Simon Terodde: Es macht richtig Bock

Die königsblaue Erfolgsformel der ersten Halbzeit beim 3:0-Auswärtssieg am Sonntag (1.8.) bei Holstein Kiel lautete gleich zweimal: Vorlage Thomas Ouwejan, Tor Simon Terodde. Beide Treffer waren sich dabei ähnlich. Denn sie fielen jeweils nach einer Freistoß-Hereingabe des Niederländers, die der neue Torjäger der Königsblauen eiskalt verwertete.

Jubel nach Simon Teroddes Tor in Kiel

„Ich habe in der Vorbereitung schon gemerkt, dass Thomas einen starken linken Fuß hat. Deswegen habe ich ihn auch aufgefordert, direkt nach zwei Minuten das Ding so reinzuhauen“, sagt Terodde. Dass die ruhenden Bälle von Ouwejan gleich zweimal binnen kurzer Zeit zu einem Treffer geführt haben, sei kein Zufall, meint der 33-Jährige, denn „das haben wir mehrfach so trainiert“.

Zwei Ouwejan-Freistöße

Bereits nach 61 Sekunden machte sich diese Arbeit bezahlt, als sich Terodde nach einer maßgenauen Freistoß-Hereingabe aus dem rechten Halbfeld von seinem Gegenspieler gelöst hatte und im Fallen per Direktabnahme abschloss. 19 Minuten später war es dieselbe Kombination – allerdings von der anderen Seite. Ouwejans Freistoß fand wieder den Weg zu Terodde, der aus kurzer Distanz – ganz im Stile eines Torjägers – nur noch den Fuß hinhalten musste.

Für den Angreifer, der bereits in der Vorwoche bei der 1:3-Auftaktniederlage gegen seinen Ex-Verein Hamburger SV geknipst hatte, waren es die Treffer 144 und 145 im Unterhaus. In der ewigen Zweitliga-Torschützenliste kommt Schalkes Nummer 9 Rang eins damit immer näher. Um mit Spitzenreiter Dieter Schatzschneider gleichzuziehen, fehlen nur noch neun Tore. Bis zum Zweitplatzierten Karl-Heinz Mödrath sind es lediglich noch sechs Treffer.

Es macht einfach richtig Bock gerade, wenn man dann sieht, wie wir die Tore feiern.

Simon Terodde

Für Terodde hat die persönliche Quote aber keine Priorität. Viel wichtiger ist dem gebürtigen Bocholter, dass seine Mannschaft erfolgreich spielt und die ersten drei Punkte der noch jungen Saison einfahren konnte. Den 3:0-Sieg im Holstein-Stadion bezeichnet er in der Rückbetrachtung und aufgrund des Spielverlaufs als „vielleicht etwas zu hoch. Trotzdem sind wir viel marschiert und haben gut verteidigt gegen eine Mannschaft, die über enorm viel Qualität in ihren Reihen verfügt und in der Vorsaison nicht umsonst die Relegation erreicht hat. Wir haben im richtigen Moment die Tore gemacht.“

Der Stürmer erklärt, dass das Erfolgsrezept der Königsblauen die mannschaftliche Geschlossenheit gewesen sei. Dass es im Team stimme, sei vor allem nach den drei Treffern deutlich sichtbar gewesen. Terodde: „Es macht richtig Bock gerade, wenn man dann sieht, wie wir die Tore feiern.“

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