Packendes Gipfeltreffen geht an die Artland Dragons

Am 19. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProB fand das Gipfeltreffen der Nordgruppe in Quakenbrück statt. Die Basketballer des FC Schalke 04 traten als Tabellenführer bei den zweitplatzierten Artland Dragons an. Nach einer schwachen ersten Hälfte kämpften sich die Schalker zwar in gewohnter Manier zurück in die Partie, konnten aber am Ende die 68:78-Niederlage nicht mehr abwenden und verloren so auch den direkten Vergleich an die Artland Dragons.

Im Vorfeld des Spiels zeichnete sich bereits auf der Seite der Königsblauen ab, dass neben RJ Slawson, der noch an den Folgen seiner Fingeroperation laborierte, auch Leon Friederici wegen einer im Training erlittenen Sprunggelenksverletzung ausfallen wird. Coach Raphael Wilder setzte in Folge dessen auf die gleiche Starting-Five wie in der Vorwoche beim Heimsieg gegen die MTV Herzöge Wolfenbüttel um Courtney Belger, Lennart Weichsel, Shawn Gulley, Niclas Sperber und Corey DeBerry.

Die ersten Punkte der Partie gehörten den Gastgebern aus dem Artland durch Maximilian Rockmann. Doch auch die Schalker legten engagiert los und so brachte Corey DeBerry die Knappen nach 2:06 Minuten mit einem Korbleger erstmals mit 5:4 in Führung. Diese bauten die Schalker dann in der Folgezeit durch starke Aktionen von Courtney Belger auf 11:6 aus, ehe die Hausherren den Anschluss wiederfinden konnten. Nach 7:15 Minuten im ersten Abschnitt konnten die Dragons zum ersten Mal seit den Anfangssekunden wieder zum 13:13 ausgleichen, weil die Schalker kurz ihren Spielfluss komplett verloren. Artur Zaletskiy drehte im Anschluss folgerichtig wieder die Partie zu Gunsten der Gastgeber, doch die Schalker konnten über Thomas Szewczyk aus der Distanz zum 16:15 kontern. Zum Ende des Viertels drehten die Hausherren abermals auf und gingen mit 16:21 in Führung. „Wir sind sehr gut in die Partie gekommen, doch dann gab es einen Bruch in unserem Spiel, der das Momentum auf die Seite von Artland gelegt hat und sie so in Führung gehen konnten“, schaute Wilder auf das erste Viertel zurück.

Der Beginn des zweiten Spielabschnitts verlief ausgeglichen und so stand nach vier Minuten im zweiten Spielabschnitt immer noch eine 18:23-Führung der Gastgeber auf der Anzeigetafel in der Artland Arena, ehe Andre Calvin für die Dragons von der Dreierlinie den Vorsprung vergrößern konnte. Postwendend sorgte Corey DeBerry mit einem krachenden Dunking für den 20:26-Anschluss der Knappen. Doch in der Folgezeit leisteten sich die Schalker einfache Fehler im Spielaufbau, welche die Dragons dankend annahmen und die Führung bis drei Minuten vor der Pause auf 20:35 ausbauen konnten. Zur Halbzeit konnten die Hausherren ihren Vorsprung beim 26:42-Pausenstand aufrechterhalten. „Wir haben im zweiten Viertel absolut kopflos in der Defensive und in der Offensive agiert und konnten so keine gute Aktion zustande bringen“, blickte Coach Wilder ernüchternd auf das zweite Viertel zurück, welches die Schalker mit 10:21 verloren.

Starke zweite Hälfte der Königsblauen reicht nicht aus

Nach dem Halbzeittee starteten die Schalker über Courtney Belger gut in die Partie, aber kassierten postwendend in der Defensive den Dreier von Dragons-Aufbau Pierre Bland zum 28:45. Doch die Königsblauen kämpften sich zurück in die Partie und verkürzten durch einen Dreier von Courtney Belger nach 3:15 Minuten den Rückstand auf 35:48. Bis zur Halbzeit konnten die Schalker zwar das Spiel auf 49:62 verkürzen, aber die Dragons waren in den wichtigen Momenten immer präsent, um die Läufe der Schalker zu unterbrechen, damit diese nicht einen geringeren Rückstand herausspielen konnten. „Wir haben mit dem dritten Viertel das erste Viertel in der Partie gewonnen und das hat uns einen Aufschwung gegeben. Artland hatte immer die richtigen Antworten parat, sodass wir den Rückstand nicht noch weiter verkürzen konnten“, so Wilder.

