Unnötige Niederlage beim SC Rist Wedel

Am 17. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProB traten die Basketballer des FC Schalke 04 ihre Reise in den hohen Norden zum SC Rist Wedel an. Es entwickelte sich eine intensive Partie, in welcher die Knappen sowohl im ersten als auch im dritten Viertel keinen guten Start erwischten und am Ende mit 80:84 beim Tabellenzehnten den Kürzeren zogen.

Die Vorzeichen vor der Partie waren eindeutig. Während die Königsblauen mit 13 Siegen als Tabellenführer ins Hamburger Umland reisten, befanden sich die Rister mit sechs Saisonsiegen mitten im Kampf um die verbleibenden Playoffplätze in der ProB.

Coach Raphael Wilder nominierte die gleichen zwölf Akteure für die Partie wie in der Vorwoche beim Derbysieg bei den ETB Wohnbau Baskets aus Essen, doch zu Beginn des Spiels konnten die Schalker die Motivation des Derbysieges nicht mit nach Wedel nehmen. Nach fünf Spielminuten gingen die Hausherren, angeführt von ihrem starken Guard Damian Cortes Rey, mit 14:6 in Führung, ehe Niclas Sperber von der Freiwurflinie für die Knappen den Rückstand verkürzen konnte. Neuzugang Corey DeBerry sorgte im Anschluss dafür, dass die Knappen zurück ins Spiel kommen konnten und den Rückstand auf fünf Zähler verkürzten. Mit einem 13:19-Vorsprung gingen die Hausherren schlussendlich in die Viertelpause. „Wir haben uns am Anfang der Partie wieder einmal schwer getan und sind nicht so recht ins Spiel gekommen. Wedel war von der ersten Sekunde an wacher als wir, sodass ich viel wechseln musste um überhaupt Zugriff auf das Spiel zu bekommen, sodass der Rückstand nur sechs Zähler betrug“, berichtete Wilder über das erste Viertel.

Zu Beginn des zweiten Viertels konnten die Knappen durch einen Dreier von Thomas Szewczyk und zwei getroffene Freiwürfe durch Courtney Belger die Partie wieder verkürzen, ehe Wedel über Blessing von der Dreipunktelinie zurück ins Spiel finden konnte. Es folgte auf beiden Seiten eine ausgeglichene Phase, geprägt von schlechten Wurfquoten und Fehlern im Spielaufbau. Die Schalker schafften es nicht, diese Schwächephase des Gegners zur nutzen und so konnte Vincent Kittmann für die Rister zur Mitte des Viertels den Vorsprung auf 20:27 erhöhen. Der anschließende Dunking von Shawn Gulley ließ die Königsblauen dann nun aufwachen und sie verkürzten den Rückstand über Salman Manzur und noch einmal Shawn Gulley zum 26:27. Im Anschluss konnte Shawn Gulley 1:17 Minute vor der Halbzeit durch einen erfolgreichen And-One die erste königsblaue Führung zum 33:32 herstellen. Bis zur Pause trafen jedoch nur noch die Gäste und so konnte Marius Behr mit einem Buzzer-Beater-Floater die 33:39-Halbzeitführung der Gäste herstellen. „In der letzten Minute vor der Halbzeit haben wir es durch individuelle Fehler verpasst, unser Spiel fortzusetzen und haben Wedel einen 7:0-Run erlaubt“, hielt Wilder fest.

S04 wacht zu spät auf und kämpft bis zur letzten Sekunde

Den Start in die zweite Hälfte verlief ebenfalls nicht nach dem Geschmack der Königsblauen. Die Rister gingen binnen dreier Spielminuten mit 33:46 in Führung und konnten so erstmals eine zweistellige Führung herauswerfen, ehe Shawn Gulley für den S04 erstmals den Ball in der Reuse des Tabellenzehnten unterbringen konnte. Mit 34:50 waren die Königsblauen im Anschluss im Hintertreffen, ehe sie erstmals in der zweiten Hälfte in das Spiel finden konnten und die Defensive intensivierten. Shawn Gulley, Niclas Sperber und Patrick Carney sorgten dafür, dass der Rückstand innerhalb einer Minute auf 42:50 zusammenschrumpfte, doch die Hausherren zeigten sich danach treffsicher aus der Distanz und konnten den Vorsprung wieder auf 13 Zähler ausbauen. Zum Ende des dritten Spielabschnitts zeigte die Anzeigetafel in der Steinberghalle eine 54:65-Führung der Hausherren an. „Wir haben erneut den Start des Viertels verschlafen, sodass Wedel wegziehen konnte. Dennoch Respekt an das Team, dass wir uns zurück in die Partie gebissen haben“, so Wilder.

Das letzte Viertel startete ausgeglichen von beiden Teams, ehe die Knappen sich nach zwei Minuten in die Partie kämpften und über Sperber und Belger den Rückstand auf 60:67 reduzieren konnten. Sie schafften es aber in dieser Phase des Spiels nicht die entscheidenden Stopps in der Verteidigung zu setzen und so konnten die Hausherren umgehend wieder mit zehn Zählern in Führung gehen. Ein Dunking von Shawn Gulley 3:36 Minuten vor Ende der Partie sorgte dann dafür, dass die Schalker den Rückstand noch einmal auf 68:74 reduzieren konnten. Die Schalker warfen nun noch einmal alles in die Waagschale und verkürzten über Patrick Carney noch einmal auf 74:77 bei noch 31 zu spielenden Sekunden und Shawn Gulley nur Sekunden später noch einmal auf 77:79. Doch die Hausherren bewahrten einen kühlen Kopf von der Freiwurflinie und so half auch ein weiterer Fast-Break-Dreier von Shawn Gulley nicht, die 80:84-Niederlage der Königsblauen zu verhindern. „Im letzten Viertel haben wir ein Stück Alles-oder-Nichts gespielt und haben damit beinahe das Spiel noch drehen können, aber Wedel war stark von der Freiwurflinie und hat uns dadurch keine Chance gelassen, das Spiel zu drehen“, gibt Wilder über das letzte Viertel zu Protokoll.

„Es war heute eine verdiente Niederlage für uns in Wedel. Nicht alle meiner Spieler waren heute in der Partie und so haben unsere Leistungsträger zu wenig Unterstützung bekommen. Dennoch hat meine Mannschaft einmal mehr einen riesigen Kampfgeist gezeigt, der fast dazu geführt hätte, dass wir das Spiel am Ende noch gedreht hätten. Am Ende muss man aber diese Niederlage akzeptieren, weil Wedel einfach am heutigen Tag besser war als wir“, resümierte Wilder nach der Partie.

Shawn Gulley 27, Courtney Belger 17, Patrick Carney 13, Corey DeBerry 8, Niclas Sperber 7, Thomas Szewczyk 4, Salman Manzur 2, Jonas Peters 1, Lennart Weichsel 1, Timo Volk, Michael Agyapong, Leon Friederici

# Team G S:N PKT
1 Schalke 17 13 : 4 26
2 Quakenbrück 17 11 : 6 22
3 Bochum 17 11 : 6 22
4 Bernau 17 11 : 6 22
5 Wolfenbüttel 17 10 : 7 20
6 Rostock 17 10 : 7 20
7 Itzehoe 17 8 : 9 16
8 Oldenburg 17 7 : 10 14
9 Essen 17 7 : 10 14
10 Wedel 17 7 : 10 14
11 Cuxhaven 17 4 : 13 8
12 Stahnsdorf 17 3 : 14 6

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