Wolfenbüttel erzwingt ein drittes Spiel in der Viertelfinalserie

Die Viertelfinalserie der diesjährigen Playoffs zwischen dem FC Schalke 04 und Herzögen Wolfenbüttel ging am ungewohnten Donnerstagabend in das Spiel 2 in der Lindenhalle in Wolfenbüttel. Nach dem knappen 71:69-Sieg im ersten Spiel hatten die Königsblauen den Vorteil in dieser Serie auf ihrer Seite. Doch im zweiten Spiel gerieten die Knappen von Beginn an unter Druck und konnten nur phasenweise gegen kämpfende Hausherren ankommen. Am Ende siegten die Herzöge mit 64:85 und erzwangen ein drittes Spiel der Serie am 08.04.2018 um 18:00 Uhr auf Schalke.

Durch die Ansetzung am Abend des Gründonnerstags mussten die Königsblauen berufsbedingt auf ihren Bigman Timo Volk verzichten. Aufgrund dessen rückte Coheen Kalondji in den 12er-Kader des S04. Auf Seiten von Wolfenbüttel musste Coach Steve Esterkamp verletzungsbedingt auf Center Lars Lagerpusch verzichten, während Tom Alte, der im ersten Spiel der Serie in der Vorwoche auf Schalke noch gefehlt hatte, erneut in den Kader rückte.

Coach Raphael Wilder vertraute auf seine mittlerweile gesetzte Starting Five um Courtney Belger, Lennart Weichsel, Shawn Gulley, Niclas Sperber und RJ Slawson. Die ersten Punkte gehörten dann den heimischen Herzögen, die nach einem Korb von Tom Alte mit 2:0 in Führung gehen konnten. Doch die Schalker konterten über RJ Slawson im direkten Gegenzug aus der Mitteldistanz und konnten das Spiel ausgleichen. Erneut Slawson war es vorbehalten mit einem Tip-In-Dunking nach 1:43 Minuten beim Stand von 5:4 die erste Führung für die Königsblauen in Wolfenbüttel zu erzielen. In der Folgezeit entwickelte sich eine umkämpfte Playoffpartie in welcher die Gastgeber sich durch ihre Treffsicherheit aus der Ferne nach 5:21 Minuten beim Stand von 13:7 einen leichten Vorteil erspielen konnten. Dieses Momentum behielten die Hausherren bis zum 13:19-Viertelendstand bei. „Wir haben schleppend in dieses Spiel gefunden und man konnte merken, dass wir nicht mit dem gleichen Elan in die Partie gestartet sind wie noch in den letzten Wochen. Wir mussten für jeden einzelnen unserer Punkte hart kämpfen und kamen nicht in die Partie“, so Coach Raphael Wilder über den Start in die Partie.

Zu Beginn des zweiten Viertels fanden die Schalker stark zurück in die Partie. Nach einem krachenden Dunking von Shawn Gulley und einem Korbleger von Thomas Szewczyk verkürzten die Knappen nach 3:34 Minuten im zweiten Spielabschnitt das Ergebnis auf 21:24. Die Königsblauen waren nun in der Lindenhalle angekommen und boten den Hausherren durch Courtney Belger, der das Spiel nach 5:44 Minuten per And-One auf 28:30 verkürzte, Paroli. S04-Kapitän Patrick Carney konnte nach einer guten Defense-Aktion seines Teams im nächsten Angriff durch zwei erfolgreiche Freiwürfe erstmals seit der Anfangsminute beim Stand von 30:30 den Ausgleich in der Partie herstellen. Bis zur Halbzeit konnten die Herzöge jedoch abermals durch Nachlässigkeiten in der Schalker Defense auf 35:43 enteilen. „Wir haben uns im zweiten Viertel an Wolfenbüttel herangekämpft, aber wir haben niemals zu einem richtigen Rhythmus gefunden. Unsere Dreier fielen überhaupt nicht. Wir haben nur über unsere harte Defense das Spiel eng gehalten. Die Halbzeitführung von Wolfenbüttel war aber zu diesem Zeitpunkt bereits verdient“, hielt Wilder nach dem Spiel fest.