Im Schlussabschnitt knüpften die Schalker an ihr ansehnliches drittes Viertel an und brachten den Rückstand durch einen Layup von Shawn Gulley nach 4:30 Minuten beim Stand von 57:66 erstmalig in den einstelligen Punktbereich. Gulley traf im Anschluss auch den Dreier zum 60:68, doch postwendend versenkte Andre Calvin für Quakenbrück ebenfalls seinen Distanzversuch, sodass erneut Gulley aus der Distanz die Schalker zum 63:71 bei noch vier Minuten auf der Spieluhr heranbrachte. Die Schalker warfen nun alles in die Waagschale und holten sich wichtige Ballgewinne in der Defensive. Erst Corey DeBerry und dann Thomas Szewczyk verkürzten zum 67:71, ehe Philipp Lieser mit zwei schnellen Dreiern die Artland Dragons wieder mit 67:77 in Führung bringen konnte. Die Schalker fighteten nun noch einmal um den direkten Vergleich, den sie aus dem Hinspiel mit neun Zählern anführten, doch dieser ging mit dem 68:78-Endstand ebenfalls an die Drachen. „Ein Kompliment an meine Mannschaft, dass wir uns noch einmal auf vier Punkte vor dieser Kulisse herangekämpft haben. Wir wollten am Ende den direkten Vergleich auf unserer Seite behalten, doch das haben wir leider nicht geschafft, da Lieser in den letzten zwei Minuten, ungewohnt für ihn, von der Dreipunktelinie aufgedreht hat und wir dem nichts mehr entgegensetzen konnten“, hielt Wilder fest.

„Es ist schwer solch ein Spitzenspiel zu gewinnen, wenn nicht alle Spieler bereit sind. Ich hoffe, dass uns das zweite Viertel eine große Lehre war. Obwohl wir das Spiel am Ende verloren haben, haben wir dennoch genug Selbstvertrauen getankt und die Erkenntnis gewonnen, dass wir jedes Spiel überall drehen können. Ich bin stolz darauf, wie das Team gekämpft hat und wie es trotz vieler Rückschläge sich immer wieder aufgerappelt hat und den Rückstand auf vier Zähler verkürzen konnte, sodass wir auf diesem Wege zwei Viertel gewinnen konnten. Letztendlich haben zwei schlechte Angriffe uns am Ende den direkten Vergleich gekostet, was sehr ärgerlich für die aktuelle Tabellensituation ist“, resümierte Coach Wilder.

Auch Vorstand Marketing und Leiter Profisport Tobias Steinert ist trotz der Niederlage stolz auf die Mannschaft. „Wir haben zwar das Spiel und den direkten Vergleich gegen Artland verloren, doch dies ist kein Beinbruch für uns. Wir haben es noch selbst in der Hand, unsere bislang herausragende Saison auf dem ersten Tabellenplatz zu beenden und wollen gleich am nächsten Wochenende gegen Cuxhaven zwei wichtige Zähler einfahren. Ich hoffe auf eine große Unterstützung für diese nie aufgebende Mannschaft“, blickt Steinert bereits auf das kommende Wochenende.

DeBerry 19, Belger 18, Gulley 13, Szewczyk 8, Carney 4, Sperber 4, Weichsel 2, Peters, Volk, Agyapong, Manzur, Kalondji dnp

# Team G S:N PKT
1 Schalke 19 14 : 5 28
2 Quakenbrück 19 13 : 6 26
3 Bochum 18 12 : 6 24
4 Bernau 19 12 : 7 24
5 Rostock 18 11 : 7 22
6 Wolfenbüttel 19 10 : 9 20
7 Itzehoe 19 9 : 10 18
8 Wedel 18 8 : 10 16
9 Oldenburg 18 7 : 11 14
10 Essen 19 7 : 12 14
11 Cuxhaven 19 5 : 14 10
12 Stahnsdorf 19 4 : 15 8

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