70:75-Niederlage gegen Schwenningen

Am 27. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA empfing der FC Schalke 04 den Playoff-Kandidaten wiha Panthers Schwenningen in der Oberhausener Willy-Jürissen-Halle. In einer engen und bis zum Schluss spannenden Partie vor einer lautstarken Kulisse, behielten die Gäste am Ende mit 70:75 die Oberhand.

Im Kampf um den Klassenerhalt in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA ist nun jedes Spiel ein Endspiel und um am Ende den Verbleib in der Liga zu sichern, müssen alle Schalker zusammenstehen. Daher luden die Verantwortlichen der Königsblauen alle Jugendspieler der FC Schalke 04 Basketball Academy zum Spiel gegen die wiha Panthers Schwenningen ein. Der Schalker Nachwuchs folgte dieser Einladung und sorgte gemeinsam mit den Fans des S04 für eine lautstarke Heimkulisse.

Zunächst mussten die Anwesenden in der Willy-Jürissen-Halle jedoch eine Hiobsbotschaft verdauen. Tucker Haymond, der sich seit seinem Wechsel zu den Knappen zum Führungsspieler und Leistungsträger entwickelte, fiel für das Duell mit Schwenningen aus. Muskuläre Probleme im Oberschenkel zwangen den US-Amerikaner zum Aussetzen. Neben Haymond fehlte weiterhin auch Lavon Hightower.

Die ersten Punkte des Spiels erzielte Courtney Belger nach 23 Sekunden per Korbleger. Ex-Schalker Leon Friederici, der von den Fans mit einem warmen Applaus empfangen wurde, antwortete jedoch postwendend mit einem Treffer von jenseits der Drei-Punkte-Linie. So gern der 24-Jährige auch an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrte, machte er früh deutlich, dass er dem S04 an diesem Abend nichts schenken würde. In der Folge merkte man den Schalkern eine gewisse Verunsicherung an, die sich in einfachen Ballverlusten zeigte. Schwenningen dagegen spielte konzentriert und zog auf 3:11 davon, ehe Headcoach Alexander Osipovitch sein erstes Timeout nahm. Zwischenzeitlich wuchs der Vorsprung sogar auf 12 Punkte an (9:21), ehe Marley Jean-Louis, mit einem getroffenen Dreier, knapp zweieinhalb Minuten vor Ende des Viertels zur Schalker Aufholjagd rief. Über den starken Courtney Belger und Shawn Gulley kämpften sich die Knappen bis zur Viertelpause auf 19:25 heran.

Das zweite Viertel konnte jedoch erst mit Verspätung starten. Aufgrund technischer Probleme fiel die Anzeigetafel zwischenzeitlich aus, weshalb die Begegnung einige Zeit unterbrochen werden musste. Nachdem die Probleme behoben werden konnten, erhielten beide Teams noch einige Minuten, um sich für das zweite Viertel warm zu machen. Die Blau-Weißen nahmen den Schwung aus dem Ende des ersten Viertels jedoch trotz der Unterbrechung mit in das zweite Viertel und verkürzten den Vorsprung der Gäste unter den Anfeuerungsrufen der Willy-Jürissen-Halle Punkt für Punkt. Nach einem unsportlichen Foul an Courtney Belger, traf dieser von der Freiwurflinie rund fünf Minuten vor der Halbzeit zum verdienten Ausgleich (27:27). Über Marko Bacak, erneut Leon Friederici per Dreier und Jaren Lewis zogen die Panthers bis zur Halbzeitpause allerdings wieder leicht davon. Mit einem 30:36 ging es in die Pause.

Schalker Kampf reicht nicht zum Sieg

Adam Touray eröffnete die zweite Hälfte mit den ersten Punkten, doch Schwenningen kam besser aus der Kabine und setzte sich über Drew Brandon, Rasheed Moore und Daniel Loh auf 32:45 ab. Erneut stärkten die Fans des S04 ihrer Mannschaft in dieser schwierigen Phase den Rücken und das Team um Kapitän Courtney Belger gab die richtige Antwort. Durch Punkte von Darnell Dunn, Björn Rohwer, einen And-One von Belger, sowie vier Punkte in Folge von Shavar Newkirk, malochten sich die Schalker zurück in das Spiel und verkürzten auf 43:45. Nachdem Darnell Dunn einen Dreier verwandelte und Drew Brandon und Leon Friederici für die Gäste trafen, kam der S04 durch einen And-One von Björn Rohwer gar auf einen Punkt heran (49:50). Es zeigte sich jedoch einmal mehr, dass Basketball ein Spiel der Läufe ist und so zog Schwenningen bis zur Viertelpause wieder davon. Rasheed Moore traf per Buzzer-Beater zum 51:58.

