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Youri Mulder: Die Nacht war kurz
Bis in die frühen Morgenstunden wurde auf Schalke gefeiert. Mittendrin: Youri Mulder, der am Sonntagvormittag (3.5.) live im Sport1-Doppelpass zugeschaltet war – mit einem Kaltgetränk in der Hand. „Die Nacht war kurz“, schmunzelte der Direktor Profifußball. „Wir waren bis halb sechs im Stadion und haben gefeiert. Es war eine super Party!“
Danach sei er noch mit einigen Mitarbeitenden der Königsblauen weitergezogen, um nochmals auf die Rückkehr in die Bundesliga anzustoßen. „Und dann“, so der Niederländer, „habe ich mich ein paar Stunden aufs Ohr gelegt“. Auf die Nachfrage von Moderator Florian König, ob er auf der Geschäftsstelle ein Feldbett habe, wusste Mulder schlagfertig zu antworten: „Meine Freundin kam vom Camping, so wie es sich für jeden Holländer gehört. Und sie hatte alles dabei. Wir haben zwar kein Zelt aufgebaut, aber sie hatte auch noch ein paar Matratzen dabei.“
Wirklich Zeit, um die vergangenen Stunden, Tage und Wochen Revue passieren zu lassen, hatte Mulder noch nicht. Gleichwohl ist er trotzdem davon überzeugt: „Die Art und Weise, wie wir die ganze Saison aufgetreten sind, ist etwas, was bei den Menschen hängenbleibt.“
Die Art und Weise, wie wir die ganze Saison aufgetreten sind, ist etwas, was bei den Menschen hängenbleibt.
Er selbst werde den 1:0-Erfolg gegen Fortuna Düsseldorf und das ganze Drumherum ebenfalls niemals vergessen, so der Direktor Profifußball. „Ich hatte einige Stunden vor dem Spiel noch eine Besprechung, da kam der Fanmarsch gerade auf dem Vereinsgelände an.“ Mehr als 20.000 Fans waren gemeinsam in der Innenstadt von Buer zum Berger Feld aufgebrochen, um sich auf die Partie einzustimmen. „Das war eindrucksvoll und gleichzeitig ein unglaubliches Gefühl, diese vielen Menschen zu sehen“, berichtete der 57-Jährige. Lachend fügte er hinzu: „Ich musste meine Besprechung dann auch unterbrechen, um das alles aufzusaugen.“
Lobende Wort fand Mulder für die Arbeit des Vorstands und des Trainers. Die Überzeugung, Miron Muslic als Coach zu verpflichten, sei goldrichtig gewesen. „Von der ersten Besprechung“ an sei das Level, auf dem Muslic arbeite, „immer ganz hoch gewesen. Manchmal gibt es das, dass du denkst, der Trainer war heute nicht so gut drauf oder so – nicht an einem Tag habe ich das gehabt. Jeden Tag diese akribische Arbeit, diese Motivation, dieses Verinnerlichen von ‚Okay, ich möchte hier etwas schaffen und die Mannschaft verbessern‘ – das ist für mich unglaublich. Wir haben ihm sehr, sehr viel zu verdanken.“