S04 zwar defensiv bemüht, aber ohne Offensivpower

Nachdem sich die Hausherren durch zwei Punkte vom starken Constantin Ebert beim Stand von 45:35 auf 10 Punkte absetzen konnten, schlug der S04 zu Beginn des dritten Viertels über Niclas Sperber und Patrick Carney zurück und verkürzte das zweite Spiel der Serie nach 2:13 Minuten im dritten Viertel auf 39:45, sodass Shawn Gulley im Nachfassen den S04 nach 4:27 Minuten auf 43:46 heranbringen konnte. Doch die Herzöge fanden zurück in die Partie, konnten ihre geballte Offensivpower abrufen und gingen, angeführt von Niklas Bilski, 1:54 Minute vor Ende des Viertels mit 47:56 in Führung. Bis zum Viertelende konnte Wolfenbüttel diese Führung zum 52:63 ausbauen. „Wir konnten zwar kurz den Rückstand in diesem Viertel verkürzen, aber Wolfenbüttel ist immer wieder durch einfache Fehler in unserem Spiel weggezogen, sodass sie am Ende die Führung mit zwei weiteren Punkten ausbauen konnten“, so Wilder.

Der Schlussabschnitt startete äußerst ungünstig für die Knappen. Während Wolfenbüttel in der Offensive Akzente setzen konnte, mussten die Königsblauen eine schlechte Trefferquote aus dem Feld hinnehmen. Die Hausherren konnten sich nach einem Alte-Korbleger nach 2:28 Minuten im letzten Viertel des Spiels auf 54:70 absetzen, ehe Patrick Carney seinen ersten Treffer von Downtown markieren konnte und zum 57:70 verkürzte. Während die Schalker in der Folgezeit nicht zu ihrem Wurfglück zurückfanden, glänzte Wolfenbüttel mit guten Quoten aus dem Feld und konnte sich so 3:32 Minuten vor Ende der Partie vorentscheidend zum 59:79 absetzen. Am Ende der Partie stand eine königsblaue 64:85-Niederlage auf der Anzeigetafel in der Lindenhalle, welche die Viertelfinalserie in ein entscheidendes drittes Spiel brachte. „Im vierten Viertel haben wir keinen Zugriff mehr auf die Partie gefunden und ich habe dann allen Spielern des Kaders Einsatzzeit gegeben, um Verletzungen hinsichtlich eines dritten Spiels zu vermeiden“, so Wilder über das letzte Viertel.

„Wir haben heute einen rabenschwarzen Tag in Wolfenbüttel erwischt, sodass der Sieg für die Herzöge völlig verdient war. Wir haben zwar erneut sehr gut verteidigt, aber offensiv keinen Zugriff auf die Partie gefunden und blieben weit unter unseren Möglichkeiten. Ich habe es mir zwar gewünscht, aber es nicht erwartet, dass wir die Serie am heutigen Tag vorzeitig beenden. Diese Niederlage bestätigt, dass Wolfenbüttel eine sehr gute Mannschaft ist und die Tagesform in solch einem Spiel entscheidet. Wir werden uns jetzt akribisch auf das dritte Spiel vorbereiten und alles daransetzen, die Serie zu Hause vor unseren eigenen Fans zu beenden“, resümierte Coach Raphael Wilder.

Das dritte und entscheidende Spiel der Viertelfinalserie findet am Sonntag, dem 08.04.2018, um 18:00 Uhr in der Halle an der Mühlbachstraße auf Schalke statt. „Wir haben den Heimvorteil in dieser Serie auf unserer Seite, deshalb können wir vor unseren eigenen Fans an der Mühlbachstraße die Entscheidung in dieser Serie herbeiführen! Wir werden einmal mehr jeden Fan in der Halle auf den Rängen als sechsten Mann hinter der Mannschaft brauchen, um gemeinsam in das Halbfinale einzuziehen“, freut sich Vorstand Marketing und Leiter Profisport Tobias Steinert auf ein drittes Spiel der Serie vor den eigenen Fans.

Shawn Gulley 18, Courtney Belger 12, Patrick Carney 12, RJ Slawson 9, Niclas Sperber 5, Leon Friederici 4, Thomas Szewczyk 2, Coheen Kalondji 2, Jonas Peters, Lennart Weichsel, Michael Agyapong, Salman Manzur

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