Im letzten Viertel zeigten die Königsblauen wieder ihr Kämpferherz. Thomas Szewczyk versenkte zwei Dreier in Folge und zwang Gästecoach Alen Velcic beim Stand von 57:58 zum Timeout, während die Schalke-Fans ihre Mannschaft feierten, sich geschlossen von ihren Plätzen erhoben und diese für die restliche Spielzeit auch nicht mehr einnahmen. Es entwickelte sich nun eine offene Partie, in der vor allem Courtney Belger und Leon Friederici herausragten. Friederici war immer wieder von außen erfolgreich und kam im gesamten Spiel auf starke 20 Punkte. 30 Sekunden vor Ende der Partie führten die wiha Panthers mit 70:73 und waren in Ballbesitz. Schalke foulte, doch Schwenningen behielt die Nerven an der Freiwurflinie. Am Ende gingen die Gäste mit 70:75 als Sieger vom Feld.

Alexander Osipovitch: „Wir sind zum wiederholten Male nicht gut in das Spiel gekommen und schießen uns damit ins eigene Knie. Die Mannschaft zeigt immer wieder, dass sie Charakter hat und kämpft sich zurück in das Spiel, aber das ist etwas, was wir unbedingt abstellen müssen. Glückwunsch an Schwenningen, immer wenn wir dran waren, haben sie die richtigen Lösungen gefunden um sich wieder einen Vorsprung zu erspielen. Ich möchte mich zudem von ganzem Herzen bei allen Schalke-Fans bedanken, die uns heute so großartig unterstützt haben. Das bedeutet uns sehr viel. Wir werden nicht aufgeben und weiter für euch und für den Klassenerhalt kämpfen!“

Durch die Siege der direkten Konkurrenten aus Quakenbrück und Karlsruhe hat sich die Situation der Schalker jedoch nicht verbessert. Die Artland Dragons rangieren nun mit 18 Punkten auf dem 14. Platz, Karlsruhe steht mit 16 Punkten auf Platz 15. Der FC Schalke 04 rangiert mit 14 Punkten auf Tabellenplatz 16, jedoch haben beide Teams ein Spiel weniger auf dem Konto als die Knappen. Am Mittwoch, den 11. März, kommt es dann zum großen Showdown in der Willy-Jürissen Halle. Um 19.30 Uhr sind dann die PS Karlsruhe Lions zu Gast in Oberhausen. Um dieses vorentscheidende Spiel um den Klassenerhalt zu gewinnen, zählen die Schalker weiterhin auf den Support der Fans.

Punkteverteilung

Newkirk (9), Jean-Louis (9), Joos (2), Dunn (7), Touray (4), Szewczyk (6), Rohwer (7), Gulley (3), Wessel (-), Belger (23)

Das Spiel im Re-Live

Seite teilen

Das könnte dich auch interessieren

191103_S04LEV (29)-2

S04 beantragt keine ProA-Lizenz

Der FC Schalke 04 e.V. hat sich entschlossen, für seine Basketballmannschaft keine Lizenz für die kommende Spielzeit in der BARMER 2. Basketball Bundesliga zu beantragen.

DSC_3956

Thomas Szewczyk konzentriert sich künftig auf seine hauptberufliche Karriere und verlässt den FC Schalke 04

Point Guard Thomas Szewczyk verlässt die Basketballer des FC Schalke 04 und konzentriert sich künftig auf seine berufliche Karriere. Der 28-Jährige widmet sein Hauptaugenmerk nun der Endphase seines Studiums und wird sich in seiner Freizeit einem unterklassigen Team anschließen.

191231_Steinert_V2

04 Fragen an… Abteilungsleiter Tobias Steinert

Der Spielbetrieb in der BARMER 2. Basketball Bundesliga wurde am Dienstag (17.03.) vorzeitig beendet. Zudem beschlossen die Vereine, dass es in der Saison 2019/2020 keine Absteiger gibt. Die Basketballer des FC Schalke 04 halten somit die Klasse und verbleiben sportlich in der ProA. Abteilungsleiter Tobias Steinert über das abrupte Saison-Aus, sein Saison-Fazit und die aktuelle Situation.

Bälle

Spielbetrieb in der ProA und ProB wird vorzeitig beendet

Nachdem Mitte letzter Woche entschieden wurde, den Spielbetrieb für den 30. Spieltag der ProA sowie die Playoffs und Playdowns in der ProB auszusetzen, hat die 2. Basketball Bundesliga GmbH, nach Beratung mit den 41 Bundesligisten, am heutigen Dienstag (17.03.2020) beschlossen, den Spielbetrieb mit sofortiger Wirkung zu beenden.