Schalke holt den Derbysieg gegen Phoenix Hagen

Die Basketballer des FC Schalke 04 empfingen am 11. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga den Rivalen aus Hagen. Nach einer spannenden und hart umkämpften Partie gingen die Königsblauen am Ende mit 79:76 als Sieger vom Parkett und konnten somit den Derbysieg feiern.

In den Anfangsminuten entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel mit leichten Vorteilen für die Gäste. Das erste Schalker Zeichen setzte Adam Touray, als er es nach 3 Minuten per Dunk krachen ließ, dabei gefoult wurde und den Freiwurf zum 7:11 verwandeln konnte. Der zweite Big-Man auf Seiten der Knappen, Johannes Joos, erzielte daraufhin 4 Punkte in Folge und hielt sein Team somit in Schlagdistanz. Er war am Ende mit 16 Punkten der Topscorer beim S04. Doch die Würfe wollten nicht so richtig fallen bei den Gastgebern und so konnten sich die Hagener mit 13:21 absetzen und zwangen S04-Coach Raphael Wilder nach 6 Minuten zu seiner ersten Auszeit. Diese wirkte auch und so wurde die Defense der Knappen intensiver und auch das Zusammenspiel in der Offensive wurde besser. Wieder war es Johannes Joos, der sicher aus der Mitteldistanz traf und für sein Team zum Ende des 1. Viertels auf 23:26 verkürzen konnte.

Das 2. Viertel startete gut für die Schalker: Jordan Spencer versenkte einen Dreier und Lavon Hightower traf mit Foul zum 29:31. Daraufhin leisteten sich die Königsblauen aber viele einfache Ballverluste, wodurch sich die Hagener mit 8 Punkten absetzen konnten. Nach 6 Minuten im 2. Viertel führten sie mit 33:41. Vor allem der schnelle Guard Jonathan Octeus sorgte für Probleme bei der Schalker Defense und erzielte allein in der ersten Halbzeit 13 Punkte. Die Nachverpflichtung der Hagener war direkt in seinem ersten Spiel für die Feuervögel mit 18 Punkten der Topscorer. Erneut war es Adam Touray, der nach einem Fastbreak zum Dunk ansetzte und so den Run stoppen konnte. Das Viertel entwickelte langsam Derbycharakter und war geprägt von vielen Fouls. Den Schlusspunkt setzte dann Shavar Newkirk, als er per Buzzer-Beater mit der Sirene zum 41:44-Halbzeitstand traf und die Fans der Königsblauen von den Sitzen riss.

Derby-Stimmung auch auf den Rängen

Zu Beginn der zweiten Halbzeit konnte sich Adam Touray direkt den Offensiv-Rebound holen und den anschließenden Wurf mit Foul verwandeln und die Schalker so auf 44:46 heranbringen. Einen anschließenden 5-Punkte-Run konterte Center Björn Rohwer für die Knappen mit einem 3-Punkte-Wurf zum 47:51. Die Partie war hart umkämpft und die Verteidigung der Schalker hatte in den folgenden Minuten eine hohe Intensität. Nach 5 gespielten Minuten war es erneut Jordan Spencer, der nach schönem Zuspiel von Courtney Belger einen Dreier zum 52:53 traf. Spencer legte noch einen oben drauf und traf direkt im nächsten Angriff mit einem Korbleger zum 54:53 und bescherte seinem Team so die erste Führung des Spiels. In dem rasanten Spiel ging es hin und her. Für die Schalker erzielte Newkirk 4 Punkte in Folge, ehe Rohwer es krachen ließ und den Ball eine Minute vor Ende des 3. Viertels zum 60:60 durch den Ring stopfte. Jordan Spencer sorgte mit seinem dritten Dreier zum 63:62 dafür, dass die Schalker mit einer hauchdünnen Führung ins letzte Viertel gingen.

Den Start in das 4. Viertel verschliefen die Knappen etwas, sodass sich die Hagener durch Punkte von Adam Pechacek und Joel-Sadu Aminu die Führung wiederholen konnten. Bereits nach einer Minute stand es somit 63:67. Die ersten Punkte auf Seiten der Schalker erzielte Johannes Joos, erneut aus der Mitteldistanz, erst nach 3 gespielten Minuten. Das heiße Derby fand aber nicht nur auf dem Feld statt. Auch auf den Rängen schenkten sich die Fanlager nichts und sorgten für ordentlich Stimmung in der Willy-Jürissen-Halle. 3:30 Minuten vor dem Ende erhoben sich alle Schalker und feuerten ihre Mannschaft lautstark an, wie sie es bereits das ganze Spiel über gemacht hatten und boten den zahlreichen mitgereisten Fans aus der Volmestadt die Stirn.

Mit den Fans im Rücken starteten die Schalker einen 6:0-Run durch Hightower, Joos und Belger. Gäste-Coach Chris Harris sah sich dadurch gezwungen beim Stand von 71:72 eine Auszeit zu nehmen, doch die Schalker ließen sich auch davon nicht stoppen und legten direkt einen erneuten 6:0-Run hinterher.

Den Sack am Ende zugemacht

2 Minuten vor dem Ende stand es 77:72 für die Königsblauen, doch Hagen gab sich noch nicht geschlagen und kam nochmal auf 77:74 ran. 9 Sekunden vor Schluss zieht der Phoenix-Topscorer Octeus zum Korb und trifft mit Foul. Den anschließenden Freiwurf zum möglichen Ausgleich konnte er aber nicht verwandeln, sodass Schalke wieder in Ballbesitz kam. 4,7 Sekunden vor dem Ende nahm S04-Coach Raphael Wilder eine Auszeit, um seiner Mannschaft letzte Anweisungen zu geben. Den Ball bekam im nächsten Spielzug Courtney Belger, der umgehend gefoult wurde und so an die Freiwurflinie musste. Der Kapitän bewies Nervenstärke und verwandelte seine beiden Versuche. Hagen-Coach Chris Harris nahm nun seinerseits eine Auszeit, um den letzten Spielzug aufzuzeichnen, der sein Team noch in die Verlängerung retten sollte. Schalke verteidigte allerdings konzentriert und so konnte Mitchel Leufroy nur einen schwierigen Dreier nehmen, der sein Ziel verfehlte. Damit war der wichtige Derbysieg für die Königsblauen eingetütet und damit auch der erste Heimsieg der Saison.

Die Erleichterung war den Spielern nach dem Spiel deutlich anzumerken: „Heute haben wir uns endlich belohnt und auch bei einem knappen Spiel am Ende mal alles richtig gemacht“, freute sich Adam Touray nach dem Spiel. Und auch S04-Coach Raphael Wilder fand lobende Worte für sein Team: „Die Mentalität ist da, die Mannschaft hat gekämpft. Wir haben die letzten Spiele knapp verloren, daraus aber auch gelernt und heute haben wir uns belohnt für unser Spiel.“

Mit dieser Mentalität wollen die Basketballer des FC Schalke 04 auch das nächste Wochenende angehen. Dann steht am Sonntag (24.11.) um 17 Uhr die Auswärtspartie gegen die MLP Academics Heidelberg an. Daheimgebliebene Fans können sich das Spiel wie immer auf airtango.live anschauen.

Punkteverteilung

Newkirk (10), Hightower (7), Jean-Louis (-), Spencer (11), Joos (16), Dunn (1), Touray (13), Szewczyk (2), Rohwer (7), Gulley (2), Belger (10)

Das Spiel im Re-Live

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