S04 chancenlos in Tübingen

Am 22. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA gastierten die Basketballer des FC Schalke 04 bei den Tigers aus Tübingen. Nach starkem Beginn fanden die Königsblauen in der zweiten Halbzeit kein Mittel mehr gegen die starken Schwaben und unterlagen deutlich mit 95:66.

S04-Coach Raphael Wilder schickte zu Beginn Shavar Newkirk, Brandon Parrish, Adam Touray, Björn Rohwer und Courtney Belger auf das Parkett der Paul Horn-Arena. Die Königsblauen starteten gut in die Partie. Es dauerte knapp zwei Minuten, bis Shavar Newkirk die ersten Punkte für Königsblau erzielte, nachdem Tyler Laser die Tigers zuvor mit einem getroffenen Freiwurf in Führung brachte. In der Folge netzten Elijah Allen und Reed Timmer zwei Dreier in Folge für Tübingen ein, doch die Knappen blieben durch Brandon Parrish und Courtney Belger dran und konnten sich dann einen zwischenzeitlichen 7-Punkte-Vorsprung herausspielen. Am Ende eines starken ersten Viertels stand es 19:23.

Auch im zweiten Viertel war es ein Spiel auf Augenhöhe, in dem die Mannschaft von Raphael Wilder zu Beginn noch das bessere Team war. Tübingen traf jedoch die Distanzwürfe und gewann mehr und mehr Sicherheit in der Defensive. 41 Sekunden vor der Halbzeit war es dann Elijah Allen, der das Spiel zu Gunsten der Tigers drehte und die 43:41-Führung erzielte. Zum Pausentee führten die Raubkatzen mit 45:42.

Tigers spielten sich in einen Rausch

Nach dem Seitenwechsel wirkten dann jedoch auch die Königsblauen wie ausgewechselt. Tübingen legte einen 18:0-Lauf auf das Parkett, erhöhte den Druck in der Defense und dominierte das Rebound-Duell. Der S04 fand keinen Zugriff auf die Partie und konnte nicht an die starke Leistung aus der ersten Hälfte anknüpfen. Vier Minuten vor Ende des dritten Viertels war es dann Shavar Newkirk, der beim Stand von 63:44 den Run der Gastgeber unterbrach und sechs Punkte in Folge erzielte. Am Verlauf des Spiels änderte dies jedoch nichts, denn Tübingen traf auch die schwierigen Würfe und in der Offense blieben die Schalker zu harmlos. Vor den finalen 10 Minuten führten die Schwaben mit 69:53. Am Ende schraubten die Tigers ihre Führung noch weiter hoch und gewannen das Spiel, nach einer starken zweiten Halbzeit, deutlich und verdient mit 95:66.

Abteilungsleiter Tobias Steinert: „Wir sind selbstbewusst in das Spiel gestartet und konnten gute Akzente setzen. Zur Halbzeit waren wir noch optimistisch, dass wir das Spiel bis zum Schluss eng gestalten können, auch wenn uns bewusst war, dass Tübingen ein starker Gegner ist. Nach der Pause ist es uns allerdings zu keinem Zeitpunkt gelungen unser Potenzial abzurufen. Die Tigers haben sich dann in einen regelrechten Rausch gespielt und ihre ganze Klasse gezeigt. Dem hatten wir leider nichts entgegenzusetzen.“

Unzufrieden war Steinert nicht wegen der Niederlage an sich, sondern vielmehr mit dem Auftritt der Mannschaft in Halbzeit zwei. „Uns hat am Ende ein wenig der Biss gefehlt und der Glaube an die eigene Stärke. Es ist natürlich auch klar, dass die Jungs nicht vor Selbstvertrauen strotzen, nachdem sie die letzten vier Spiele nicht gewinnen konnten. Wir befinden uns momentan in keiner einfachen Situation und müssen schnellstmöglich die Köpfe freibekommen“, so Steinert weiter.

Auch Raphael Wilder haderte mit dem Auftreten nach der Halbzeitpause: „Ich kann heute mit der Leistung meines Teams nur in der ersten Halbzeit zufrieden sein. In der zweiten Hälfte hatten wir zwei fatale Einbrüche, die wir trotz Auszeiten nicht beenden konnten. Am Ende ist das Ergebnis natürlich deutlich, aber auch verdient.“

Gemeinsam an einem Strang ziehen

Für die Schalker Basketballer stehen jetzt mit dem Spiel in Quakenbrück und dem Heimspiel gegen die Gladiators aus Trier große Herausforderungen an. „Die Unterstützung unserer Fans wird im Kampf um den Klassenerhalt entscheidend sein. Wir wollen in der nächsten Woche in Quakenbrück wieder ein anderes Gesicht zeigen und haben dann ein ganz wichtiges Heimspiel gegen Trier vor der Brust. Da braucht die Mannschaft wirklich jeden einzelnen Fan in der Halle und lautstarken Support von den Rängen“, macht Steinert klar, dass nun alle gemeinsam an einem Strang ziehen müssen, um die gesteckten Saisonziele zu erreichen.

Die Partie bei den Artland Dragons findet am kommenden Samstag, dem16. Februar, um 19:30 Uhr statt, während mit Hanau und Baunach beide Teams direkt aufeinandertreffen, die aktuell in der Tabelle hinter den Knappen rangieren. In der Folgewoche gastieren dann am Sonntag (24.02.), um 18 Uhr, die Trierer in der Oberhausener Willy-Jürissen-Halle. Tickets für das Heimspiel sind online mit Vorverkaufsrabatt erhältlich.

Punkteverteilung

Newkirk (17), Parrish (8), Haucke (2), Sperber (-), Touray (11), Szewczyk (2), Rohwer (5), Carney (-), Belger (10), Arians (8), Mampuya (3)

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