Hart erkämpfter Derbysieg in Essen

Der 16. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProB bescherte den Basketballern des FC Schalke 04 mit dem Derby bei den ETB Wohnbau Baskets Essen am ungewohnten Freitagabend ein echtes Highlight der regulären Saison. Begleitet von zahlreichen königsblauen Anhängern lieferten die Königsblauen vor 2144 Zuschauern einmal mehr eine Energieleistung ab und drehten ein fast schon verloren geglaubtes Derby zu einem 81:78-Auswärtserfolg, welcher den 13. Saisonsieg bedeutete.

Die Partie beim Reviernachbarn bedeutete zugleich das Debüt von Neuzugang Corcontae DeBerry im königsblauen Dress. Während der US-Amerikaner zu Beginn der Partie noch auf der Bank platznahm, stand Rückkehrer Michael Agyapong erstmalig in dieser Saison in der Starting-Five des blau-weißen Tabellenführers. Neben ihm schickte Coach Raphael Wilder Niclas Sperber zu Beginn auf das Parkett, nachdem Coheen Kalondji wegen einer Reizung der Patellasehne führ die Partie ausfiel und Salman Manzur mit einer Erkältung zu kämpfen hatte und deshalb nur angeschlagen in die Partie gehen konnte.

Der Beginn in diesem Derby gehörte dem Gastgeber aus Essen, der durch einen Dreier von Neuzugang Jeffrey Martin nach 2:30 Minuten in der Partie mit 7:4 in Führung gehen konnte. Doch die Schalker fanden im Anschluss umgehend Zugriff auf die Partie und konnten nach fünf gespielten Minuten durch einen Korbleger von Courtney Belger erstmals zum 10:10 ausgleichen, ehe der US-Aufbauspieler im direkten Anschluss den Königsblauen durch einen And-One die erste Führung in der Partie bescherte. Bis zum Viertelende war es dann eine ausgeglichene Partie von beiden Mannschaften und erst Timo Volk brachte die Königsblauen kurz vor der Schlusssirene des ersten Viertels mit 22:21 in Front. „Der Start in die Partie war ausgeglichen und keines der Teams konnte sich einen Vorteil erspielen“, so S04-Coach Raphael Wilder.

Auch der Beginn ins zweite Viertel brachte keinen entscheidenden Vorteil für eines der beiden Teams. So lagen die Knappen nach drei Spielminuten des zweiten Abschnitts nach einem Korbleger von Timo Volk nach mustergültigem Zuspiel von Courtney Belger knapp mit 28:25 in Führung. Eine verbesserungswürdige Trefferquote sorgte dafür, dass die Schalker trotz einer Fünf-Punkte-Führung zur Mitte des Viertels den Wohnbau Baskets nicht enteilen konnten und so 3:14 Minuten vor Ende des Viertels die Führung mit 30:34 wieder den Gastgebern überlassen mussten. Diese starke Phase der Gastgeber hielt bis zur Halbzeit an, sodass der ETB eine 35:38-Führung mit in die Kabine nehmen konnte. „Wir haben uns in der ersten Halbzeit schwergetan, weil Essen gut verteidigt hat. Sie haben eine aggressive Defense auf das Parkett gesetzt, aber wir konnten in der ersten Halbzeit den Anschluss halten“, fasste Wilder die erste Halbzeit zusammen.

Großes Comeback im letzten Viertel bringt den Derbysieg

Die zweite Halbzeit begann gleich mit einem Dreier-Shootout auf dem Feld. Shawn Gulley und Patrick Carney konterten die Essener Dreier durch Hornscheidt und Scott jeweils postwendend. Dennoch konnten sich die Essener von der Dreipunktelinie eine 41:50-Führung herauswerfen, ehe Shawn Gulley für den S04 den Anschluss durch zwei Korbleger wieder ansatzweise herstellen konnte. Courtney Belger sorgte dann mit seinem erfolgreichen Dreier und einem anschließenden Korbleger für den erneuten Ausgleich nach sechs Minuten im dritten Viertel beim Stand von 52:52 in der Sporthalle Am Hallo. Doch die Schalker konnten aus diesem Momentum kein Kapital anschlagen und mussten mit ansehen, wie die Gastgeber die leichtfertigen Fehler der Königsblauen konsequent bestraften und bis zum Viertelende auf 53:66 davonziehen konnten. „Essen hat sich förmlich in einen Rausch gespielt und nahezu jeden Wurf getroffen. Hier kann ich meinem Team keinen großen Vorwurf machen, da Essen einfach eine unglaublich starke Phase hatte“, blickte Wilder auf die Hochphase der Hausherren in der Partie.

