Spektakulärer Fight bis in die Overtime

Am Samstag (19.01.) traten die Basketballer des FC Schalke 04 zum 19. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga bei den Rostock Seawolves an. Nach einem spektakulären Basketball-Krimi, der bis in die Overtime ging, unterlagen die bis zum Ende aufopferungsvoll kämpfenden Schalker nur knapp mit 84:82.

Es war das Duell der beiden Aufsteiger, die in der Vorsaison gemeinsam aus der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB in die ProA aufgestiegen sind. Während die Königsblauen jedoch um den Klassenerhalt kämpfen, spielen die Seawolves bereits um die Playoffs mit und gingen als Tabellendritter mit viel Selbstvertrauen in die Begegnung.

S04-Coach Raphael Wilder änderte seine Starting-Five im Vergleich zu den letzten Partien auf einer Position. Neuzugang Shavar Newkirk begann, statt Kapitän Patrick Carney, gemeinsam mit Brandon Parrish, Adam Touray, Björn Rohwer und Courtney Belger. Es war dann auch Newkirk, der nach 30 Sekunden die ersten Punkte des Spiels erzielte. Das erste Viertel war von viel Nervosität geprägt und beide Teams fanden sich häufig an der Freiwurflinie wieder. Nach zähen ersten 10 Minuten stand es unentschieden, 22:22.

Die Hanseaten starteten besser in das zweite Viertel und gingen durch Talbert, Harris und einem Dunking von Tom Alte mit sechs Punkten in Führung. Die Knappen ließen sich jedoch nicht abschütteln und drehten die Führung zur Hälfte des Viertels mit einem Dreier von Shavar Newkirk. Niclas Sperber und US-Amerikaner Brandon Parrish bauten die Führung weiter aus und so stand zur Halbzeitpause ein 36:40 auf der Anzeigetafel in der Rostocker Stadthalle. Auch im dritten Viertel gelang es keinem der beiden Teams, sich einen nennenswerten Vorsprung herauszuspielen. Angetrieben von den starken Shavar Newkirk und Adam Touray, kämpften die Schalker weiter mit viel Herz und Leidenschaft und begegneten den favorisierten Seewölfen auf Augenhöhe. Mit einem knappen Rückstand ging es in das vierte Viertel (55:53).

Dramatische Schlussphase

Im vierten Spielabschnitt blieb die Partie weiter umkämpft und den 3.300 Zuschauern in der Rostocker Stadthalle bot sich eine dramatische Schlussphase. Zwei Minuten vor Ende des vierten Viertels führten die Seawolves nach einem Dreier von Terell Harris mit 66:64. Nach einem Foul an Courtney Belger drehte sich das Spiel allerdings noch einmal, denn nachdem dieser die folgenden drei Freiwürfe einnetzte, ging der S04 in Führung. Als dann Brandon Parrish seinen Wurf von jenseits der Drei-Punkte-Linie versenkte und die Führung auf vier Punkte ausbaute, waren die mitgereisten Schalke-Fans optimistisch. Es folgte jedoch ein Treffer von Darian Cardenas Ruda, gefolgt von einem Turnover der Königsblauen, den Martin Bogdanov zum Ausgleich nutzte (70:70). Am Ende hatte es das Team von Raphael Wilder noch einmal selbst in der Hand, als Yannick Anzuluni mit einem Turnover die Chance auf einen Sieg seiner Rostocker vergab und dem S04 so den letzten Angriff überließ. Die Knappen vergaben jedoch den entscheidenden Wurf, weshalb es für beide Teams in die Overtime ging.

