Rouven Schröder: Diese Gemeinschaft brauchen wir

Die Bilder nach dem Spiel am Samstag (23.4.) glichen jenen aus den vergangenen Wochen: Die Mannschaft steht Arm in Arm vor der Fankurve und lauscht den lautstarken Gesängen der Anhänger. Der Unterschied zu den Jubelszenen nach den fünf siegreichen Partien zuletzt wird erst beim Blick in die Gesichter der Spieler ersichtlich. Diesen war die Enttäuschung über die 1:4-Niederlage gegen den SV Werder Bremen deutlich abzulesen. Sportdirektor Rouven Schröder nimmt den Kopf jedoch gleich wieder nach oben.

Rouven Schröder

Viele Situationen auf dem Feld, die in der jüngeren Vergangenheit positiv für Königsblau geendet waren, „sind diesmal nicht in unsere Richtung gelaufen. Werder hat die Situationen eiskalt ausgenutzt“, analysiert Schröder, der zudem Fehler der eigenen Mannschaft erkennt: „Gerade bei den Standardsituationen am Anfang waren wir schläfrig.“ Auch die effiziente Chancenverwertung, die die Knappen zuletzt ausgezeichnet hatte, sei am Samstag verlorengegangen. „Dann läuft ein Spiel so, wie es gelaufen ist.“

Fehler aufarbeiten und Köpfe aufrichten

Trotz der frühen Vorentscheidung durch zwei schnelle Gegentore in der zweiten Halbzeit habe sich Königsblau nicht aufgegeben: „Wir haben es bis zum Schluss weiter probiert. Kompliment an die Mannschaft, dass sie immer an sich geglaubt hat“, lobt Schröder. Dieser Glaube solle trotz der deutlichen Niederlage aufrechterhalten werden. „Das war jetzt ein Spiel, da wird sich geschüttelt. Den Kopf herunterzunehmen, wäre völlig falsch“, mahnt der 46-Jährige.

„Wir haben nie die Realität verloren und auch die fünf Siege so analysiert, dass wir gute und schlechte Momente hatten. Für mich ist wichtig, dass wir bei uns bleiben und auch diese Partie gut und sachlich aufarbeiten“, fordert Schröder, der den Blick bereits auf den kommenden Freitag (29.4.) richtet.

Da habe ich Gänsehaut bis in die Wade

Rouven Schröder

„Wenn ich sehe, was die Fans heute rausgefeuert haben, würde ich das Spiel gegen Sandhausen gerne nach vorne verlegen“, sagt Schröder mit Blick auf die Szenen nach dem Schlusspfiff. „Du verlierst 1:4 und das ganze Stadion hüpft für den FC Schalke. Da habe ich Gänsehaut bis in die Wade. Wie die Schalker Gemeinschaft zusammengerückt ist und wie die Fans hinter uns stehen – das ist heute wieder jedem bewusst geworden.“

Klarer Auftrag für das Spiel in Sandhausen

Genau dieser Zusammenhalt solle ein wichtiger Trumpf für die Knappen in den verbleibenden drei Partien werden: „Das ist die Gemeinschaft, die wir brauchen. Daraus erwächst für uns auch ein Auftrag für Freitag in Sandhausen. Es werden wieder viele Schalker uns begleiten“, so der Sportdirektor, der sich am liebsten direkt auf den Weg nach Baden-Württemberg machen würde: „Von mir auch können wir jetzt schon loslegen!“

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