aufgabe: „Wir denken nur an Hannover und gehen Schritt für Schritt. Aber wir haben den besten Trainer der Liga und auch die individuell besten Spieler.“

Dass eine solche Situation Druck von außen oder auch von innen heraus erzeugt, gehört für Katic naturgemäß dazu. „Das Privileg, für Schalke und die Nationalmannschaft zu spielen, haben nicht viele. Deshalb bin ich dankbar, in dieser Situation zu sein, arbeite seit dem ersten Tag hart für unsere Ziele und spüre ausschließlich positiven Druck.“

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