S04 holt trotz Niederlage den direkten Vergleich gegen Baunach

Die Basketballer des FC Schalke 04 traten am Mittwoch (16.01.) zum Nachholspiel des 12. Spieltags in der BARMER 2. Basketball Bundesliga gegen die Baunach Young Pikes an. Die Königsblauen unterlagen in Baunach knapp mit 72:71, gewannen am Ende jedoch, aufgrund der besseren Punkte-Differenz, den direkten Vergleich gegen die Bayern.

S04-Coach Raphael Wilder vertraute auf seine bewährte Starting-Five um die beiden Kapitäne Patrick Carney und Courtney Belger, sowie Brandon Parrish, Adam Touray und Björn Rohwer. Letztgenannter trat, seit seiner Nasenverletzung, erstmals wieder ohne die ungeliebte Maske an, die ihn zuletzt stark einschränkte. Neuzugang Shavar Newkirk stand nach dem Eingang seiner Spielgenehmigung zum ersten Mal im Kader und feierte im Laufe der Partie sein Debüt im königsblauen Dress.

Die ersten Minuten des Spiels waren geprägt von einem Duell der besonderen Art. Der starke Adam Pechacek, der bereits im Hinspiel auftrumpfe, war auch dieses Mal nur schwer zu stoppen. Auf Schalker Seite zeigte Björn Rohwer, zu was er ohne Maske im Stande ist und so lieferten sich die beiden Center in den ersten Minuten einen offenen Schlagabtausch, in dem es keinem anderen Spieler gelang zu scoren. Zunächst war es der Tscheche im weißen Trikot, der die ersten Punkte des Spiels erzielte, doch sein königsblauer Gegenüber antwortete postwendend mit einem Dreier. Was folgte, war ebenfalls ein Pechacek-Treffer von jenseits der Drei-Punkte-Linie. Es dauerte ganze 04 Minuten, bis sich Kristian Kullamäe beim Stand von 7:7 zu den beiden in die Punkte-Liste eintragen durfte. Am Ende des Viertels führte Baunach mit 19:15.

Das zweite Viertel begann wie das erste. Björn Rohwer erzielte mit zwei Korblegern den Ausgleich zum 19:19 für den S04, ehe Pechacek für Baunach traf und erneut Rohwer mit einem erfolgreichen Drei-Punkte-Wurf die Führung für Königsblau erzielte. Es entwickelte sich eine intensiv geführte Partie, in der sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Kurz vor der Pause traf Courtney Belger zum 34:36-Halbzeitstand. Der junge Rohwer zeichnete sich dabei für 22 der 36 Punkte der Knappen verantwortlich und zeigte eine ganz starke Leistung.

Touray sichert mit Buzzer-Beater den direkten Vergleich

Auch im dritten Spielabschnitt blieb es weiter eng. Eine Minute vor der Viertelpause gingen die Young Pikes mit 53:46 in Führung, doch Patrick Carney traf anschließend einen wichtigen Dreier und hielt sein Team damit weiter in Schlagdistanz. Vor den letzten 10 Minuten stand ein 55:49 auf der Anzeigetafel in der Bamberger Graf-Stauffenberg-Halle. Die Baunacher Hechte legten im vierten Viertel noch einmal eine Schippe drauf. Nach dreieinhalb Minuten gelang Björn Rohwer noch der 57:57-Ausgleich, doch in der Folge blieben die Young Pikes bis zum Ende vorne.

Kurz vor Spielende schien die Niederlage für den S04 besiegelt, doch das Team gab sich, wie bereits in der gesamten bisherigen Saison, zu keinem Zeitpunkt auf und kämpfte bis zur letzten Sekunde um den so wichtigen direkten Vergleich. Das Hinspiel gewannen sie mit drei Punkten Differenz und so war es das Ziel, den Vorsprung der Gastgeber niedriger zu halten, um am Ende der Saison bei Punktgleichheit die Nase vorn zu behalten. Bei noch 0,4 verbleibenden Sekunden betrug der Rückstand 04 Punkte und die Zuschauer in der Graf-Stauffenberg-Halle wähnten sich in Sicherheit, dass es den Schalkern nicht mehr gelingen würde in dieser kurzen Zeit zu punkten. Doch sie sollten sich täuschen. Der Einwurf der Knappen fand den hinter der Dreierlinie völlig freistehenden Adam Touray, dem es tatsächlich gelang, rechtzeitig zum Wurf anzusetzen. Der Ball fand seinen Weg in die Reuse und plötzlich herrschte absolute Stille in der Halle.

In der Folge beschwerten sich die Gastgeber vehement bei den Schiedsrichtern, da sie der Meinung waren, der Wurf sei erst nach Ablauf der Zeit erfolgt. Sogar Protest legten die Young Pikes gegen die Wertung des Spiels ein. Mit etwas Abstand und keiner Aussicht auf Erfolg, gaben sie am Morgen des Folgetages jedoch bekannt, diesen Protest nicht weiter zu verfolgen.

Raphael Wilder: „Glückwunsch an Baunach zum Sieg. Wir haben heute vieles richtig gemacht, allerdings katastrophale Quoten an den Tag gelegt. Mit der Rebound- und Defense-Arbeit bin ich nicht unzufrieden, aber mit dem Spiel an sich kann ich natürlich nicht zufrieden sein. In der zweiten Halbzeit hatten wir zu viele Turnover und wenn man dazu noch so schlecht trifft, kann man froh sein, dass man nur knapp verliert.“

Rostock Seawolves vor der Brust

Abteilungsleiter Tobias Steinert war ebenfalls enttäuscht über die Niederlage, freute sich jedoch über den Gewinn des direkten Vergleichs: „Wir hätten das Spiel natürlich gerne gewonnen, haben uns das Leben allerdings selbst schwer gemacht. Dass wir dennoch den direkten Vergleich gewonnen haben, war sehr wichtig. Jetzt blicken wir auf das schwere Duell in Rostock und wollen dort ein gutes Spiel abliefern und schauen, was wir am Ende mitnehmen können.“

Die Schalker Basketballer treffen bereits am kommenden Samstag (19.01.) in Rostock auf die dort ansässigen Seawolves. Tip-Off ist um 19:30 Uhr in der Rostocker Stadthalle.

Punkteverteilung

Newkirk (-), Parrish (8), Haucke (-), Sperber (-), Touray (13), Szewczyk (-), Rohwer (27), Carney (11), Belger (9), Mampuya (3)

Scouting

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