Zum Start in das Schlussviertel erzielte Neuzugang Corey DeBerry seine ersten Punkte für den S04 und da auch Courtney Belger im Anschluss erfolgreich seinen Korbleger abschloss, konnten die Knappen direkt zu Beginn der letzten zehn Minuten den Rückstand auf 57:66 verkürzen. Die Schalker kämpften sich zurück in die Partie und konnten durch einen And-One von DeBerry 6:17 Minuten vor Ende der Partie zum 67:67 ausgleichen. Es entwickelte sich in den anschließenden Minuten ein waschechter Derby-Fight, in dem die Knappen 3:18 Minuten vor Ende der Partie durch einen Midjumper von Leon Friederici mit 74:69 in Führung gehen konnten. Doch beim Stand von 78:69 für den S04 warfen die Essener noch einmal alles in die Waagschale an diesem Derbytag und konnten 1:15 Minute vor Schluss durch zwei erfolgreiche Freiwürfe von Robinson zum 77:76 verkürzen, ehe Corey DeBerry mit einem krachenden Dunking den Königsblauen ein wenig mehr Luft verschaffen konnte. Da Patrick Carney am Ende der Partie die Nerven von der Freiwurflinie behielt und die Schalker unermüdlich bis zum Schluss in der Defense fighteten, konnten sie am Ende einen hart erkämpften 81:78-Derbysieg aus Essen mit nach Gelsenkirchen nehmen. „Wir haben im Schlussviertel unsere Defense und unsere Aufstellung umgestellt und Essen hat seine starke Linie verloren, sodass wir zurück ins Spiel finden konnten. Die Fünf auf dem Feld hat sich in das Spiel hineingebissen und so konnten wir unsere Stärken in der Defense ausspielen. Wir haben am Ende fokussiert agiert und haben uns clever zurückgekämpft. Courtney war im letzten Viertel überragend in der Defensive und Offensive, indem er auch noch 14 Punkte im Schlussabschnitt beigesteuert hat“, hält Wilder über das letzte Viertel fest.

„Das Spiel spiegelte zu Beginn unsere schlechte Trainingswoche wider und war in meinen Augen ein großer Warnschuss an meine Mannschaft, dass wir jedes Training und jedes Spiel ernst nehmen müssen, um unsere Tabellenführung zu verteidigen. Ich bin stolz darauf, dass wir trotz eines 13-Punkte-Rückstandes und einer sehr überlegenen Vorstellung von Essen im dritten Viertel, es trotzdem geschafft haben, in den letzten zehn Minuten auswärts gegen eine wirklich stark performende Mannschaft, den Kampf aufzunehmen und das Spiel drehen zu können. Daran kann man sehen, dass unsere Stärke in dieser Saison die Defense ist“, resümierte Wilder.

Courtney Belger 30, Patrick Carney 13, Corey DeBerry 9, Timo Volk 8, Shawn Gulley 8, Niclas Sperber 4, Salman Manzur 4, Leon Friederici 2, Lennart Weichsel 2, Michael Agyapong 1, Thomas Szewczy, Jonas Peters

# Team G S:N PKT
1 Schalke 16 13 : 3 26
2 Bernau 15 10 : 5 20
3 Wolfenbüttel 15 9 : 6 18
4 Quakenbrück 15 9 : 6 18
5 Rostock 15 9 : 6 18
6 Bochum 15 9 : 6 18
7 Itzehoe 15 7 : 8 14
8 Essen 16 7 : 9 14
9 Oldenburg 15 6 : 9 12
10 Wedel 15 5 : 10 10
11 Cuxhaven 15 4 : 11 8
12 Stahnsdorf 15 3 : 12 6

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