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Miron Muslic: Mit dem ersten gespielten Ball das ganze Stadion mitnehmen
In der seit Wochen ausverkauften VELTINS-Arena empfängt der FC Schalke 04 am Sonntag (25.1.) um 13.30 Uhr den aktuellen Tabellenfünften 1. FC Kaiserslautern. „Die Vorfreude auf den Anpfiff ist bei uns riesengroß“, sagt Miron Muslic. „Unser letztes Spiel im eigenen Stadion ist 42 Tage her, aber es fühlt sich deutlich länger an. Wir wollen mit dem ersten gespielten Ball das ganze Stadion mitnehmen und zeigen, dass Schalke in dieser Saison zu Hause als Macht auftritt.“
Sieben von bislang acht Begegnungen im königsblauen Wohnzimmer konnten die Knappen in der laufenden Spielzeit für sich entscheiden. Übertrumpft wird die Ausbeute von 21 Heim-Zählern lediglich von den Roten Teufeln, die noch einen Punkt mehr auf eigenem Platz eingefahren haben. Der FCK hat allerdings auch bereits zwei Heimspiele mehr ausgetragen als der S04. Auswärts stotterte der Motor der Pfälzer zuletzt hingegen: Gerade einmal acht Punkte holte die Mannschaft von Chef-Trainer Torsten Lieberknecht in der Fremde. Dennoch mischen die Roten Teufel seit Wochen oben mit und haben lediglich vier Punkte Rückstand auf einen direkten Aufstiegsplatz.
FCK mit Sieg gegen Hannover gestartet
„Unser Gegner zeigt auswärts ein anderes Gesicht als zu Hause“, sagt Schalkes Coach, der dennoch großen Respekt vor dem Leistungsvermögen der Lauterer hat. Als einziges Team der Top 7 gewannen sie am ersten Rückrunden-Spieltag ihre Begegnung. Die Pfälzer haben zuletzt zum Start in den zweiten Saisonteil nach einem zwischenzeitlichen 0:1-Rückstand gegen Hannover 96 noch einen 3:1-Sieg feiern können. „Wir brauchen eine Top-Leistung, um gegen den FCK erfolgreich zu sein!“, betont der Chef-Trainer der Königsblauen.
Bei der Vorbereitung auf die Partie hat sich Muslic auch noch einmal das Hinspiel angeschaut, in dem sich die Knappen nach einem Elfmeter-Treffer von Marlon Ritter kurz nach dem Seitenwechsel mit 0:1 geschlagen geben mussten. „Lautern ist eine Mannschaft mit einer unglaublichen Willensstärke. Wir sind gewarnt und sehr gut vorbereitet“, so der 43-Jährige.
Wir werden alle Spieler brauchen, um erfolgreich zu sein.
Das vorletzte Training vor der Partie verfolgten am Freitag (23.1.) mehr als 1200 Fans vor Ort, viele Tausend Anhänger machten sich darüber hinaus im Livestream auf dem YouTube-Kanal des FC Schalke 04 ein Bild von der Einheit und sahen dabei erstmals Neuzugang Edin Džeko bei der Arbeit mit der Mannschaft. Der tags zuvor verpflichtete Stürmer ist derzeit Gesprächsthema Nummer eins auf dem Berger Feld und wird gegen Kaiserslautern bereits Teil des Kaders sein.
„Wenn man seinen Namen hört, denkt man direkt an Tore, an die Box, an seine Präsenz. Edin war in den letzten 20 Jahren ein Target-Player auf höchstem Niveau. Ein Champion in Deutschland, England und Italien“, freut sich Muslic über seine neue Nummer 10, die „bei aller Erfahrung das Herz am rechten Fleck und beide Füße auf dem Boden hat. Das hat Edin hier von Tag eins an gezeigt. Er passt wunderbar zu uns. Wir sind sehr stolz, dass er sich für Schalke entschieden hat. Er hatte Angebote, die sportlich und finanziell deutlich lukrativer waren. Aber Edin hat mit dem Herzen entschieden.“ Gleichzeitig betont Muslic aber auch, dass „am Sonntag nicht Edin Džeko gegen Kaiserslautern spielt, sondern Schalke gegen Kaiserslautern. Wir werden alle Spieler brauchen, um erfolgreich zu sein – auch Edin.“
Fragezeichen hinter Vitalie Becker
Wie genau seine Startelf aussehen wird, hat der Coach noch nicht entschieden. Unter anderem, weil es noch ein Fragezeichen auf der linken Schiene gibt. „Vitalie Becker hatte beim Spiel in Berlin großes Glück, er hat keine strukturelle Verletzung erlitten“, berichtet Muslic. „Aber er stand diese Woche kein einziges Mal mit der Mannschaft auf dem Trainingsplatz und hat stattdessen individuell gearbeitet.“ Anton Donkor wäre eine positionsgetreue Alternative, sei nach seiner Verletzung aber noch nicht wieder vollends bereit, so der Chef-Trainer.
Trotz der Ungewissheit klagt Muslic aber wie immer nicht, stattdessen erklärt er, dass er im Fall der Fälle mehrere Alternativen habe. Dylan Leonard, für den seit wenigen Wochen die Spielberechtigung vorliegt, zählt jedoch nicht dazu. Der Australier hat im Training am Donnerstag (22.1.) in einem Zweikampf eine Sprunggelenksverletzung erlitten und wird mehrere Monate ausfallen. Der 18-Jährige wurde bereits am Donnerstagabend erfolgreich operiert. „Dylan war auf einem exzellenten Weg, deshalb ist dies eine sehr schlechte Nachricht für uns und eine unglaublich bittere Nachricht für den Jungen. Wir werden ihn bei seiner Reha bestmöglich unterstützen.“