Rouven Schröder: Fokussiert, aber nicht verkrampft

Vor dem Beginn der Trainingswoche zwischen den beiden NRW-Duellen in Düsseldorf und gegen Paderborn gab es auf Schalke einiges aufzuarbeiten. Nach der schwachen Leistung bei der 1:2-Niederlage am Sonntag (13.2.) in der Landeshauptstadt hat tags darauf eine ausführliche Analyse der 90 Minuten stattgefunden.

Rouven Schröder

„Jeder Einzelne war sich bereits direkt nach dem Abpfiff bewusst, dass wir keine gute Leistung abgeliefert haben, dass wir mit dem Ergebnis und vor allem mit dem Auftritt alles andere als zufrieden sein konnten“, berichtet Rouven Schröder. Bei der Analyse und der anschließenden Mannschaftsbesprechung seien alle Fehler – die mannschaftstaktischen, aber auch die individuellen – klar und deutlich angesprochen worden, sagt der Sportdirektor und fügt hinzu: „Die Mannschaft hat sich dabei sehr selbstkritisch gezeigt.“ Dies sei wichtig und spreche gleichzeitig für den Charakter der Gruppe, aus der ausnahmslos jeder „alles für Schalke gibt, um mit der Mannschaft, mit dem Verein erfolgreich zu sein“, so der 46-Jährige.

Wenn man sich stets auf Neue sagt, wie enttäuschend der letzte Auftritt gewesen ist, ist man im Kopf nicht frei für die Vorbereitung auf das anstehende Spiel.

Rouven Schröder

In den bisherigen Einheiten der laufenden Trainingswoche sei zu beobachten gewesen, dass alle Spieler sehr fokussiert arbeiten. „Niemand lässt sich hängen – ganz im Gegenteil“, beschreibt Schröder seine Eindrücke und erklärt, dass jeder einzelne Spieler des Teams seine Chance auf einen Platz in der ersten Elf suche und alle Akteure der Mannschaft wichtig für den Erfolg seien.

Gute Kommunikation mit Reinhold Ranftl

„Wir brauchen jeden Einzelnen“, betont Schröder und spricht in diesem Zuge auch Reinhold Ranftl an. Der Österreicher hatte in Düsseldorf nicht zum Kader gezählt, sollte stattdessen am Wochenende den Kopf freibekommen. „Die Kommunikation mit Reini war sehr gut“, berichtet er. Und: „Wir sind nach wie vor von ihm überzeugt, unterstützen ihn zu 100 Prozent und helfen Reini, sich aus seinem kleinen Tief herauszuarbeiten. Wenn man beobachtet, wie er trainiert, sieht man, dass er seine Chance nutzen will und mit vollem Einsatz bei der Sache ist.“

Voller Einsatz aller Knappen ist auch am Freitag (18.2.) gegen den SC Paderborn 07 gefordert. „Das wird eine harte Nuss. Unser Gegner hat in dieser Saison auswärts noch kein Spiel verloren“, sagt der Sportdirektor. Wichtig sei es, die Aufgabe nach dem jüngsten Negativerlebnis in Düsseldorf nicht zu verkrampft anzugehen.

Schröder kennt solche Situationen wie die aktuelle aus seiner aktiven Zeit und weiß, worauf es nun ankommt. „Wichtig ist natürlich Selbstkritik, gleichzeitig aber auch, schnell wieder eine gewisse Lockerheit zu entwickeln. Denn wenn man sich stets auf Neue sagt, wie enttäuschend der letzte Auftritt gewesen ist, ist man im Kopf nicht frei für die Vorbereitung auf das anstehende Spiel“, erklärt der Ex-Profi. „Wir blicken jetzt gemeinsam nach vorne und freuen uns auf das Heimspiel gegen Paderborn. In den 90 Minuten wollen wir zeigen, was in uns steckt und haben die Chance, mit einem guten Ergebnis zum Start des Spieltages am Freitagabend vorzulegen.“

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