Großer Fight in Hamburg wird nicht belohnt

Die Schalker Basketballer unterlagen bei den Hamburg Towers nach einem spannenden Krimi mit 69:66. Nach einem großen Kampf und einer starken Defensivleistung hatten die Königsblauen den Tabellenzweiten am Rande einer Niederlage, mussten sich am Ende jedoch vor ausverkauftem Haus geschlagen geben.

Auf Seiten der Schalker war erstmals Neuzugang Chris Hortman im Kader, dessen Spielberechtigung erst am Vortag eintraf. Nicht dabei waren weiterhin die Langzeitverletzten Shawn Gulley und Lars Wendt. Coach Raphael Wilder startete erneut mit Brandon Parrish, Adam Touray, Björn Rohwer, Courtney Belger und Tibor Taras in die Partie.

Der S04 fand gut in das Spiel und erzielte die ersten Punkte durch Adam Touray, bevor Jannik Freese für die Gastgeber traf. Vier Punkte von Courtney Belger sorgten für eine zwischenzeitliche 6:2-Führung, doch die Towers ließen sich davon nicht beeindrucken und antworteten mit einem Dunking von Justin Raffington. Michael Haucke ließ sich jedoch ebenfalls nicht lange bitten und stopfte den Ball nach einem Pass von Tibor Taras in die Hamburger Reuse. Am Ende des ersten Viertels stand es 17:14 für die Knappen.

Es entwickelte sich eine enge Partie, in der es dem FC Schalk 04 gelang, dem Tabellenzweiten auf Augenhöhe zu begegnen und ihm alles abzuverlangen. Beide Teams legten eine knallharte Defense an den Tag und machten dem Gegner so das Punkten schwer. Zur Halbzeitpause führte der S04 mit 32:26 beim haushohen Favoriten aus Hamburg und überraschte damit die 3.400 Zuschauer in der ausverkauften edel-optics.de-Arena. Bisher gewannen die Towers jedes ihrer Heimspiele mit mindestens 29 Punkten Differenz und erzielten dabei stets 95 Punkte.

Doch die Mannschaft des FC Schalke 04 präsentierte sich an diesem Abend nicht wie die bisherigen Gäste in Hamburg und zwang dem Spiel ihr eigenes Tempo auf, anstatt sich auf das schnelle Spiel des Heimteams einzulassen. Darüber hinaus gelang es dem überragenden Courtney Belger nicht nur offensiv zu glänzen. Seinen Landsmann Tevonn Walker nahm der US-Amerikaner völlig aus dem Spiel und erlaubte ihm keinen einzigen Punkt, während er bis dato im Schnitt 13,6 Punkte erzielte.

Chancenverwertung entscheidet die Begegnung

In den zweiten Spielabschnitt starteten die Hamburger erwartungsgemäß motiviert und konnten den Vorsprung der Knappen bis zur Mitte des dritten Viertels egalisieren, das Spiel drehen und sich in der Folge etwas absetzen. Vor den finalen 10 Minuten führten die Hanseaten mit 48:42. Der FC Schalke 04 ließ sich allerdings auch im Schlussviertel nicht abschütteln und kämpfte sich durch eine starke Energieleistung nach einer zwischenzeitlichen 7-Punkte-Führung, die sich die Towers 2:40 Minuten vor dem Ende erspielt hatten, zurück in die Partie.

Die Schlussminute war dann von taktischen Fouls und Freiwürfen geprägt. 10 Sekunden vor dem Ende erarbeiteten sich die Schalker sogar noch einmal die Chance auf eine Overtime. Courtney Belger trat beim Stand von 69:66 zu zwei Freiwürfen an die Linie, verpasste allerdings den ersten Wurf. Den zweiten setzte Belger dann schlitzohrig mit Absicht daneben, damit seine Kollegen die Chance auf den Rebound hatten um durch einen Dreier noch ausgleichen können. Tatsächlich ging der Plan auf und Patrick Carney setzte mit der Schlusssirene zum entscheidenden Wurf zum Ausgleich an. Der Ball fand jedoch leider nicht den Weg in den Korb. Am Ende gewannen die Hamburg Towers also mit 69:66 gegen den FC Schalke 04 und untermauern damit ihre Ansprüche auf den Aufstieg in die easyCredit BBL.

S04-Coach Raphael Wilder war vor allem stolz auf sein Team: „Ich bin natürlich ein bisschen traurig, aber auch wahnsinnig stolz. Was die Mannschaft heute geleistet hat war mega! Sie haben meinen Game-Plan komplett umgesetzt und es fehlte nicht viel, um hier tatsächlich einen Sieg zu erringen.“ Den Unterschied machte laut Wilder am Ende die Chancenverwertung in der Offensive.

Nächste Chance zuhause gegen Tübingen

Auch Abteilungsleiter Tobias Steinert fand lobende Worte für den Aufsteiger, der als erstes Team überhaupt in Hamburg eine Siegchance hatte. „Wir können definitiv erhobenen Hauptes nach Hause fahren, nachdem wir Hamburg am Rande einer Niederlage hatten! Es ist schade, dass wir den Sieg nicht auf unsere Seite ziehen konnten, doch jeder im Team hat bis zum Ende alles gegeben und super gekämpft. Ich bin stolz auf diese Mannschaft und hoffe, dass wir aus diesem Spiel die nötige Motivation ziehen, um zuhause gegen Tübingen den nächsten großen Kampf zu liefern“, so Steinert nach dem Spiel.

Am 25.11. geht’s für die Schalker Basketballer mit dem nächsten Heimspiel in der Willy-Jürissen-Halle weiter. Dort empfangen sie um 18 Uhr mit den Tigers Tübingen den Absteiger aus der easyCredit BBL und erhalten direkt die nächste Gelegenheit, einem der Top-Favoriten auf dem Weg zum Aufstieg ein Bein zu stellen.

Punkteverteilung

Gueye (2), Parrish (10), Haucke (6), Hortman (-), Sperber (-), Touray (10), Szewczyk (-), Rohwer (-), Carney (8), Belger (26), Taras (4)

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