Dimitrios Grammozis: Die Jungs haben gefightet und sich belohnt

Nach dem 2:0-Sieg am Freitag (18.2.) gegen den SC Paderborn 07 zeigte sich Dimitrios Grammozis nicht nur zufrieden mit dem Resultat, sondern auch mit dem Engagement seiner Mannschaft. Lukas Kwasniok, sein Paderborner Kollege, war ebenfalls einverstanden mit dem Auftritt seines Teams – mit dem Ergebnis logischerweise aber nicht. Neben den beiden Chef-Trainern äußerten sich außerdem Torhüter Martin Fraisl und Danny Latza. Letzterer hatte nach einer Blinddarm-OP in der zweiten Halbzeit sein Comeback gefeiert.

Dimitrios Grammozis:

Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden, die Jungs haben gefightet und sich belohnt, sie haben eine gute Reaktion gezeigt. In der Anfangsphase war aber noch zu merken, dass wir das Spiel aus Düsseldorf mitgenommen haben. Wir haben die Bälle nicht so gespielt, dass Simon Terodde sie vorne festmachen konnte. Wir wussten aber, dass wir bei Standards unsere Möglichkeiten bekommen werden. So ist es dann auch gekommen. Das 1:0 von Marius war so etwas wie der Dosenöffner.

In der zweiten Hälfte wurde es dann wild. Paderborn hatte eine gute Chance zum Ausgleich, da war Martin Fraisl zur Stelle. Er hat ein fantastisches Spiel gemacht. Direkt vor dieser Situation hätte Darko Churlinov auf 2:0 stellen können. Das hat er später dann zum Glück noch gemacht. Darko hat uns auf rechts viel Qualität gegeben. Mich freut, dass er sich mit einem Treffer belohnt hat. Ich möchte aber nicht nur ihn, sondern die gesamte Mannschaft loben.

Lukas Kwasniok:

Wir sind extrem enttäuscht, da der Spielverlauf an den entscheidenden Stellen gegen uns gelaufen ist. Man kann auf Schalke verlieren, aber es war nicht nötig. Das Quäntchen Glück war nicht auf unserer Seite. Mit der Leistung bin ich absolut einverstanden, aber dafür können wir uns nichts kaufen. Wir hatten die erste Chance, haben diese nicht genutzt – und leisten uns dann ein völlig unnötiges Foul, das zum 1:0 für den Gegner führt. Bei dem Treffer von Marius Bülter haben wir fahrlässig Räume verschenkt. Das ärgert mich. Danach sind wir dem Spiel bis zur Pause hinterhergelaufen. Nach dem Seitenwechsel wurde es dann wild. Wir hätten sicherlich ausgleichen können, die Chancen waren da. Schalke hatte aber auch Möglichkeiten, hat dann mit seiner Qualität das 2:0 erzielt. Eine entscheidende Umstellung bei Schalke war, Ko Itakura auf die zentrale Position zu stellen. Danach hat unser Gegner keine tiefen Räume mehr freigegeben.

Martin Fraisl:

Drei Punkte am Freitagabend gegen auswärtsstarke Paderborner – das geht runter wie Öl. Ich freue mich riesig, dass wir nach dem Düsseldorf-Spiel eine Reaktion gezeigt haben. Wir haben uns gut ins Spiel reingearbeitet. Ich sage bewusst reingearbeitet, weil es zunächst nicht ganz so schön war. Nach dem 1:0 sind wir dann solide ins Spiel gekommen, in der zweiten Hälfte wurde es dann immer besser.

Danny Latza:

Diese Saison habe ich mir persönlich natürlich ganz anders vorgestellt. Es gab immer wieder Rückschläge, aber jetzt hoffe ich, dass ich alles überstanden habe und der Mannschaft im Endspurt helfen kann. Bei meiner Einwechslung wollte ich unbedingt mithelfen, das Spiel zu gewinnen. Am Ende hat ein bisschen die Puste gefehlt, denn ich war erst wenige Tage zuvor ins Training eingestiegen. Aber in solchen Situationen muss man sich durchbeißen. Es ist ein schönes Gefühl, dass wir bei meinem Comeback einen Sieg vor unseren Fans feiern konnten.

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