Abteilungsleiter Tobias Steinert: „Unsere Mannschaft hat wirklich großartig gekämpft und das Spiel bis zur letzten Sekunde offengehalten. Sie hat sich im Laufe der Partie nie von Rückschlägen irritieren lassen und bis zuletzt alles gegeben. Wir hatten dann die Möglichkeit, das Spiel in der regulären Spielzeit für uns zu entscheiden. Es war auch ein gut herausgespielter Angriff, doch der finale Wurf von Shavar Newkirk landete leider auf dem Ring. Da hat uns in dieser Situation auch einfach das nötige Quäntchen Glück gefehlt.“

Die beiden leidenschaftlich kämpfenden Teams setzten den Basketball-Krimi fort, der sich zuvor bereits in 40 intensiven Minuten abspielte, in der Overtime fort. Beim Stand von 81:79 für die Gastgeber setzte Center Björn Rohwer 16 Sekunden vor Ende der Overtime zum Dreier an und sorgte damit für viel Jubel auf Schalker Seite, als der Ball seinen Weg in das Netz fand. Timeout Rostock. Der letzte Angriff der Hanseaten sollte also über Sieg oder Niederlage entscheiden. Es war dann Yannick Anzuluni, der die Vorentscheidung in der regulären Spielzeit vergab und den die Seewölfe für den finalen Wurf auserkoren hatten. Zum Leidwesen der Königsblauen machte Anzuluni es in der Overtime jedoch besser und traf den spielentscheidenden Dreier zum 84:82. Der Jubel bei den Fans der Rostocker war in der Folge groß und die Enttäuschung stand der, bis zuletzt aufopferungsvoll kämpfenden Schalker Mannschaft ins Gesicht geschrieben.

Derby gegen Phoenix Hagen am Mittwoch (23.01.)

Raphael Wilder: „Wir haben weitaus besser gespielt als in den letzten Wochen, doch momentan fehlt und einfach nötige Glück. Shavar Newkirk hat unsere Offensive heute sehr bereichert und uns damit ein bisschen Leben eingehaucht. Auch Brandon Parrish macht heute ein gutes Spiel, nachdem es in den vergangenen Wochen nicht immer gut für ihn lief. Wir haben erneut das Rebound-Duell gewonnen und hatten weniger Turnover als der Gegner, doch unsere Wurfquote ist einfach nicht gut. Am Ende wird so ein Spiel dann durch einen Dreier für die eine oder andere Seite entschieden. So ein Spiel wie heute hätten wir in der vergangenen Saison wahrscheinlich gewonnen, weil wir einen Lauf hatten. Momentan fehlt uns aber, wie gesagt, das entscheidende Glück.“

Abteilungsleiter Tobias Steinert sah auch in der Overtime einen „großen Kampf“ und hoffte nach dem Treffer von Björn Rohwer auf einen positiven Ausgang für den S04: „Die Defense beim letzten Angriff von Rostock war okay. Dass Yannick Anzuluni, der bis dahin eine unterirdische Quote hatte, dann den entscheidenden Dreier trifft, ist für uns natürlich sehr bitter. Wir haben über 45 Minuten bis auf die Knochen gekämpft und sind einem starken Gegner, vor 3.300 Zuschauern in einer Halle, die für Gastmannschaften alles andere als einfach zu bespielen ist, auf Augenhöhe begegnet. Das stimmt mich zuversichtlich für unser Derby am Mittwoch in Oberhausen gegen Phoenix Hagen.“ Die Spieler müssen laut Steinert nun schnell „die Köpfe aus dem Sand ziehen“, um gegen Phoenix Hagen einen ähnlichen Fight mit einem besseren Ende abzuliefern.

Bereits am kommenden Mittwoch (23.01.) wartet das nächste Spektakel auf die Fans der Schalker Basketballer. Dann gastiert nämlich Phoenix Hagen in der Oberhausener Willy-Jürissen-Halle. Das Derby beginnt um 20 Uhr, der Einlass startet bereits um 19 Uhr. Es wird empfohlen, sich Tickets bereits im (Online-)Vorverkauf zu sichern.

Punkteverteilung

Newkirk (15), Parrish (15), Haucke (2), Sperber (6), Touray (17), Szewczyk (-), Rohwer (12), Carney (2), Belger (7), Mampuya (6)

Scouting

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